"Pferde-Fresse" und Bikini-Foto
Mobbing-Beichten bei "Beauty & The Nerd": Beautys zeigen verletzliche Seite
Aktualisiert:
von Nicholas VogelBeauty & The Nerd
"Meine Mutter war ein Messie": Schockierende Beichte sorgt für Tränen
Videoclip • 16:05 Min • Ab 12
Bei "Beauty & The Nerd" wird es in Folge 3 besonders emotional: Angelo, Vanessa, Mareike und Jennifer sprechen offen über schmerzhafte Erfahrungen.
Neun Schönheiten, acht schüchterne Einzelgänger:innen und ein Preisgeld von 50.000 Euro: In Staffel 7 von "Beauty & The Nerd" müssen die ungleichen Teams gemeinsam knifflige Challenges meistern.
Beauty & The Nerd
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In "Beauty & The Nerd" wagen sich die Nerds aus ihrer Komfortzone und lernen die für sie bislang fremde Welt der Beautys kennen. Doch nur wer als Team überzeugt, darf weiter vom Sieg, 50.000 Euro Preisgeld und einem Umstyling träumen.
In Folge 3 rückt der Wettbewerb jedoch kurz in den Hintergrund, als die Teilnehmer:innen über persönliche Mobbing-Erfahrungen sprechen.
Beauty-Mann Angelo Carlucci stößt das Gespräch an und erzählt zunächst von seinen eigenen Erlebnissen. Auch Vanessa Schmitt, Mareike Beluga und Jennifer Degenhart öffnen sich - und geben ungewohnt persönliche Einblicke.
Angelo Carlucci: "Wurde immer als 'Pferde-Fresse' bezeichnet"
Male-Beauty Angelo Carlucci eröffnet die Gesprächsrunde mit einer heiklen Geschichte. Als Kind habe er unter seinen Zähnen und seinem großen Mund gelitten. In seiner Heimatstadt sei er deshalb als "Pferde-Fresse" bezeichnet worden. "Ich hatte es nicht immer leicht", erzählt der 37-jährige Influencer aus Köln. Aus Angst vor den Blicken und Kommentaren anderer sei er sogar zu Fuß zur Schule gegangen: "Ich hab mich nicht getraut, in den Bus zu steigen."
Auch Vanessa Schmitt berichtet von einem Erlebnis, das sie bis heute beschäftigt. Kurz vor ihrem Abitur seien Bikini-Fotos von ihr verbreitet worden. Die Situation habe die heute 30-Jährige so belastet, dass sie unter Tränen verrät: "Ich hab wegen dieser Sche*ß-Nummer nicht mein Abitur geschafft."
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Mareike Beluga: "Diggah, ich sah aus wie ein Astronaut!"
Ein Foto aus ihrer Schulzeit setzte Ex-GNTM-Kandidatin Mareike Beluga lange zu. Damals trug sie eine Spange, die um ihren Kopf führte. Besonders verletzt habe sie, dass ausgerechnet eine ihrer besten Freundinnen das Bild öffentlich aufgehängt habe. "Meine Mama weiß es nicht einmal", verrät Mareike.
Heute kann sie mit Galgenhumor auf ihren damaligen Look zurückblicken: "Diggah, ich sah aus wie ein Astronaut!"
Auch Reality-Star Jennifer Degenhart erinnert sich an ihre schwere Schulzeit. Sie sei damals "schon immer gehänselt" worden. Gleichzeitig habe sie gelernt, ihre Gefühle nicht zu teilen: "Schwäche zu zeigen in meiner Familie? Geht nicht!"
Weitere Kandidat:innen öffnen sich
Durch das offene Gespräch wird deutlich, dass hinter der selbstbewussten Fassade der Beautys ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Ausgrenzung und Verletzungen stehen. Auch Tara Tabitha berichtet von ihrer bewegenden Kindheit.
Gino Bormann sprach zu Beginn der Staffel über seine schwierige Schulzeit, während Jessica Zemer in Folge 1 bereits eine tragische Familiengeschichte offenbarte.
Das raten die Beautys Mobbing-Opfern
In Gesprächen mit den Beautys wird eine Botschaft besonders deutlich: Du bist nicht das Problem - und du musst da nicht allein durch.
Vanessa Schmitt, Jessica Zemer, Vanessa Grassl und Pegah Parastar raten Betroffenen, sich einer Vertrauensperson anzuvertrauen, Unterstützung zu suchen und Mobbing niemals hinzunehmen. Auch Zuschauer:innen seien gefragt, Haltung zu zeigen: "Freundlichkeit kostet nichts, kann aber für jemanden alles bedeuten", betont Pegah.
Mareike Beluga und Gino Bormann empfehlen außerdem, sich mit Menschen aus der eigenen Community zu vernetzen und sich nicht von den Urteilen anderer den eigenen Wert diktieren zu lassen.
Jennifer Degenhart, die selbst gemobbt wurde, habe gelernt, stärker auf sich und ihr Bauchgefühl zu hören: "Ich bin gut genug", sagt sie. Ihr Rat an Betroffene: an sich glauben, sich nicht kleinmachen lassen und den eigenen Weg gehen, auch wenn andere ihn zunächst belächeln.
Die Botschaft der Beautys ist klar: Wer Mobbing erlebt, sollte sich Hilfe holen, darüber sprechen und sich nicht einreden lassen, weniger wert zu sein.
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