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Mentale Gesundheit

Musste mit 12 Jahren ihre Familie finanziell unterstützen: Jessica Alba über ihre schwere Kindheit

Veröffentlicht:

von Filiz Tamara Boga

Jessica Alba gibt tiefe Einblicke zum Thema Psyche und Gesundheit bei den WorldChanger Foundation Days.

Bild: Daniel Scharinger


Als Jessica Alba am Wochenende bei den WorldChanger Foundation Days im Stanglwirt in Going auf der Bühne Platz nahm, war es mucksmäuschenstill. Kein Hollywood-Glamour, keine Filmrollen standen im Mittelpunkt, sondern ihre persönliche Geschichte. Die Schauspielerin und Unternehmerin sprach offen über Selbstzweifel, mentale Stärke und eine Kindheit, die alles andere als leicht war.


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Vom Hollywood-Glamour zur schonungslosen Ehrlichkeit

Jessica Alba zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Frauen Hollywoods. Doch der Weg dorthin war geprägt von Krankheit, Unsicherheit und Verantwortung, die für ein Kind eigentlich viel zu groß war. Genau diese Erfahrungen machen ihre Botschaft bei den WorldChanger Foundation Days so glaubwürdig. Denn die Initiative setzt sich für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein.

Aufgewachsen im Überlebensmodus

Die gebürtige Amerikanerin wuchs in einer Familie auf, die finanziell kaum Spielraum hatte. Ihr Vater arbeitete bei der US-Luftwaffe, ein vermeintlich sicherer Job, dennoch lebten die Eltern von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck. Ein Sicherheitsnetz gab es nicht. "Ich wuchs im Überlebensmodus auf", sagte Alba rückblickend in einem Interview mit "Glamour". "Ich dachte mir damals, ich muss alles tun, was ich kann, um meinen Kopf über Wasser zu halten." Schon als Kind nahm sie sich vor, dass sie es einmal besser haben wollte.

Die vielen beruflich bedingten Umzüge ihres Vaters erschwerten zusätzlich ein stabiles Umfeld. Freundschaften waren oft nur von kurzer Dauer, ein Gefühl von Zuhause stellte sich selten ein. Hinzu kamen massive gesundheitliche Probleme: Allergien, Asthma und wiederholte Krankenhausaufenthalte bestimmten ihre frühen Jahre und verstärkten ihre innere Unsicherheit.

Mit gerade einmal elf Jahren begann Alba mit der Schauspielerei, nachdem sie einen Wettbewerb gewonnen hatte. Spätestens mit zwölf unterstützte sie ihre Familie finanziell. Der Druck, funktionieren zu müssen, war allgegenwärtig. Selbstzweifel begleiteten sie lange, auch später noch, als ihr mit "Dark Angel" und dem Film "Honey" der große Durchbruch gelang. Genau darüber sprach Alba im Stanglwirt offen. Sie betonte, wie wichtig es sei, Kindern früh beizubringen, dass Unsicherheiten zum Leben dazugehören und dass man lernen kann, mit ihnen umzugehen. Besonders in Zeiten von Social Media und Leistungsdruck sei mentale Stärke entscheidend.

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Ein starkes Zeichen für mentale Gesundheit

Vor rund 400 Gästen aus Sport, Medien und der Creator-Szene wurde schnell klar, dass Jessica Alba der internationale Stargast der WorldChanger Days war. Doch statt Distanz zeigte sie Nahbarkeit, suchte Gespräche und verlieh der Botschaft der Stiftung enorme Strahlkraft.

Dass aus dem Mädchen im Überlebensmodus eine erfolgreiche Unternehmerin wurde, mit ihrer Naturkosmetikmarke "The Honest Company" und einem geschätzten Vermögen von hunderten Millionen Dollar, macht ihre Geschichte umso eindrucksvoller. Ihr Auftritt im Stanglwirt zeigte: Große Karrieren beginnen nicht selten mit großen Herausforderungen. Und manchmal ist es genau diese Vergangenheit, die Menschen dazu bewegt, heute Verantwortung für andere zu übernehmen.


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