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Fremdscham oder überraschend gut?

Lesbische Lovestory bei "In aller Freundschaft": Die ARD-Serie kann auch queer!

Veröffentlicht:

von Edwin B.

Die Sportlehrerin war zu dem Zeitpunkt noch in einer unglücklichen Beziehung mit "Alex".

Bild: MDR/Saxonia Media/Sebastian Kiss


Nach Krimi- und Feuerwehr-Serien stehen wir Deutschen auch sehr auf Medical-Fiction-Serien. Unser Gen-Z-Autor Edwin kennt bisher nur "Grey’s Anatomy" und hat sich passend zum Pride Month die Lovestory von Miriam und Rieke angeschaut.

Gen-Z schaut zum ersten Mal "In aller Freundschaft"

Ich liebe ja "Grey’s Anatomy", da wollte ich mir mal ein deutsches Äquivalent geben. Und weil ich bei meiner Klassenfahrt schon auf dem Set von "In aller Freundschaft" war, habe ich mich dazu entschieden, mir das reinzuziehen. Passend zum Pride Month verfolge ich die Lovestory zwischen der Krankenpflegerin Miriam Schneider (gespielt von Christina Petersen) und der Sportlehrerin Rieke Machold (gespielt von Liza Tzschirner).

Eine Recherche mittels Google hat mir die richtigen Folgen rausgespuckt: In Staffel 22 von "In aller Freundschaft" habe ich mir dann die Folgen 28 bis 39 genüsslich gegeben.


Sachsenklinik oder Grey Sloan Memorial Hospital?


Wie ist das deutsche "Greys Anatomy"?

Also die Dramen in den Folgen sind schon echt interessant. Meine Lieblingscharaktere über die Folgen waren: Dr. Kaminski (gespielt von Udo Schenk), Dr. Lea Peters (gespielt von Anja Nejarri) und der Krankenpfleger Kris Haas (gespielt von Jascha Rust).

Auch wenn die Art und Weise, wie sich da manche Leute verletzen, echt goofy ist und die freundschaftlichen Konversationen manchmal echt befremdlich auf mich wirkten, hat es mich nicht aufgehalten, neun Folgen zu verschlingen.

Wie bei "Grey’s Anatomy" finde ich die Patienten-Storys sehr gut geschrieben. Man bleibt gern dran und fiebert mit. Besonders im Kopf geblieben ist mir die Reinigungskraft, die zu spät mit Morbus Crohn diagnostiziert wurde. Dr. Peters hatte die fälschliche Vermutung, dass sie eine Essstörung haben könnte. Als sie dann den richtigen Befund feststellt, wird es für sie kritisch. Aber mehr will ich nicht verraten!

So, genug gebabbelt, jetzt kommt die Lovestory zusammengefasst von mir!


The other woman …

Die Miriam hat das Herz am rechten Fleck. Wie sie selbst behauptet, kann sie sehr gut die Intentionen einer Person einschätzen, wenn sie nicht gerade verliebt ist. Als sie das erste Mal auf Rieke trifft, wird sie erst mal angemault. Die Krankenpflegerin erkennt aber sofort, dass sie nicht die Intention hat, die Pflegerin zu beleidigen, sondern einfach nur besorgt um ihre Oma ist. Und dass sie ein Auge auf die Sportlehrerin geworfen hat, hilft ihr auch, darüber hinwegzusehen.

Es beginnt wie jede gute Lovestory … holprig. Rieke ist noch in einer unglücklichen Beziehung, von der Miriam erst später erfährt. Sie macht sich Hoffnungen und Sorgen, die Krankenschwester fragt sich, warum sie ihr nicht schreibt, denn sie hatte ja ihre Nummer hinterlassen. Sie bleibt in ihrem Kummer gefangen, und als sie dann erfährt, dass sie eine Freundin hat, geht es ihr nur noch mieser.

Trotzdem knistert es zwischen den beiden. Schwierig, weil Rieke noch in ihrer unglücklichen Beziehung steckt. Der Höhepunkt: Sie lädt sie zusammen mit ihrer Freundin ins Kino ein. Wissentlich, dass sie für Miriam schwärmt und mit ihr flirtet. Doch nachdem die Krankenschwester abgesagt hat, kommt sie noch einmal in die Sachsenklinik, um ihr zu sagen, dass sie sich von ihrer Freundin trennt.

Endlich zeigt Miriam Rückgrat!! Omg finally.

Überleg dir erst mal, was du eigentlich willst, bevor du mich da mit reinziehst

Miriam in Episode 36 von Staffel 22 "In aller Freundschaft"

Endlich passiert was

Nach einer Weile entschließt sie sich, mal nach ihr zu checken. Sie tut sich aber beim Verfassen der Nachricht schwer, sie braucht den ganzen Tag, und dann: Als sie erneut versucht, ihre Nachricht zu verfassen, steht sie hinter ihr: Rieke.

Es passiert! In Miriams Mittagspause ergreift sie die initiative und gibt ihr einen Kuss. awwww. Junge, junge war das eine schwere Geburt - von der es übrigens in den ganzen Folgen keine gab, lol.

Ich wünsche den Mäusen das Beste, aber ich muss erstmal eine Pause vom Drama der Sachsenklinik machen.


Mein Fazit

Miriam braucht mehr Selbstrespekt, Rieke. … get a grip. Dr. Kaminski ist King und viel zu "verhasst". Klar er ist alt, streng und grimmig. Aber ich finde ihn auch sehr lustig … auf seine Art und Weise, aber hey: Wenn du so ein guter Arzt bist, kannst du dir die Arroganz erlauben.

Die größte Überraschung: Die ARD kann auch queer! Den einzigen Berührungspunkt, den ich da bisher hatte, war nur Carsten Flöter aus der Lindenstraße. Und es freut mich, auch endlich mal eine lesbische Repräsentation zu sehen, denn da gibt es noch weniger als bei den Gays.

Alles in allem merke ich,  dass  mich die Serie gefesselt hat. Vielleicht sollte ich mir mal auch "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte" reinziehen.


"In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte" gibt es auch auf Joyn!


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