Computerspiel-Sucht
Florian Buschmann im "SAT.1-Frühstücksfernsehen": Offene Worte über seine Gaming-Sucht
Aktualisiert:
von Lars-Ole GrapFür viele Menschen sind Computerspiele ein beliebtes Hobby – doch in manchen Fällen wird aus dem Spielvergnügen eine Sucht.“
Bild: picture alliance/dpa
Gaming kann Leidenschaft, Hobby und sozialer Austausch sein – doch wenn das Spielen zur Sucht wird, gerät das Leben aus dem Gleichgewicht. Besonders Jugendliche sind gefährdet, wenn digitale Welten zum Rückzugsort werden und reale Verpflichtungen zunehmend in den Hintergrund treten. Florian Buschmann weiß genau, wie sich das anfühlt. Im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" spricht er offen über seine Gaming-Sucht – und macht Mut: Der Weg heraus ist möglich.
Florian Buschmann kämpfte sich aus der Gaming-Sucht - und klärt heute auf
Mit 15 war Florian Buschmann ein Star in der Egoshooter-Szene - Topscorer bei "Warface", bis zu 16 Stunden täglich am Bildschirm, alles andere wurde zur Nebensache: Schule, Freunde, Familie. Die Kontrolle? Völlig verloren. Als sein Vater schließlich buchstäblich den Stecker zog, hatte Florian längst vorgesorgt - mit Ersatzkabeln im Kinderzimmer, um heimlich weiterzuspielen. Es war wie eine Drogensucht.
Das änderte sich 2018: Ein Schüleraustausch in Rumänien, bei dem er gezwungen war, auf das Internet zu verzichten, führte zu einem kalten Entzug. Heute ist Florian Buschmann frei von der Sucht und hilft mit seiner Initiative "Offline Helden" Eltern und Schulen, Jugendlichen den Umgang mit digitalen Medien näherzubringen.
Als Jugendlicher verbrachte ich unzählige Stunden mit Computerspielen - bis ich merkte, wie sehr mich die digitale Welt gefangen hielt. Heute helfe ich Kindern, Eltern & Schulen, einen gesunden Umgang mit Medien zu entwickeln.
Schaue hier den Talk über Gaming-Sucht
Hilfe bei Gaming-Sucht: Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige
Wenn das Spielen zur Belastung wird und den Alltag zunehmend bestimmt, ist es wichtig, dass du dir frühzeitig Hilfe suchst. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit suchtbezogenen Problemen - auch im Bereich der Gaming-Sucht.
Die DHS bietet keine direkte Therapie an, informiert jedoch umfassend über Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten und vermittelt Kontakte zu qualifizierten Beratungsstellen in deiner Nähe. Auch Angehörige und Fachkräfte finden hier wertvolle Informationen und Unterstützung.
Kontakt:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm
Telefon: +49 2381 9015-0
E-Mail: info@dhs.de
Website: www.dhs.de
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