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"Germany's Next Topmodel"

"Viel zu gay": GNTM-Gewinner rechnet mit deutschen Model-Agenturen ab

Veröffentlicht:

von C3 Newsroom

Germany's Next Topmodel

Best-of Jermaine: Die Highlights des GNTM-Gewinners 2024

Videoclip • 06:56 Min • Ab 12


Von GNTM ins internationale Rampenlicht. Jermaine Kokoú Kothé hat den Sprung ins Model-Business geschafft. Doch hinter den Kulissen der Modelwelt erlebt er eine andere Realität: direkte, harte und teils verletzende Kommentare aus Agenturen. Seine Einblicke zeigen, wie gnadenlos die Branche noch immer sein kann.


Ein Modeltraum beginnt oft mit Hoffnung - doch bei Jermaine Kokoú Kothé trifft diese schnell auf eine harte Realität hinter den Kulissen der Branche. Der heutige GNTM-Sieger berichtet von Begegnungen, die weniger mit Glanz und Glamour zu tun haben, sondern mit deutlichen, teils verletzenden Worten.

Vom GNTM-Gewinner zum gefragten Gesicht der Branche

Jermaine war der erste männliche Gewinner von "Germany’s Next Topmodel". Seitdem hat er sich in der Modewelt etabliert: Runways in Berlin, Magazin-Cover und Kampagnen gehören inzwischen zu seinem Alltag.

Auch als Content Creator hat er sich mit Hunderttausenden Follower:innen auf seinen Social-Media-Kanälen eine starke Community aufgebaut. Doch der Weg dorthin war laut ihm nicht nur glamourös, sondern auch geprägt von Rückschlägen - besonders in Gesprächen mit Modelagenturen.

Harte Worte hinter verschlossenen Türen

In einem seiner aktuellen Social-Media-Beiträge auf Instagram und TikTok spricht der 21-Jährige offen über Erlebnisse, die ihn bis heute beschäftigen. Besonders eine Situation blieb hängen:

"Also, wenn du zu uns in die Agentur willst, du bist viel zu gay. Bist du gay? Da müssen wir auf jeden Fall richtig was ändern. Alles, was du auf Social Media hochlädst, ist Trash, viel zu schwul. Du willst doch, dass dich auf Plakaten auch die Frauen angucken, nicht nur die Männer."

In dem Video erzählt Jermaine, dass auch körperliche Kritik unverblümt geäußert wurde:

Der Körper geht echt gar nicht.

Jermaine Kothé

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Auch schon als Teenager musste er sich mit drastischen Kommentaren auseinandersetzen: "Jermaine, du hast schon dieses gewisse Etwas, aber du musst an deiner Haut arbeiten. Die sieht ja wirklich schrecklich aus. Du hast da viel zu viele Pickel, das will man nicht sehen auf Bildern und das kann man auch nicht mehr gut wegbearbeiten", erzählt er sichtlich betroffen.

Kothé selbst sagt heute, dass die Modelwelt hart sei - aber nicht respektlos sein müsse. Kritik sei normal, der Ton entscheide jedoch alles. Für ihn war klar: Mit diesen Agenturen wollte er nicht zusammenarbeiten.

Was will ich mit solchen Menschen?

Jermaine Kothé

Reaktionen: Empörung und nüchterne Einordnung

Seine Community reagiert deutlich. Viele zeigen sich schockiert über die geschilderten Erfahrungen und solidarisieren sich mit ihm. Andere wiederum sehen die Branche grundsätzlich kritisch geprägt. Eine Nutzerin beschreibt eigene Erlebnisse so: "Die Dicke weiß schon, dass sie lächeln soll, oder?"

Der Fall Kothé zeigt vor allem eines: Hinter perfekten Kampagnen und glänzenden Laufstegen liegt ein Geschäft, das oft mit sehr direkten und wenig gefilterten Worten arbeitet. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Branche, respektvoller und zeitgemäßer zu kommunizieren - gerade gegenüber jungen Talenten, die am Anfang ihrer Karriere stehen.


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