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Mit Sonnenbrille, Anzug und Blitzdings

"Men in Black 2" und Co.: Darum begeistert die Filmreihe noch heute

Aktualisiert:

von Antje Wessels

Lara Flynn Boyle, Will Smith und Tommy Lee Jones (hinten) stehen im Zentrum der Handlung von "Men in Black 2".

Bild: Allstar


Vier Teile, eine Serie und schon ganz bald ein neues Kinoabenteuer: Die "Men in Black"-Filme begeistert Fans seit Jahrzehnten. Doch warum eigentlich? Kino-Expertin Antje Wessels hat den Hype um die Sci-Fi-Saga genauer beleuchtet und verrÀt, was zum geplanten Reboot bekannt ist.

Am 1. Juni lÀuft "Men in Black 2" zur Primetime bei Kabel Eins


Seit den spĂ€ten Neunzigern verbinden die "Men in Black" Science-Fiction, Action und Humor zu einer eigenstĂ€ndigen Popkultur-Marke. Mit einer Mischung aus Agenten-Vibes, außerirdischem Alltag und lakonischem Witz hat die Reihe nicht nur ikonische Figuren und Bilder hervorgebracht. DarĂŒber hinaus hat sie den Blick darauf geprĂ€gt, wie Mainstream-Kino das Fantastische in die moderne Welt einbettet. Hinter Sonnenbrillen und schwarzen AnzĂŒgen verbirgt sich dabei mehr als nur Effektkino. Ein Ansatz, der die Filme bis heute erinnerungswĂŒrdig macht und den Grundton fĂŒr alles Weitere in der Saga setzt.

Von "Men in Black" bis "Men in Black: International"

Die "Men in Black"-Filme erzĂ€hlen von einer geheimen Organisation, die auf der Erde lebende Außerirdische ĂŒberwacht und das Wissen der Menschheit ĂŒber deren Existenz kontrolliert. Im ersten Film wird der Polizist James Edwards (Will Smith) rekrutiert und dem erfahrenden Agenten Kevin Brown (Tommy Lee Jones) an die Seite gestellt. Als Agent J und Agent K werden sie beauftragt, eine außerirdische Bedrohung abzuwehren, die die Tarnung der Galaxie auf der Erde gefĂ€hrdet.

In den Fortsetzungen wird dieses Grundkonzept erweitert: Agent J muss die Erinnerung von Agent K wiederherstellen, um eine neue intergalaktische Gefahr zu stoppen. SpĂ€ter reist er sogar in die Vergangenheit, um den Lauf der Geschichte zu korrigieren und das Fortbestehen der Men in Black zu sichern. Das 2019 erschienene Spin-Off "Men in Black: International" verlagert den Fokus schließlich auf ein globales Netzwerk der Organisation und neue Agenten, die einer Bedrohung nachgehen, die aus den eigenen Reihen zu stammen scheint.

Über alle Filme hinweg verbindet die Saga abgeschlossene Bedrohungsszenarien mit der fortlaufenden Frage, wie Ordnung im kosmischen Chaos bewahrt werden kann - und welchen Preis Geheimhaltung, LoyalitĂ€t und Vergessen dafĂŒr haben.

Will Smith im ikonischen "Men in Black"-Look

Wurde bereits fĂŒr den neuen "Men in Black"-Film angefragt: Will Smith.

Bild: Mary Evans


Die Bildsprache der "Men in Black"-Filme

Die Optik der "Men in Black"-Reihe ist geprĂ€gt von strenger Reduktion und klaren visuellen Kontrasten. Zentrales Motiv sind die schwarzen AnzĂŒge mit weißem Hemd, schwarzer Krawatte und dunkler Sonnenbrille, die UniformitĂ€t, AnonymitĂ€t und AutoritĂ€t zugleich vermitteln. Diese Kleidung macht die Agenten zu funktionalen Figuren, die weniger als Individuen, denn als Teil eines Systems erscheinen.

