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Offener Umgang

So bereitet sich "Bergdoktor"-Star Monika Baumgartner auf den Tod vor

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Schauspielerin Monika Baumgartner blickt in Interviews reflektiert auf die Vergänglichkeit des Lebens.

Bild: picture alliance / SvenSimon | VolkerEssler/SVEN SIMON


Seit fast fünf Jahrzehnten steht Monika Baumgartner vor der Kamera - zuletzt als Familienmutter Lisbeth in der ZDF-Erfolgsserie "Der Bergdoktor". Doch nicht nur in der Serie beschäftigt die 74-Jährige das Thema Tod. Ein Gespräch über Vorsorge, Abschiede und die Frage, wie viel Zeit noch bleibt.


Schock bei "Der Bergdoktor": Elisabeth Gruber wählt ihren Sarg - droht der Serienabschied?

Als Elisabeth Gruber in der 19. Staffel von "Der Bergdoktor" einen Sarg aussucht, läuten bei Fans sofort die Alarmglocken. Steht das Serien-Aus der beliebten "Bergdoktor"-Figur kurz bevor? Die Sorge ist verständlich - schon am Ende der 16. Staffel schwebte sie in Lebensgefahr. Doch es gibt vorerst Entwarnung: Monika Baumgartner ist kerngesund, und zumindest in der 20. Staffel wird sie nach eigenen Angaben weiterhin dabei sein. Der Zeitschrift "Die 2" sagte sie, sie wolle "so lange es geht" Teil der Serie bleiben. Was die Szene jedoch zeigt: Fiktion und Realität liegen manchmal näher beieinander, als es zunächst scheint.

Denn auch im echten Leben hat sich Monika Baumgartner mit dem Thema auseinandergesetzt - und dabei sehr pragmatische Konsequenzen gezogen. "Ich habe jetzt meinen Sarg noch nicht ausgesucht und bestellt, so weit bin ich nicht. Aber ich habe schon vor langer Zeit Vorsorgevollmachten für meine Schwester und meinen Partner geschrieben", erklärte sie dem Magazin "Auf einen Blick". Der Grund: Sie habe bei anderen Menschen miterlebt, welche Schwierigkeiten entstehen können, wenn solche Regelungen fehlen. Ein nüchterner, aber vorausschauender Schritt - und einer, den viele Menschen trotz aller Vernunft vor sich herschieben.

"Der Tod ist allgegenwärtig": Warum sich Monika Baumgartner mit Vergänglichkeit auseinandersetzt

Dass die 74-jährige Schauspielerin dem Thema Tod nicht ausweicht, hat auch persönliche Gründe. Fast 50 Jahre Schauspielkarriere bedeuten zwangsläufig, einige Weggefährtinnen und Weggefährten zu verlieren. Im Gespräch mit "t-online" bringt sie es so auf den Punkt: "Die Einschläge kommen näher - viele wunderbare Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich jahrelang gearbeitet habe, sind nicht mehr da."

Je älter man wird, desto mehr wird einem die eigene Endlichkeit klar.

Monika Baumgartner

Kurz vor ihrem 75. Geburtstag im Juli findet sie es nur folgerichtig, sich diesen Fragen zu stellen. "Da ist es logisch, dass man sich damit beschäftigt", sagt sie in dem Interview. Auch im Privaten begegnet Baumgartner der Vergänglichkeit immer wieder. So berichtet sie weiter, vor einiger Zeit ihre Katze einschläfern lassen zu haben, die sie 15 Jahre lang begleitet hatte. "Der Tod ist allgegenwärtig", sagt sie - und "Das war furchtbar."

Besonders prägend war jedoch der Abschied von ihrer Mutter, die 2022 im hohen Alter starb. Vor ihrem Tod war sie pflegebedürftig, und ihre letzten Tage seien für die Schauspielerin eine emotionale Belastung gewesen. Ihrer Mutter gegenüber habe sie erlebt, dass diese sich das Sterben gewünscht habe. Letztlich müsse man es annehmen, "dass ein Mensch gehen mag, auch wenn es wehtut", sagt Monika Baumgartner gegenüber der "Neuen Woche".


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