Neue Besetzung im Spin-off
Was mich an dem "neuen" Connor aus "Georgie & Mandy" so stört
Veröffentlicht:
von Edwin B.Der erste Connor wurde von Joseph Apollonio (l.) gespielt. Sitcom-Fan Edwin (M.) ist von Nachfolger Dougie Baldwin (r.) noch nicht überzeugt.
Bild: Warner Bros. Entertainment GmbH, IMAGO / Everett Collection, Joyn/Edwin Bauer
Was ist bitte nach "Young Sheldon" mit Connor passiert? Redakteur Edwin versteht nicht warum die Rolle umgeschrieben wurde. Er zieht den Vergleich.
Ich bin ein "The Big Bang Theory"-Fan und hab es schon damals immer nach der Schule auf ProSieben geschaut. Als dann "Young Sheldon" rauskam, war für mich klar: Das muss ich mir auch geben, auch bei "Georgie & Mandy" war ich Feuer und Flamme. Da ist es selbstverständlich, dass ich bei so vielen Schauspieler:innen, Charakteren und Spin-offs schon verstehen kann, dass die ein oder andere Rolle umbesetzt und auch umgeschrieben wurde. Trotzdem habe ich als Fan eine Meinung, die womöglich nicht die Community widerspiegelt.
Apollonio-Connor vs. Baldwin-Connor
Besonders aufmerksamen Fans der Serie "Young Sheldon", die mit dem neuen Spin-off "Georgie and Mandy" angefangen haben, ist bestimmt schon aufgefallen, dass ihr Bruder Connor … anders geworden ist.
Seine ganze Rolle bestand darin, der etwas schräge Bruder von Mandy - gespielt von Emily Osment - zu sein. Bei seinem Sheldon-Debüt widerspricht er all dem, was ein:e konservative:r Texaner:in als "normal" empfindet. Aus der Sicht der Zuschauenden wirkt der Connor, der damals Joseph Apollonio spielte, einfach wie ein alternativer junger Mann: sein Pulli, die Ohrringe und sein Interesse an Kunst.
Als Zuschauer:in sieht man, wie krass sich die Sichtweise auf alternative Lebensentwürfe mittlerweile geändert hat. Die Serie spielt schließlich in den 80er- und 90er-Jahren. Damals wurde ein exzentrischer und nicht so maskuliner Connor schnell als "komisch" abgestempelt. Wenn ihr mich fragt, hätte diese Version von Connor bleiben können.
Was fand ich am alten Connor so cool?
In der einen Folge, in der man ihn zum ersten Mal sieht, kommt er mit einem langärmeligen Pulli, Ohrringen und Farbe auf seinen Fingern in den Raum. Als Georgie - gespielt von Montana Jordan - ihm die Hand gibt, bleibt der Pulli über seine Hand gezogen. Die Farbe bleibt nicht unbemerkt: "Oh, du hast da Farbkleckse, renovierst du was zu Hause?" "Ich bin Maler", antwortet Connor. "Ja, ja, er ist immer nur in dem Zimmer und malt irgendwas, aber den Zaun streicht er mir nicht", wirft sein Vater Jim ein. Man merkt direkt: In diese Männerrunde passt er nicht. Ich würde liebend gern mit ihm malen, und ich kann mich auch mit ihm identifizieren.
Er wirkt eher kühl, als hätte er diese Sprüche schon tausendmal gehört. Der einzige Maler, der Georgie in dem Moment überhaupt einfällt, ist Bob Ross - so wenig Bezug haben die Männer zur Kunst. Und dann der größte Schocker: Er ist Vegetarier, und das ausgerechnet im BBQ-Bundesstaat. Von Football hat er auch keine Ahnung, er hört lieber "The Smiths". Wieder finde ich den Vergleich mit damals so spannend. Für diese Zeit wirkt er total durchgeknallt. Heute wäre er dagegen einer von vielen.
Ich verstehe auch nicht, warum sie ihn von einem Maler zum Musiker gemacht haben. Naja egal - beide sind arbeitslos. Abschließend Jims Worte zu Connor: "Oh ja, er ist ein netter Junge von einem anderen Planeten."
Hier siehst du den "neuen" Connor zum ersten Mal!
Schriller als Sheldon?
Und der Connor aus "Georgie and Mandy"? Der ist für alle crazy - auch für heutige Zuschauer:innen. Er isst alleine auf der Küchenzeile, während die Familie sich am Tisch versammelt. Dazu hat der Musik-Freak ein ganz anderes Erscheinungsbild.
Er trägt eine Brille hat ziemlich einfache Klamotten und zerzauste Haare. Bei seinem ersten Auftritt in "Georgie und Mandy" wirkt er schon fast so statisch wie Sheldon. Er kommt mit sozialen Interaktionen nicht so gut zurecht, wohnt auf dem Dachboden und macht sehr experimentelle Musik.
Ich kann verstehen, dass er wahrscheinlich für das Sitcom-Genre als "Comedic-Relief-Charakter" besser passt. Es ist nicht alles schlecht an ihm: Er hat einen Soft Spot, ist nicht so kühl wie der "Young Sheldon"-Connor und passt gerne als der spaßige Onkel auf Nichte CeeCee auf.
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Das Problem sind nicht die Schauspieler!
Auch wenn mir da die meisten User aus dem "Young Sheldon"-Subreddit widersprechen: Ich finde, man hätte ihn so lassen können. Ich möchte damit auch nicht die Schauspielkunst von Dougie Baldwin infrage stellen. Der kann die Rolle gerne so behalten. Mir geht es vielmehr darum, wie sie geschrieben ist: kühl, edgy und alternativ. Es wird doch sonst in der Serie auch immer mit dem konservativen Texaner-Stereotyp gespielt. Warum also nicht weiterhin so?
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