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Gaststars bei "Knight Rider": Von der Oscar-Gewinnerin bis zur Horrorfilm-Ikone

Veröffentlicht:

von Katharina von Freyburg

Hat Freddy Krueger wirklich in "Knight Rider" mitgespielt? Nein, natürlich nicht, allerdings hatte sein Darsteller, Robert Englund, einen Gastauftritt.

Bild: KI-generiert mit GPT Image


Diese späteren Film- und Seriengrößen legten einen Boxenstopp bei Michael Knight und seinem sprechenden Pontiac Firebird ein, bevor ihre Karriere so richtig an Fahrt aufnahm.


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Nächste Ausfahrt Hollywood: TV-Show als Karriere-Booster

Heute wechseln Schauspieler:innen ganz selbstverständlich zwischen Kinofilm, Streaming-Projekt und Fernseh-Serie. In den 80er-Jahren hingegen war die Route klar und das Ziel definiert: Der Weg zum Leinwand-Erfolg führte meist übers TV nach Hollywood. Serien waren das Sprungbrett - und wer nach kleineren Auftritten schließlich eine Hauptrolle in einem beliebten Format ergatterte, konnte auf einen Anruf aus einem der großen Filmstudios hoffen.

So geschehen bei Bruce Willis, dem mit der Detektivserie "Das Model und der Schnüffler" der Durchbruch im Fernsehen gelang, bevor ihn "Stirb langsam" 1988 zum gefeierten Blockbuster-Helden machte. Michael J. Fox avancierte durch "Familienbande" zum Publikumsliebling und sicherte sich 1985 mit "Zurück in die Zukunft" seinen Platz in Hollywoods A-Riege.


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David Hasselhoff wiederum wurde als "Knight Rider" zum Teenie-Idol einer ganzen Generation und später mit "Baywatch" sogar zum meistgesehenen Serienstar der Welt. Der große Erfolg als Kino-Magnet oder anspruchsvolle Charakter-Rollen blieben ihm zwar verwehrt, einen Stern auf dem legendären Walk of Fame bekam "The Hoff" trotzdem verliehen. Er ist ein Unterhaltungs-Phänomen, das bis heute seine Fans begeistert.

Während Hasselhoff als Geheimagent Michael Knight mit K.I.T.T. Woche für Woche im Turbo-Boost-Modus Bösewichte jagte, standen ihm zahlreiche Gastdarsteller:innen zur Seite. Einige von ihnen wurden später selbst zu Stars.

Jason Bateman - erst Sitcom-Teenie, dann Hollywood-Allrounder

Hinter Baseball-Cap, Sommersprossen und schlagfertigen Sprüchen blitzen bereits das Charisma und sein untrügliches Gespür für Timing hervor, für die ihn seine Fans so schätzen. In der Episode "K.I.T.T. kriegt einen Schlag" (1984) spielt der damals 15-jährige Jason den Jugendlichen Doug Wainwright, der dem Superwagen hilft, als K.I.T.T. nach einem Stromschlag sein Gedächtnis verloren hat.

Verkehrte Welt: Michael Knight auf der Jagd nach K.I.T.T.

Bateman hatte zuvor schon in beliebten Serien wie "Unsere kleine Farm" und "Silver Spoons" mitgewirkt. Größere Bekanntheit erlangte er Ende der 80er-Jahre in der Sitcom "Der Hogan-Clan". Im Kino spielte er ab den Neunzigern zunächst vor allem Nebenrollen. Bis zu seinem endgültigen Durchbruch als Protagonist der Kultserie "Arrested Development". Danach etablierte sich Jason Bateman zunehmend auch in Hollywood-Komödien als Hauptfigur, etwa in "Voll abgezockt" (2013) mit Melissa McCarthy oder in "Game Night" (2018) mit Rachel McAdams. Vom Publikum wird er als typischer Nice Guy wahrgenommen, der auf absurde Situationen mit trockenem Humor reagiert, was er auch im düsteren Serienhit "Ozark" wirkungsvoll einzusetzen weiß. Heute gehört er zu den vielseitigsten Gesichtern Hollywoods: spielt in Serien wie Filmen und führt immer wieder auch Regie.

