25 Jahre nach Serienstart
Exklusiv: "Scrubs"-Star Donald Faison überrascht mit Zahn-Beichte
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von Silke BurmeisterAuf Joyn ansehen
"taff" Klatsch: "Scrubs"-Neuauflage feiert Premiere in L.A.
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Unsere Hollywood-Reporterin Silke Burmeister war bei einem virtuellen Pressegespräch zum "Scrubs"-Reboot dabei und konnte den Stars einige Fragen stellen.
"Scrubs" feiert Revival in den USA
Vor 25 Jahren flimmerte "Scrubs" zum ersten Mal über die amerikanischen Bildschirme. Aus drei jungen Schauspieler:innen wurden Serienlieblinge, aus einer Krankenhaus-Comedy eine Kultserie.
Seit Februar 2026 sind Zach Braff, Donald Faison und Sarah Chalke im "Scrubs"-Revival wieder vereint. Ende September startete in den USA bereits die zweite Staffel.
So jung und süß waren Sarah Chalke (l.), Zach Braff (M.) und Donald Faison zu Beginn von "Scrubs".
Bild: ddp images
Drei Gebisse und 25 Jahre später
Als "Scrubs" 2001 in den USA Premiere feierte, war Zach gerade 26 Jahre alt, Donald 27 und Sarah 25. Heute sind sie 51, 52 und 50 - und stehen wieder gemeinsam vor der Kamera. Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit, vor allem, wenn man damals noch am Anfang seiner Schauspielkarriere stand. Mich interessiert deshalb, was die drei heute empfinden, wenn sie sich in der allerersten Folge von 2001 sehen. Was erkennen sie wieder, und was fühlt sich inzwischen an wie aus einem anderen Leben?
Donald, aka Chirurg Christopher Turk, muss nicht lange überlegen. Der gebürtige New Yorker hatte schon vor "Scrubs" vor der Kamera gestanden, unter anderem als Murray in der Kultkomödie "Clueless".
Nun ja, ich habe andere Zähne. Das fällt mir auf. Meine Zähne haben sich verändert.
Zach, der den verträumten Assistenzarzt J.D. spielte, kann sich einen Kommentar nicht verkneifen.
Zach Braff: "Donald hatte seitdem schon drei verschiedene Gebisse …"
Donald Faison: "Seit 'Scrubs' angefangen hat!“
Hinter dem Scherz steckt tatsächlich eine kleine Hollywood-Story. Donald hatte früher, wie er selbst einmal erzählte, winzige Zähne, die er als "baby teeth" bezeichnete. Und die Zahnspange, die er 1995 in "Clueless" trug? Die war fake! Später investierte er viel Geld in sein neues Lächeln.
Murrays Zahnspange in "Clueless" war nicht echt!
Bild: IMAGO/ZUMA Press Wire
Donald Faison als Murray Duvall in "Clueless"
Eine Freundschaft, die kein Drehbuch schreiben kann
Wer "Scrubs" gesehen hat, erinnert sich wahrscheinlich sofort an die Freundschaft zwischen J.D. und Turk. Die beiden waren unzertrennlich, albern, manchmal kindisch und gleichzeitig unglaublich loyal.
Und das Beste: Ihre Freundschaft ist nicht nur gespielt. Nach der ersten Staffel wurden Zach und Donald sogar WG-Kumpels im echten Leben. Die beiden mieteten sich gemeinsam ein Loft in New York. Donald erzählte dem britischen Magazin "GQ" einmal, dass sie dort Abend für Abend in Unterwäsche Tischtennis spielten. Spätestens da wusste er: Das wird mein bester Freund. Zach behauptete im selben Interview scherzhaft, er habe das schon bei ihrer ersten Begegnung gewusst.
Heute ist Zach sogar Patenonkel von Donalds beiden jüngeren Kindern. Was bedeutet es für die beiden, nach all den Jahren wieder gemeinsam vor der Kamera zu stehen?
Donald Faison: "Wir haben damals eine Freundschaft entwickelt, und die besteht bis heute. Selbst wenn wir die Serie nicht machen würden, würden wir immer noch miteinander telefonieren."
Sarah bringt es auf den Punkt:
Sarah Chalke: "Wenn man an ein neues Set kommt, kann man nur hoffen, dass die Chemie zwischen den Schauspieler:innen stimmt. Aber was man nicht künstlich herstellen kann, ist eine gemeinsame Geschichte. Und wir haben 25 Jahre gemeinsame Geschichte."
