TV-Comeback
Michael Schanze meldet sich nach 93 Kilo Gewichtsverlust im Fernsehen zurück
Aktualisiert:
von Julia W.Moderator Michael Schanze meldet sich im TV zurück.
Bild: Imago Images / Klaus W. Schmidt
Nach 13 Jahren fernab der Kameras sitzt Michael Schanze wieder in einer Talkshow. Im "Kölner Treff" erzählt der frühere Showstar von seinem Absturz – und wie er den Wendepunkt schaffte.
Michael Schanze war einst eine feste Größe im deutschen Fernsehen: In den 1970er- und 1980er-Jahren gehörte er zu den bekanntesten Showmastern des Landes, moderierte große Samstagabendformate wie den "Flitterabend" und prägte Kindersendungen wie "Kinderquatsch". Lange Zeit war es ruhig um den Moderator geworden - bis jetzt.
Am Freitagabend kehrt der heute 79-Jährige nun erstmals seit 13 Jahren ins Fernsehen zurück – als Gast in der WDR-Talkshow "Kölner Treff". Trotz der langen Pause wirkt Schanze, als sei die Bühne nie ganz aus ihm verschwunden. "Ich war tatsächlich ein bisschen nervös", sagt er laut "Focus". "Aber wenn man dann reinkommt und die Lichter gehen an, dann fühlt es sich doch sehr vertraut an. Dafür habe ich es aber auch den größten Teil meines Lebens gemacht."
"Kölner Treff": Immer freitags nach 22 Uhr im WDR
Nach Skiunfall nahm er massiv zu
Schanze spricht in der Sendung auch über einen drastischen Einschnitt: seinen massiven Gewichtsverlust. Vor zwei Jahren wog er nach eigenen Angaben noch 198 Kilogramm. Ausgelöst wurde die Entwicklung durch einen Skiunfall, nach dem er sich kaum noch bewegen konnte.
Das war dann ein Teufelskreis. Ich aß immer mehr. Irgendwann hatte ich 198 Kilo.
Der Entertainer stellte seine Ernährung um und nutzte eine Abnehmspritze. Innerhalb kurzer Zeit verlor er 93 Kilogramm und nähert sich inzwischen seinem Idealgewicht. Schanze beschreibt den Unterschied mit einem Satz: "Wenn ich mir jetzt die Schuhe zubinde, muss ich nicht mehr darüber nachdenken, was ich noch alles erledigen könnte, wo ich schon mal unten bin."
So haben viele Michael Schanze (M.) noch in Erinnerung. (Bild: 1998)
Bild: imago images/United Archives
Schanze über Erfolg: "Habe mir nie etwas darauf eingebildet"
Auch auf seine Karriere blickt die Showmaster-Legende zurück. Er habe sich nie auf Ruhm und Erfolg ausgeruht. "Ich habe mir nie etwas darauf eingebildet", erklärt er. "Ich habe viel gearbeitet und viel gelernt. Und als man mir dann meine erste Samstagabendshow anbot, hatte ich schon ein bisschen was im Ärmel, was ich da rausschütteln konnte."
Dass er neben großen Unterhaltungsshows auch Kinderformate moderierte, führt er auf seine früheren Erfahrungen aus dem Sportverein zurück, wo er Kindern Unterricht gab. "Am Donnerstagabend habe ich Turnunterricht für die Zwergerle gegeben, und dafür nahmen mich die Leute vom Verein am Samstag mit zum Skifahren. Das hätte sich meine Mutter nicht leisten können", sagt Schanze.
"1, 2 oder 3" immer sonntags im ZDF um 8:35 Uhr
Schicksalsschlag belastete seine Kindheit
Privat erlebte Schanze jedoch früh einen tiefen Einschnitt. Seine Kindheit sei zunächst schön gewesen – bis sein Vater Suizid beging. Michael Schanze war damals neun Jahre alt. Kurz darauf kam er ins Internat.
Eine schwere Zeit, in der ihm vor allem die Musik Halt gab. Er sang im Windsbacher Knabenchor – eine Erfahrung, die ihn musikalisch prägte. "Das war der Grund, warum ich dann später nicht so auf Mick Jagger abfuhr", sagt er. "Meins waren die Beach Boys mit ihrem Satzgesang."
Auch heute ist Schanze weiterhin kreativ. In seinem Zuhause in Tutzing komponiert er noch immer Musik und setzt sich ans Klavier, um Melodien aus Schlager und Musical zu spielen.
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