Der visuelle Stil verbindet sterile, bĂŒrokratische RĂ€ume mit futuristischer Technologie. Schlichte BĂŒros, unterirdische Hauptquartiere und nĂŒchterne Architektur stehen im Kontrast zu organischen, oft grotesken Alien-Designs. Wiederkehrende Requisiten wie der Neuralyzer, futuristische Waffen oder unscheinbar wirkende Hightech-GegenstĂ€nde unterstreichen die Idee, dass das Außergewöhnliche im AlltĂ€glichen verborgen liegt. Farblich dominieren Schwarz, Weiß und Grau, gelegentlich durchbrochen von grellen Alien-Farben, was den Kontrast zwischen Ordnung und Chaos verstĂ€rkt. Insgesamt entsteht eine Bildsprache, die Coolness, Geheimhaltung und Ironie vereint und die Men in Black sofort als visuell geschlossenes, ikonisches Filmuniversum erkennbar macht.

Wissen Sie, was der Unterschied zwischen uns beiden ist? Bei mir sieht das Outfit cool aus.

Agent Jay in "Men in Black"

Der Kult um die "Men in Black", ĂŒber die Filme hinaus

Mit ihrem klaren Konzept, dem zugĂ€nglichen Humor und den markanten Figuren wurden die "Men in Black"-Filme zu Klassikern. Bis heute sind die Sci-Fi-Abenteuer weit ĂŒber die Filme hinaus bekannt und beliebt. Der trockene Witz, die lakonische Haltung der Agenten und die konsequente Geheimhaltungslogik schufen eine eigene TonalitĂ€t, die sich leicht zitieren und wiedererkennen lĂ€sst. Diese PopularitĂ€t ermöglichte eine Ausweitung der Marke ĂŒber die Kinofilme hinaus. Besonders prĂ€gend war die animierte "Men in Black"-Fernsehserie, die Ende der Neunzigerjahre das Universum vertiefte und im Stil der Filme neue FĂ€lle erzĂ€hlte. Hinzu kamen Videospiele, Comics, Merchandise und musikalische BezĂŒge, die die Figuren und Motive im kollektiven GedĂ€chtnis verankerten. Durch diese mediale PrĂ€senz wurde "Men in Black" weniger als abgeschlossene Filmreihe wahrgenommen, sondern als fortlaufendes Popkultur-PhĂ€nomen, dessen Grundidee - eine geheime Ordnung hinter der sichtbaren Welt - immer wieder neu aufgegriffen, variiert und an unterschiedliche Medien angepasst werden konnte.

Fortsetzung gefÀllig?

Klickt euch hier zu "Men in Black II"

"Men in Black" zurĂŒck im Kino: Was wir schon ĂŒber den neuen Film wissen

Sony Pictures hat offiziell die Arbeit an einem neuen "Men in Black"-Kinofilm bestĂ€tigt. FĂŒr das Drehbuch wurde der "Bad Boys for Life"-Autor Chris Bremner verpflichtet, der die nĂ€chste Geschichte der Sci-Fi-Comedy-Reihe ausarbeiten soll. Regisseur und Besetzung stehen bislang noch nicht fest. Auch konkrete Handlungsdetails wurden offiziell noch nicht bekanntgegeben.

Ein zentrales GesprĂ€chsthema ist die mögliche RĂŒckkehr von Will Smith als Agent J: Sony plant, ihm den fertigen Drehbuchentwurf als einem der ersten zu zeigen - in der Hoffnung, dass er seine ikonische Rolle erneut ĂŒbernimmt. Ob als Hauptfigur oder in einer anderen Funktion ist noch offen. Smith selbst ist noch nicht offiziell verpflichtet. Seine Entscheidung hĂ€ngt offenbar davon ab, ob ihm das Skript zusagt.  Da das Projekt sich noch in einer sehr frĂŒhen Phase befindet, sind Starttermin, der weitere Cast und Produktionsdetails derzeit unklar. Aber die Initiative zeigt Sonys Interesse, die bekannte Franchise-Reihe mit frischen Ideen und möglicherweise alten Stars weiterzufĂŒhren.


Film-Highlight mit Tommy Lee Jones:



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