Tochter von Filmstar Tobias Moretti
"Wer ohne Schuld ist": Warum Antonia Moretti nie Schauspielerin werden wollte
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von teleschauAntonia Moretti, Tochter des "Kommissar Rex"-Darstellers Tobias Moretti, ist seit acht Jahren in Film und TV erfolgreich.
Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz
Antonia Moretti ist gelernte Physiotherapeutin und hatte erst mal keinerlei Ambitionen, in die Fußstapfen ihres berühmten Vaters zu treten. Doch schnell merkte auch Tobias Moretti: Seine Tochter hat Talent. Das ist über die österreichische Schauspielerin bekannt.
Im beklemmenden Film "Wer ohne Schuld ist" verkörpert Antonia Moretti die Freundin eines Mordverdächtigen. Und das sehr überzeugend. Sie liebe es, als Schauspielerin in andere Persönlichkeiten hereinzuschlüpfen, erklärte sie vor einem Jahr in einem Interview mit der Journalistin Hedi Grager: "Es ist ein wahnsinnig toller, erfüllender und inspirierender Beruf, der mich auch in meinem zweiten Beruf als Physiotherapeutin weiter wachsen lässt. Das ist so schön."
In der Produktion von 2024 geht es um ländliche Tristesse, Zukunftslosigkeit, Alkohol und Drogen. Kein leichter Stoff. Antonia Moretti spielt Isabell. Deren Freund, der Erzieher Paul (Aaron Hilmer), gerät unter Mordverdacht, als ihr Exfreund tot aufgefunden wird. "Wer ohne Schuld ist" läuft am 13. Mai im Das-Erste-Livestream auf Joyn.
Sie ist die älteste Tochter von "Kommissar Rex"-Star Tobias Moretti
Antonia Moretti kam 1998 in Innsbruck als älteste Tochter des Schauspielers Tobias Moretti und der Oboistin Julia Moretti zur Welt. Ihr Vater ist dank Serien wie "Kommissar Rex" (1994 bis 1998), Filmen wie "Tanz mit dem Teufel" (2001) und zahlreichen Theaterrollen einer der bekanntesten Schauspieler im deutschsprachigen Raum.
Logisch, dass es Antonia auch auf die Bühne zog? Weit gefehlt! "Früher wollte ich nichts mit dem Business zu tun haben, es war einer der letzten Berufe, die ich ergreifen wollte", sagte die Tirolerin 2018 im Magazin "Woman". Es sei stressig, man sei ständig unterwegs und wisse nie, wann das nächste Projekt komme, so ihre Einschätzung als Jugendliche. Sie ging nach ihrem Abitur erst mal für ein halbes Jahr auf Weltreise und wollte zunächst eine Physio- und Ergotherapieausbildung beginnen.
Mit 17 traf sie eine Agentin, die ihr Potenzial erkannte. "Meinen Eltern habe ich aber erst viel später davon erzählt", erzählte sie lachend im Interview mit Hedi Grager. Da habe wohl auch ein bisschen kindlicher Trotz mitgespielt, "dass ich auf keinen Fall machen werde, was meine Eltern machen, weder Musik noch Schauspiel". Schließlich probierte sie es doch mit der Schauspielerei: "Ich wollte mir selber quasi beweisen, dass ich recht habe, dass Schauspiel sicher nichts für mich ist."
Offenbar ein Irrtum. Nachdem sie zunächst ein Jahr lang Jazzgesang am Vienna Konservatorium studiert hatte, begann sie 2018 eine Schauspielausbildung in New York und Köln. Doch ihren ersten Berufswunsch ließ sie deswegen nicht fallen: Auch ein Physiotherapie-Studium in Innsbruck stand für Antonia Moretti noch auf dem Programm. Dankbar sei sie ihren Eltern rückblickend dafür, sich in verschiedenen Branchen ausprobieren zu können: "Das hat sehr viel Druck von mir genommen und dafür werde ich ihnen nicht genug danken können."
Ihr Vater war beim ersten gemeinsamen Dreh "erstaunt und beeindruckt"
Bald sicherte sich die Darstellerin ihre ersten Rollen, darunter 2018 im österreichischen Kinofilm "Die letzte Party deines Lebens". Drei Jahre später stand sie dann erstmals mit Tobias Moretti vor der Kamera, passenderweise als seine Tochter. Im Zweiteiler "Im Netz der Camorra" spielt ihr Vater einen Winzer, der von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt wird.
Mit dem Casting hatte ihr berühmter Vater nichts zu tun, wie er damals in einem Interview mit der Agentur teleschau betonte: "Unser Kameramann hatte mit Antonia zuvor einen Film gedreht. Er hatte sie unserem Regisseur Andreas Prochaska empfohlen, aber eigentlich war diese Tochter im Drehbuch etwas jünger - 14 oder 15 Jahre alt. Andreas Prochaska hat mich gefragt, wie ich dazu stehe, aber ich hatte keine Meinung dazu. Ich vermenge Privates und Berufliches nicht." Auch in ihre Arbeit am Set habe er sich nicht eingemischt. "Beim Dreh hat sie mich dann erstaunt und beeindruckt", so Tobias Moretti im "Stern".
In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" fügte Antonia Moretti hinzu, dass die Schauspiel-Arbeit ihres Vaters daheim gar kein großes Thema gewesen sei. "Meine Geschwister und ich wussten ganz lange nicht, was unser Vater beruflich macht."
Für Antonia Moretti besonders herausfordernd: ihre Rolle in "Hundertdreizehn"
Mittlerweile hat Antonia Moretti einiges an Schauspiel-Erfahrung gesammelt. Besonders im Gedächtnis sei ihr eine Rolle geblieben, wie sie im Interview mit Hedi Grager verriet: die als Sofia Brüntjen in der TV-Serie "Hundertdreizehn". Das Format handelt von einem schweren Verkehrsunfall und den Leben von verschiedenen Menschen, die durch das Unglück miteinander verbunden sind. Die von Moretti gespielte Frau hat bei dem Unfall ihr Gedächtnis verloren und versucht nun verzweifelt, sich wieder zu erinnern. "Das Schwierigste ist - und damit für mich am spannendsten und interessantesten - wenn Figuren ambivalent sind", erzählt die Schauspielerin.
Und wenn sie mal nicht ihren Berufen nachgeht? Dann verbringt sie ihre Zeit gerne "mit meinen liebsten Menschen um mich rum". Mit ihrer Familie sowie Freund:innen Zeit zu verbringen "ist manchmal wirklich wie zwei Wochen Urlaub". Zudem versuche sie durch Bewegung, ihren Kopf freizukriegen. "Dabei geht es gar nicht darum, großartig Sport zu machen, sondern einfach raus an die frische Luft zu kommen." Wer genau die wichtigen Menschen in ihrem Umfeld sind - darüber spricht Antonia Moretti in der Öffentlichkeit nicht.
"Wer ohne Schuld ist" läuft am Mittwoch, 13. Mai, um 20.15 Uhr im Das-Erste-Livestream auf Joyn.
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