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Schauspieler im Porträt

Ernst Stötzner früher: So sah der "Helen Dorn"-Star vor fast 30 Jahren aus

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Schauspieler Ernst Stötzner bei einem Auftritt im Rahmen der Berlinale 2026 in Berlin.

Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Nicole Kubelka


Seit über einem Jahrzehnt ist Ernst Stötzner als Richard Dorn in der ZDF-Krimireihe "Helen Dorn" zu sehen. Doch seine Karriere vor der Kamera reicht deutlich weiter zurück. Ein Blick auf frühere Rollen zeigt, wie sehr sich sein Auftreten über die Jahre veränderte.

"Helen Dorn" dienstags um 20:15 Uhr im ZDFneo-Livestream auf Joyn

Das Fernsehpublikum kennt Ernst Stötzner heute vor allem aus der ZDF-Krimireihe "Helen Dorn" als nahbaren und verlässlichen Vater Richard Dorn. Dass seine Karriere vor der Kamera bereits in den 1990er-Jahren Fahrt aufnahm, zeigt ein Blick auf seine frühen Fernsehauftritte - mit Rollen, die mit dem fürsorglichen Vater der Ermittlerin wenig gemeinsam haben.

Ernst Stötzner vor 28 Jahren: Seine Rolle in "Ein Mord für Quandt"

In der SAT.1-Krimiserie "Ein Mord für Quandt" übernahm Ernst Stötzner 1998 die Rolle des Paul Arnheim. In der Episode "Ein braver Hund" wird Arnheims Bruder Peter, ein Unternehmer, ermordet. Kommissar Quandt stößt dabei auf ein mögliches Motiv: Paul ist in seine Schwägerin verliebt. Dennoch bringt ihn diese Spur bei den Ermittlungen zunächst nicht weiter.

Die Rolle zeigt Stötzner in einer frühen Fernsehproduktion - und damit in einem anderen Umfeld als heute. Während er einem breiten Publikum inzwischen etwa als Richard Dorn, Vater der Ermittlerin in "Helen Dorn", vertraut ist, begegnet einem hier ein deutlich jüngerer Ernst Stötzner in einer Kriminalgeschichte, in der seine Figur selbst ins Visier der Ermittler gerät.

Ernst Stötzner (l.) in einer frühen TV-Rolle als Paul Arnheim.

Bild: IMAGO / United Archives



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Ernst Stötzner: Vom Berliner Theaterensemble zu "Tatort", "Babylon Berlin" und "Helen Dorn"

Dass Ernst Stötzner in den 1990er-Jahren seltener in großen Fernsehproduktionen zu sehen war, lag an seiner damaligen Schwerpunktsetzung. Der 1952 in Frankfurt am Main geborene Schauspieler ließ sich dort an der Staatlichen Schauspielschule sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ausbilden. 1979 holte ihn Peter Stein ins Ensemble der Berliner Schaubühne, wo er unter anderem mit Luc Bondy, Robert Wilson und Klaus Michael Grüber zusammenarbeitete.

Weitere Stationen führten ihn ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg, ans Wiener Burgtheater sowie an die Schauspielhäuser in Zürich, Düsseldorf und Frankfurt - zuletzt ans Deutsche Theater Berlin, wo er 2007 für seine Darstellung des Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet wurde. Bereits 2002 war er als bester Schauspieler Nordrhein-Westfalens geehrt worden.

Erst ab Mitte der 2000er-Jahre nahm seine Präsenz vor der Kamera spürbar zu. Ein Blick in seine Filmografie zeigt heute eine breite Rollenpalette: Im "Tatort" war er mehrfach zu sehen, etwa als Pfarrer Fruhmann in der Münchner Folge "Allmächtig" (2013) oder als Chefarzt Professor Eisler in der Weimarer Episode "Der wüste Gobi" (2017).

Dazu kommen Kinorollen wie in François Ozons "Frantz" (2016) und Sönke Wortmanns Komödie "Contra", außerdem Auftritte in den Serien "Charité", "Das Boot" und "Babylon Berlin", wo er über mehrere Staffeln den Generalmajor Seegers spielte. Mit "Helen Dorn" verkörpert er inzwischen in rund zwei Dutzend Folgen eine seiner am längsten laufenden Fernsehfiguren.

Ernst Stötzner und Dörte Lyssewski: Das ist über ihre Ehe bekannt

Über sein Privatleben gibt sich der Schauspieler zurückhaltend und meidet die Öffentlichkeit abseits seiner Arbeit weitgehend. Bekannt ist, dass Ernst Stötzner mit der Schauspielerin Dörte Lyssewski verheiratet ist, die unter anderem seit 2009 dem Ensemble des Wiener Burgtheaters angehört und als deutsche Synchronstimme von Cate Blanchett bekannt ist. Laut einem "B.Z."-Interview aus Anlass seines Films "Opa wird Papa" hat das Paar zwei gemeinsame Kinder.

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