Folgen von "Brazilian Butt Lift"
Nach OP-Horror bei Gina Lisa-Lohfink: Experte schlägt Alarm
Aktualisiert:
von Lena MaierGina-Lisa Lohfink hatte zuletzt mit einigen gesundheitlichen Komplikationen zu kämpfen.
Bild: Joyn
Gina-Lisa Lohfinks Leidensweg nach einer verpfuschten Schönheits-OP nimmt kein Ende. Während sie um ihr Bein bangt, schlägt nun ein renommierter Experte Alarm: Er deckt die große Lüge hinter Permanent-Fillern auf und warnt vor den verheerenden Langzeitfolgen.
Seit ihrer Teilnahme an "Germany’s Next Topmodel" hat sich Gina-Lisa Lohfink so verändert wie vermutlich keine zweite Kandidatin jemals. Grund dafür sind nicht nur die 18 Jahre, die seit der Ausstrahlung vergangen sind. Die Reality-Persönlichkeit hat sich immer wieder unters Messer legen lassen und auch mit Fillern sowie Botox nicht gespart. Doch ein Eingriff im Sommer 2023 entwickelte sich zu einem Albtraum, der bis heute andauert und nun eine dramatische Wendung nimmt: Gina-Lisa bangt um ihr Bein.
Statt Traum-Po: Ein monatelanger Albtraum
Alles begann im Sommer 2023, als sich die 39-Jährige in der Türkei einem "Brazilian Butt Lift" unterzog - einer der gefährlichsten Schönheits-OPs überhaupt. Bei diesem Eingriff wird körpereigenes Fett abgesaugt und gezielt in das Gesäß injiziert. Doch statt sich über einen Traum-Po zu freuen, kämpfte Lohfink kurz darauf mit starken Schmerzen und hohem Fieber.
Eingespritztes Füllmaterial war aus dem Gesäß in ihre Beine gewandert und hatte dort schwere Entzündungen verursacht. Die Konsequenz: eine mehrstündige Not-OP in Deutschland, bei der Ärzt:innen entzündetes Gewebe entfernen mussten.
Trotz der enormen Belastung kämpfte sie sich tapfer durch die letzte Staffel von "Promis unter Palmen" und sprach bereits am Rande der Premiere über die schweren Monate: "Ich wundere mich manchmal selber, wie ich das alles mache, wie ich das schaffe, und dass ich immer noch auf den Beinen stehe."
Gina-Lisa Lohfink in Staffel 4 von "Promis unter Palmen"
"Ich habe Angst, mein Bein zu verlieren!"
Doch ihr Leidensweg ist noch lange nicht zu Ende. Wie sie nun gegenüber der "Bild" offenbarte, ist die Situation ernster als je zuvor. "Ich habe Angst, mein Bein zu verlieren!", so die 39-Jährige. "Ich habe Angst, dass Bakterien mein Bein von innen auffressen."
Erst vor fünf Wochen wurde Gina-Lisa erneut operiert, doch eine Besserung ist kaum in Sicht. "Aus meinem rechten Bein läuft wieder viel Eiter raus. Da ist ein Loch drin, in welchem noch Masse vom Aquafilling drin ist. Das ist auch für meine Ärzte, die wirklich top sind, eine richtige Herausforderung", berichtet sie.
Ihr Alltag besteht derzeit aus Behandlungen mit Antibiotika, Infusionen und Kortison. Ihre große Hoffnung: Bis zu ihrem 40. Geburtstag im September will sie wieder ganz fit sein.
Experte warnt: "Der Körper kann Kunststoffe nicht abbauen"
Der Fall von Gina-Lisa sorgt für Schlagzeilen und ruft Experten auf den Plan. In einer Pressemitteilung, die "Promiflash" vorliegt, ordnet der Düsseldorfer Dermatologe Dr. Afschin Fatemi die Situation medizinisch ein. Er macht deutlich, dass es sich bei den verwendeten Substanzen oft um eine tickende Zeitbombe handelt.
Dr. Fatemi erklärt, dass er regelmäßig Patient:innen behandelt, die sich Permanentfiller entfernen lassen, und warnt vor weitverbreiteten Falschinformationen: "Ich höre immer wieder, dass Betroffenen gesagt wurde, der Filler würde sich nach vier oder fünf Jahren von selbst abbauen. Das entspricht nicht der Realität. Der Körper kann solche permanenten Kunststoffe nicht eigenständig abbauen." Je länger man warte, desto schwieriger werde die Entfernung.
Sein dringender Appell lautet daher: "Patientinnen und Patienten sollten sich vor ästhetischen Eingriffen umfassend informieren und genau hinterfragen, welche Materialien verwendet werden. Gerade bei vermeintlich einfachen Schönheitsbehandlungen können Fehlentscheidungen Jahre später noch schwerwiegende Folgen haben."
Schock-Verdacht: Wurde sie gar nicht von einem Arzt operiert?
Neben den körperlichen Schmerzen quält sie ein schrecklicher Verdacht bezüglich der türkischen Klinik. Bereits vor Monaten äußerte sie Zweifel, nun bekräftigt sie diese: "Ich habe im Nachhinein herausgefunden, dass dort nicht einmal alle Ärzte echte Ärzte sind. Vielleicht hat mich jemand operiert, der gar kein Arzt war."
Obwohl Gina-Lisa Lohfink schon zahlreiche Eingriffe hinter sich hat, bereut sie diesen zutiefst. "Tja, bist zwar selber dran schuld, aber ich wollte ja nicht gepfuscht werden. Ich wollte ja nicht, dass man mir so Schmerzen zufügt und dass ich eine Woche im Sterben liege", verriet sie uns im Interview auf der "Promis unter Palmen"-Premiere in Köln Anfang des Jahres.
Gina-Lisas eindringliche Warnung
Heute blickt Gina-Lisa anders auf Schönheits-OPs und nutzt ihre Reichweite, um andere zu schützen. "Jeder Mensch ist schön, auf seine Art und Weise, man braucht das alles gar nicht." Es ist ihr wichtig, ihre Geschichte öffentlich zu machen und vor den Risiken zu warnen, die auf Social Media oft verharmlost werden.
"Deswegen bin ich damit auch an die Öffentlichkeit, weil ich möchte Frauen - egal ob jung oder alt - und Männern helfen und sagen: Macht lieber keine OP oder wenn, überlegt euch gut, wo. Ihr könnt auch sterben, das ist ein krasser Eingriff", lautet ihr eindringlicher Appell.
Meinung: Ist Gina-Lisa selbst schuld?
Wir haben euch in der Joyn-App gefragt, was ihr von Gina-Lisas Horror-OP haltet. 58 Prozent der Stimmen sind der Meinung, dass es ihr selbst gewähltes Risiko ist. 38 Prozent haben abgestimmt, dass der heutige Beauty-Wahn das Problem ist. Nur 4 Prozent der Stimmen haben Mitleid mit dem Reality-Star.
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