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Besonderes Vermächtnis

Fritz Wepper: Was seiner Familie zwei Jahre nach seinem Tod am Herzen liegt

Veröffentlicht:

von JOYN Redkation

Fritz Wepper bei einem Fototermin für das Weihnachtsspecial der ARD-Serie "Um Himmels Willen" im Jahr 2012.

Bild: IMAGO / Future Image


Fritz Wepper erkrankte zweimal schwer an Sepsis. Zwei Jahre nach seinem Tod gründete seine Witwe Susanne Kellermann eine Stiftung, die über die Krankheit aufklärt.


Karriere eines Kult-Schauspielers

Fritz Wepper vor stand bereits als Kind vor der Kamera und spielte mehr als sechzig Jahre in Filmen und Serien mit. Seinen Durchbruch hatte er Ende der 1950er-Jahre mit Bernhard Wickis Antikriegsfilm "Die Brücke". Den meisten dürfte er vor allem als Harry Klein an der Seite von Horst Tappert in "Derrick" bekannt sein. Als gewiefter und lebenswerter Bürgermeister Wolfgang Wöller war Wepper außerdem ab 2002 Teil der ARD-Serie "Um Himmels Willen". Am 25. März 2024 starb der gebürtige Münchner im Alter von 82 Jahren.

Komplizierte Familienverhältnisse

1979 heiratete Fritz Wepper Angela von Morgen. Sie brachte bereits zwei Töchter aus ihrer früheren Ehe mit Ferfried Prinz von Hohenzollern mit. 1981 bekamen Fritz und Angela Wepper ihre gemeinsame Tochter Sophie. Zwischen 2009 und 2012 lebte Wepper zeitweise von seiner Frau getrennt und führte eine Beziehung mit Susanne Kellermann. Danach kehrte er zu Angela zurück. Sie starb im Januar 2019 im Alter von 76 Jahren. Die Ehe der beiden hatte trotz allem 40 Jahre lang gehalten. Tochter Sophie ist selbst Schauspielerin, stand für die ARD-Serie "Mord in bester Gesellschaft" sogar gemeinsam mit ihrem Vater vor der Kamera.

2009 wurde Weppers Beziehung zu der mehr als 30 Jahre jüngeren Kamerafrau und Regisseurin Susanne Kellermann öffentlich. 2011 kam ihre gemeinsame Tochter Filippa zur Welt. Kurz darauf trennten sich Wepper und Kellermann zunächst wieder, wurden aber nach dem Tod von Angela Wepper erneut ein Paar. Anfang der 2020er heirateten die beiden in kleinem Kreis.

Meine Frau und meine Kinder haben mir so viel Kraft gegeben. Ihre Liebe hat mich gerettet.

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Eine Krankheit, die Fritz Weppers Leben veränderte

Im Juli 2026 gab Susanne Kellermann bekannt, die Fritz-Wepper-Stiftung gegründet zu haben. Ihr Ziel: über Sepsis und ihre Gefahren aufklären.

Fritz Wepper hatte in seinen letzten Lebensjahren mit mehreren schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Bereits 2011 erlitt er eine Sepsis, von deren Folgen er sich nach Angaben aus seinem Umfeld nie vollständig erholte. Später wurde bei ihm unter anderem Hautkrebs diagnostiziert, 2021 folgte eine Tumoroperation. Im Dezember 2023 musste Wepper erneut wegen einer Sepsis in einer Münchner Klinik behandelt werden. Wenige Monate später, am 25. März 2024, starb er im Alter von 82 Jahren in einem Hospiz.

Die unterschätzte Gefahr einer Sepsis

In Deutschland erkranken laut Robert Koch-Institut jährlich mindestens 230.000 Menschen an einer Sepsis, mindestens 85.000 sterben daran. Viele dieser Erkrankungen und Todesfälle könnten durch frühzeitige Erkennung verhindert werden. Eine Sepsis ist keine harmlose Blutvergiftung, sondern eine Fehlreaktion des Körpers auf eine Infektion, bei der Gewebe und Organe angegriffen werden. Die Warnzeichen gleichen denen eines schweren Infekts, hinzu kommt häufig Verwirrtheit.

"Wissen stärken. Sepsis erkennen. Leben retten." Unter diesem Leitspruch setzt sich die Fritz-Wepper-Stiftung für Aufklärung ein und hält zugleich die Erinnerung an den Schauspieler lebendig.

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