Gänsehaut in Zürich
"Tatort: Könige der Nacht": Dieser Fall ging so richtig unter die Haut
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von teleschauDer "Tatort: Könige der Nacht" erzählte vom bewegenden Schicksal der Geflüchteten Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi, links) und ihres Sohnes Yaro (André Nkot Olinga). Als Zeugin in einem Mordfall war die junge Frau für Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) sehr wichtig.
Bild: SRF/Pascal Mora
Eine illegal in Zürich untergetauchte Migrantin wurde im letzten "Tatort" vor der Sommerpause zu einer wichtigen Zeugin für die Kommissarinnen Tessa Ott (Carol Schuler) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher). Mit ihrem Schicksal ist sie in der Schweiz nicht allein ...
Den "Tatort" streamen
Die Sommerpause der ARD-Sonntagskrimis beginnt diesmal besonders früh. Bereits ab kommenden Sonntag, 10. Mai, kannst du zur gewohnten Sendezeit um 20:15 Uhr vorerst nur Wiederholungen alter Fälle im ARD-Livestream auf Joyn sehen. Der letzte neue Film unter dem Titel "Tatort: Könige der Nacht" kam mal aus der Schweiz und behandelte einen sozialkritischen Fall.
Worum ging es?
Nach einer nächtlichen Pizzalieferung in einem größtenteils leerstehenden Hochhaus wurde die Fahrradkurierin Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi) Zeugin einer Straftat: Sie sah, wie zwei vermummte Männer eine verpackte Leiche aus dem Gebäude schafften. Am nächsten Morgen wurde ein Toter aus der Limmat geborgen: Ruben Jovanov (Yves Weckemann) war Callboy. Er stand zum Todeszeitpunkt unter Drogen und wurde von mehreren Tätern gleichzeitig erstochen. Eine erste Spur führte die Kommissarinnen Tessa Ott (Carol Schuler) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) zu Rubens Suggardaddy: Urs Jacobi (Stefan Merki) war ein angesehener Richter. Wurde er mit pikanten Aufnahmen von einer versteckten Mini-Kamera in Rubens Wohnung erpresst? Für Ott und Grandjean war dies ein durchaus denkbares Mordmotiv.
Wie endete der "Tatort: Könige der Nacht" wirklich?
Die tatsächliche Auflösung des Krimis war weitaus perfider: Ruben wurde von zwei Männern im Drogenrausch grundlos ermordet. Einer von ihnen arbeitete selbst bei der Polizei: Justus Reynier (Basil Eidenbenz) sollte eigentlich den Kriminaltechniker Noah Löwenherz (Aaron Arens) während dessen Sabbatical vertreten. Dass er letztlich als Mörder überführt werden konnte, verdankten die Kommissarinnen einer Geflüchteten: Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi) war aus Äthiopien mit ihrem Sohn Yaro (André Nkot Olinga) über die zentrale Mittelmeerroute nach Italien geflohen. Die lebensgefährliche Reise im Schlauchboot, so wird im Film berichtet, hat außer Moya und ihrem Sohn fast niemand überlebt.
Gemäß der Dublin-Verordnung hätte sie in Italien Asyl beantragen müssen. Stattdessen reisten die beiden zu ihrer Freundin Sanaa Mukambo (Nancy Mensah-Offei) nach Zürich und lebten illegal bei ihr. Im Gegenzug übernahm Moya für Sanaa heimlich Schichten als Pizzalieferantin. Weil die Täter Sanaa für die Lieferantin hielten, töteten sie sie.
Moya drohte am Ende des Films die Rückführung nach Italien. Von dort aus, so erklärte Ott ihren Kollegen, könnte sie in "eines dieser Abschiebezentren irgendwo in Albanien" kommen und "jederzeit in ihr Herkunftsland abgeschoben werden, wo Krieg herrscht und sie keinerlei Perspektive hat". Die Kommissarin konnte den Gedanken nicht ertragen und ließ die junge Frau und ihren Sohn stattdessen absichtlich entkommen.
Wie viele Asylgesuche gab es 2025 in der Schweiz?
Abzüglich der ukrainischen Geflüchteten mit Schutzstatus S betrug die Anzahl der Asylgesuche in der Schweiz im vergangenen Jahr 25.781. Das geht aus der Asylstatistik des Staatssekretariats für Migration hervor. Verglichen mit 2024 waren es 1.959 Anträge weniger.
Rechtswidrige Aufenthalte wie im Film zählt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Für das Jahr 2025 verzeichnet es 14.577 Aufgriffe. Im Jahr 2024 waren es noch 29.459. 2.449 Personen wurden 2025 an ausländische Behörden übergeben.
Wann läuft der erste neue Sonntagskrimi im Ersten?
Wegen der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer fällt die Sommerpause der Sonntagskrimis im Ersten in diesem Jahr besonders lange aus. Der erste neue Film ist erst für Sonntag, 13. September, um 20:15 Uhr, angekündigt. Ob zuerst ein neuer "Tatort" oder ein neuer "Polizeiruf 110" gezeigt wird, ist noch nicht bekannt.
Ein neuer "Tatort" aus der Schweiz ist bereits abgedreht: "Tatort: Schuldig" erzählt von einem Rockerboss, der aus der Haft entlassen wird. Kurze Zeit später stirbt seine Ex-Frau und seine Tochter verschwindet. Ein Ausstrahlungstermin ist noch nicht bekannt.
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