Geena Davis - vom Serien-Set auf die kreative Überholspur

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Mit ihrer Mischung aus Witz, Ausstrahlung und Präsenz erspielte sie sich Anfang der 1990er-Jahre einen Platz im Hollywood-Olymp. Doch bevor ihr Filme wie "Thelma und Louise" (1991) und "Eine Klasse für sich" (1992) zu Weltruhm verhalfen, hatte Geena Davis einen frühen Gastauftritt in der 80er-Kultserie "Knight Rider". In der Folge "Der Fassadenkletterer" (1983) spielt sie Grace Fallon, die Tochter eines berüchtigten Juwelenräubers, der seit einem Flugzeugabsturz als verschollen gilt. Michael Knight ermittelt in einer Serie spektakulärer Einbrüche und trifft dabei auf Grace, die verdächtigt wird, das kriminelle Handwerk ihres Vaters fortzuführen.

Rasantes TV-Debüt: Erlebe Geena Davis in ihrer ersten Fernseh-Rolle!

Der Sprung nach Hollywood ließ nicht lange auf sich warten: Mit Rollen in "Die Fliege" (1986) und "Beetlejuice" (1988) machte Davis schnell auf sich aufmerksam. Für ihren Part in "Die Reisen des Mr. Leary" gewann sie 1989 den Oscar als beste Nebendarstellerin. Serienauftritte blieben nach ihrem Kino-Durchbruch eher selten, erst später kehrte sie gelegentlich ins Fernsehen zurück. So verkörperte sie ab 2014 acht Folgen lang Dr. Nicole Herman, eine Spezialistin für Pränatal-Chirurgie, in Staffel 11 von "Grey’s Anatomy". Zuletzt stand sie für die neue Mystery-Serie "The Boroughs" der "Stranger Things"-Macher vor der Kamera, die im Mai startet. Die 70-Jährige engagiert sich außerdem mit dem "Geena Davis Institute on Gender in Media" für mehr Gleichberechtigung in Film und Fernsehen.

Robert Englund - Film-Monster mit Sinn für Humor

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In "Der unheimliche Mönch" (1986) spielt Robert Englund Edward Kent, den Sekretär einer Filmproduzentin. Während der Dreharbeiten zu einem Horrorfilm häufen sich mysteriöse Sabotageakte - und Kent selbst erscheint schließlich als vermummte Gestalt, die das Chaos im Hintergrund steuert. Michael Knight und K.I.T.T. müssen den Spuk entlarven.

Michael Knight meets Freddy Krueger: Action-Spaß in Grusel-Kulisse

Der Gastauftritt wirkt rückblickend wie charmante Satire. Denn nur zwei Jahre zuvor war Englund als Freddy Krueger im ersten "A Nightmare on Elm Street"-Teil bekannt geworden - eine Rolle, die ihn dauerhaft mit dem Thriller-Fach verband. Seine Performance als maskierter Unruhestifter in "Knight Rider" spielt damit: ein Horrorstar, der an einem Grusel-Set selbst zur Schreckensfigur wird. Obwohl Englund den Charakter herrlich überdreht mit diabolischem Grinsen und theatralischen Gesten inszeniert, ist die Episode nicht als Freddy-Parodie zu verstehen. Vielmehr griff man auch in den 80er-Jahren schon gerne auf Popkultur-Verweise zurück und ließ bekannte Charaktere augenzwinkernd mit ihrem eigenen Image kokettieren.

Zuvor hatte Englund bereits in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, doch erst die Elm-Street-Reihe machte ihn weltweit berühmt. Serienmörder Freddy Krueger wurde zu einer echten Kultfigur des Genres, die Englunds Karriere über Jahrzehnte prägte.


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