Auch Zach schwärmt von der Rückkehr. Doch so entspannt die Stimmung zwischen den drei ist, so anstrengend kann der Drehalltag sein.
Zach Braff: "Es macht einfach so viel Freude, diese Serie zu drehen. Es ist der beste Job überhaupt. Man kommt zur Arbeit, und wir arbeiten hart. Und versteht mich nicht falsch, es kann auch stressig sein. Eine Folge in fünf Tagen abzudrehen, ist stressig. Aber man weiß: Sobald man das Set betritt, wird man den ganzen Tag lachen."
Die beste Comedy-Schule Hollywoods
Auch für die Kanadierin Sarah Chalke war "Scrubs" nicht die erste Erfahrung vor der Kamera. Die spätere ehrgeizige Ärztin Elliot Reid hatte zuvor bereits in der US-Sitcom "Roseanne" mitgespielt. Doch das Casting für die Arzt-Serie ist ihr bis heute besonders in Erinnerung geblieben.
Sarah Chalke: "Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich den Anruf bekam. Ich erinnere mich an diesen verrückten Castingprozess und daran, wie sehr ich die Rolle wollte, von dem Moment an, als ich das Drehbuch zum ersten Mal gelesen hatte. Und wie glücklich ich mich fühlte. Und ich glaube, dieses Gefühl ist geblieben. Es war wie ein Meisterkurs in Comedy, jeden Tag mit ihm [Regisseur Bill Lawrence] arbeiten zu dürfen.
Zach Braff über seine Schauspiel-Anfänge
Zach Braff: "Es ist wirklich lustig. Ich bin richtig beeindruckt von uns, weil wir damals so große Augen hatten und so unerfahren waren. Zugegeben, Donald und Sarah hatten natürlich mehr Erfahrung als ich. Aber ich finde, dafür, dass wir alle noch ziemlich grün hinter den Ohren waren, haben wir unsere Sache wirklich gut gemacht."
Wenn eine Fernsehserie das echte Leben verändert
"Scrubs" war nie nur eine Comedy über verrückte Ärzt:innen und ihren Krankenhausalltag. Zwischen all den absurden Fantasiesequenzen ging es auch um Krankheit, Verlust und den oft harten Alltag in der Medizin. Doch wie sehr die Serie auch das echte Leben beeinflussen würde, damit hätten die drei wohl selbst nicht gerechnet.
Eine Frage im Gespräch: Haben euch schon mal Leute erzählt, dass sie wegen der Figuren Medizin studiert haben? Wie ist das, so was zu hören?
Zach Braff: "Ständig. Wirklich hunderte Male. Medizinstudium, Krankenpflegeausbildung … das kommt mehrmals pro Woche vor. Es berührt mich unglaublich, denn wir wissen ja selbst nichts davon. Wir dürfen nur so tun, als wären wir Helden. Das ist ja das Tolle daran. Wir spielen diese Superhelden, die Leben retten können. Und dass wir seit 2000 junge Menschen dazu inspirieren, einen medizinischen Beruf zu ergreifen, ist unglaublich. Die Geschichten, die wir von den Leuten hören, sind oft so bewegend, und wir sind sehr dankbar dafür."
In Sarahs Familie hat "Scrubs" sogar für medizinischen Nachwuchs gesorgt.
Sarah Chalke: "Meine kleine Schwester ist 13 Jahre jünger als ich und war früher ständig am 'Scrubs'-Set. Sie hat sogar einem von Donalds Kindern beim Laufenlernen geholfen. Sie war die ganze Zeit um uns herum und hat sich dann für die Medizin entschieden. Genau wie meine Nichte, die gerade Medizin studiert."
Freundschaft für die nächste Generation
Vielleicht ist es genau das, was "Scrubs" auch nach 25 Jahren so besonders macht: Hinter all dem Humor, den verrückten Krankenhausgeschichten und den manchmal ziemlich ernsten Momenten steckt eine Freundschaft, die längst über den Bildschirm hinausgeht.
Und Zach, Donald und Sarah? Die haben offenbar noch immer genauso viel Spaß miteinander wie damals. Nur mit ein paar mehr Lebensjahren - und im Fall von Donald auch mit ein paar neuen Zähnen.
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