zur Joyn Startseite

Der Mut kam mit den Rollen

"Die Hausmeisterin"-Star Ilse Neubauer: So lebt die Schauspielerin heute

Veröffentlicht:

von C3 Newsroom

Ilse Neubauer wurde mit "Die Hausmeisterin" einem Millionenpublikum bekannt. Bis heute arbeitet sie als Schauspielerin und Sprecherin.

Bild: pictureteam


Als "Ilse-Hasi" schrieb Ilse Neubauer Fernsehgeschichte. Inzwischen blickt die Schauspielerin auf ein bewegtes Leben zurück - geprägt von großen Erfolgen, einer berühmten Serie und ganz persönlichen Entscheidungen.

Der Erfolg von "Die Hausmeisterin" machte aus Ilse Neubauer eine der bekanntesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Als "Ilse-Hasi" wurde sie zur Kultfigur des deutschen Fernsehens und begeisterte ein Millionenpublikum. Auf diese Rolle ließ sie sich jedoch nie festlegen: Sie spielte weiter, arbeitete als Sprecherin und blieb über Jahrzehnte präsent.


"Die Hausmeisterin" dienstags um 20:15 Uhr


Vom schüchternen Mädchen zur TV-Legende

Ilse Neubauer zählt zu den bekanntesten Volksschauspielerinnen Bayerns. Dabei schien eine Karriere auf der Bühne zunächst alles andere als wahrscheinlich. Als junge Frau war sie so schüchtern, dass sie sich bei Theaterproben immer weiter nach hinten schlich - bis sie schließlich fast hinter den Kulissen verschwand.

Erst die Förderung durch ihren Sprechlehrer Fritz Strassner beim Bayerischen Rundfunk gab ihr das nötige Selbstvertrauen. Nach ihrer Schauspielausbildung folgten erste Engagements am Theater, bevor sie über den Bayerischen Rundfunk ihren Weg ins Fernsehen fand.

"Die Hausmeisterin" prägte ihr Image

Den endgültigen Durchbruch schaffte Ilse Neubauer in den 1980er-Jahren mit der BR-Kultserie "Die Hausmeisterin". Als Ilse Kugler - von allen nur "Ilse-Hasi" genannt - spielte sie an der Seite von Helmut Fischer und Veronika Fitz eine Figur, die bis heute vielen Zuschauer:innen in Erinnerung geblieben ist. Anfangs war ihre Rolle allerdings nicht besonders beliebt. In den BR-Geschichten erinnert sie sich:

Erst haben mich die Leute gehasst.

Ilse Neubauer

Sie ergänzt: "Da hieß es, ich sei die Alexis von Haidhausen, weil der Fischer die wunderbare Fitz verlassen und dann diese blöde Kuh geheiratet hat [...]. Es hat einige Folgen gedauert, bis die Leute gemerkt haben, dass er 'Ilse-Hasi' genauso betrügt wie seine erste Frau, und dann hat man mich mehr geliebt." Die Figur entwickelte sich zu einer der bekanntesten Serienrollen des Bayerischen Rundfunks.


Was gibt's Neues auf Joyn? Hier erfährst du alles auf einen Blick

Blitzschnell informiert! Gerade frisch auf Facebook, Instagram, TikTok, YouTube, X und unserer "Behind The Screens"-Seite geteilt - schon in deinem Feed. Das ist unser Joyn-Profil auf Google.


Auch der "Pumuckl" gehört zu ihrer Geschichte

Ilse Neubauer prägte aber noch zahlreiche weitere Kultproduktionen. Viele kennen sie aus "Meister Eder und sein Pumuckl", wo sie bereits Anfang der 1980er-Jahre mitwirkte. Auch als Mutter von Anna Pelzer in der ZDF-Weihnachtsserie "Anna" war sie zu sehen.

Eine besondere Überraschung folgte Jahrzehnte später: 2023 kehrte sie in "Neue Geschichten vom Pumuckl" als Frau Stürtzlinger zurück. Damit ist sie die einzige Darstellerin aus der Originalserie, die ihre frühere Rolle erneut übernahm.

Privat ging sie ihren ganz eigenen Weg

Mit einem bekannten Journalisten bekam Ilse Neubauer ihren Sohn, den heutigen Fotografen Andreas Neubauer. Geheiratet hat die Schauspielerin jedoch nie. Nach dem Ende der Beziehung zog sie ihren Sohn allein groß und finanzierte den Lebensunterhalt unter anderem mit ihrer Arbeit als Sprecherin beim Bayerischen Rundfunk. An Ruhestand denkt die Schauspielerin bis heute nicht.

Noch immer arbeitet sie regelmäßig als Sprecherin für den Bayerischen Rundfunk und steht gelegentlich vor der Kamera. Außerdem engagiert sie sich in ihrer Münchner Galerie "Schauraum 1899", in der sie vor allem junge Künstler:innen unterstützt. Ihr Zuhause mit Garten mitten in München ist für sie der perfekte Ort, um neue Kraft zu tanken. Gleichzeitig bleibt sie gesellschaftlich interessiert und setzt sich seit vielen Jahren für Gleichberechtigung ein.

Mehr entdecken