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Er spricht offen über seine Familie

"Bergdoktor"-Star Hans Sigl blickt kritisch auf seine Vaterrolle: "Viel gearbeitet"

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von C3 Newsroom

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"Der Bergdoktor": Diese Stars haben die Serie verlassen

Videoclip • 01:08 Min • Ab 12


Seit fast zwei Jahrzehnten steht Hans Sigl als "Bergdoktor" vor der Kamera. Doch während der Schauspieler beruflich große Erfolge feiert, fragt er sich, wie seine Kinder auf ihre gemeinsame Zeit zurückblicken. In einem Interview spricht der 57-Jährige überraschend offen über seine Rolle als Vater und darüber, was er möglicherweise versäumt hat.

Hans Sigl gehört seit Jahren zu den beliebtesten TV-Stars Deutschlands. Doch der Erfolg als Schauspieler hat möglicherweise auch seinen Preis. Im Interview mit der Zeitschrift "Stern" spricht der "Bergdoktor"-Darsteller darüber, wie er seine eigene Vaterrolle einschätzt - und warum seine Kinder das womöglich ganz anders sehen. Auf die Frage, ob er ein guter und präsenter Vater gewesen sei, antwortet Sigl zunächst mit einer ordentlichen Portion Selbstironie:

In meiner Welt war ich grandios und sensationell.

Hans Sigl

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Doch dann wird der Schauspieler nachdenklicher. Denn ihm ist bewusst, dass seine Kinder möglicherweise eine andere Erinnerung an ihre Kindheit haben.

Die anderen werden wahrscheinlich sagen: 'Du hast viel gearbeitet, manchmal warst du nicht da.'

Hans Sigl

Tatsächlich ist Sigl seit Jahrzehnten als Schauspieler erfolgreich. Besonders seine Rolle als Dr. Martin Gruber in der ZDF-Serie "Der Bergdoktor" verlangt ihm regelmäßig lange Drehtage ab.

Ob seine Kinder ihm seine beruflich bedingte Abwesenheit tatsächlich vorwerfen, weiß er allerdings nicht. Für den 57-Jährigen steht vielmehr fest, dass Eltern auch unangenehme Rückmeldungen ihrer Kinder akzeptieren müssen.


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"Bergdoktor"-Star Hans Sigl: So wollte er als Vater sein

Dabei hatte Sigl durchaus klare Vorstellungen davon, wie er seine Kinder erziehen wollte. "Ein lustiger, kein strenger, traditioneller Vater", erklärt er im Gespräch. Und zumindest in dieser Hinsicht glaubt der Schauspieler, sein Ziel erreicht zu haben. Aus einer früheren Beziehung mit Schauspielerin Katja Keller hat Sigl einen Sohn, der 2002 geboren wurde. Seine Ehefrau Susanne brachte zwei weitere Söhne mit in die Ehe. Gemeinsam bilden sie eine Patchwork-Familie.

Wie viel Freude ihm die gemeinsame Zeit mit den Kindern bereitet hat, wurde ihm erst kürzlich wieder bewusst. Beim Durchstöbern alter Aufnahmen entdeckte er Tonaufzeichnungen, auf denen er vor rund 15 Jahren mit den Jungen das Lesen übte. Beim Anhören der Kinderstimmen erinnerte er sich an die vielen lustigen Momente von damals.


Hans Sigl über seine erwachsenen Kinder: "Nicht aufhören, miteinander zu reden"

Inzwischen sind alle drei Söhne erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Trotzdem kommen sie weiterhin gern nach Hause - etwas, was Sigl besonders schätzt. Für ihn bedeutet Familienglück nicht, ständig gemeinsam etwas unternehmen zu müssen. Schon die Stimmen seiner Kinder aus einem anderen Zimmer geben ihm ein Gefühl von Geborgenheit.

Auch bei der Erziehung setzte der Schauspieler vor allem auf Freiheit. Seine wichtigste Frage an die Kinder sei stets gewesen: "Bist du glücklich?" Dass Eltern und Kinder ihre gemeinsame Vergangenheit unterschiedlich wahrnehmen können, gehört für ihn dazu. Entscheidend sei, die Sichtweise des anderen ernst zu nehmen und auch Kritik zuzulassen. Sein wichtigster Appell richtet sich deshalb nicht nur an andere Eltern, sondern auch an sich selbst:

Nicht aufhören, miteinander zu reden. Niemals.

Hans Sigl

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