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Hättest du ihn erkannt?

Lange Haare! So sah Michael Bully Herbig Ende der 90er-Jahre aus

Veröffentlicht:

von Annalena Graudenz

Comedy Allstars - Meilensteine des Humors

Michael Bully Herbig, der Alleskönner

Videoclip • 20:12 Min • Ab 12


Bully mit schulterlangen Haaren? Kann man sich heute kaum vorstellen. Vor rund 30 Jahren stand der Münchner noch am Anfang einer großen Fernsehkarriere. Mit der Comedyshow "Bullyparade" legte er Ende der 1990er-Jahre den Grundstein für eine außergewöhnliche Laufbahn.

Vom Radiomoderator zum erfolgreichen Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Unternehmer - das beschreibt die Karriere von Michael Bully Herbig in nur einem Satz. Dabei gibt es viel mehr dazu zu sagen, wie sich der Entertainer in den letzten drei Jahrzehnten zu einer echten Größe im TV und deutschen Kino entwickelt hat.


Lange Haare statt Kurzhaarschnitt: Bully in den 90er-Jahren

Wer Michael Bully Herbig vor der Kamera sieht, kennt ihn meist mit kurzen Haaren und eher zurückhaltendem Styling - außer vielleicht in seinen Rollen als Winnetouch und Abahachi in "Der Schuh des Manitu". Ende der 1990er-Jahre war der Schauspieler aber tatsächlich auch privat mit langen schwarzen Haaren unterwegs, ganz ohne Perücke. Aufnahmen aus dieser Zeit zeigen ihn mit Koteletten und schulterlanger Mähne. Damals startete er gerade mit seiner TV-Karriere durch.

Herbig war schon immer nicht "nur" ein Schauspieler, sondern entwickelte Figuren und Formate, die bis heute Kultstatus haben. Seine kreative Vielseitigkeit hat mit Sicherheit auch zu seinem langjährigen Erfolg beigetragen.

Ende der 90er-Jahre ging's los.

Bild: picture alliance / teutopress


Zwischen "Bullyparade" und großen Kinoerfolgen

Seine Karriere begann allerdings nicht im Fernsehen, sondern beim Radio. Ab 1992 war er in München als Moderator tätig und machte sich unter anderem mit der Comedyreihe "Die Bayern-Cops" einen Namen. 1997 folgte dann der Schritt vor die Kamera. Mit der "Bullyparade" gelang ihm der gemeinsame Durchbruch mit Christian Tramitz und Rick Kavanian.

Die Sketchshow lief bis 2002 auf ProSieben. Das Trio entwickelte dabei einen ganz eigenen Stil, der auch im Kino funktionieren sollte. Mit "Der Schuh des Manitu" landete Herbig 2001 einen riesigen Erfolg. Die Westernparodie, bei der Herbig als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler beteiligt war, avancierte zu einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme seiner Zeit.

2004 folgte mit "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" der nächste Publikumshit. Später bewies Herbig, dass er auch abseits der Komödie Geschichten erzählen kann. Sein Film "Ballon" über eine spektakuläre Flucht aus der DDR kam 2018 in die Kinos. Auch im Fernsehen und bei verschiedenen Streaming-Diensten ist er bis heute präsent, unter anderem als Gastgeber der Comedyshow "LOL: Last One Laughing".

Michael Bully Herbig privat: Warum er seine Familie aus der Öffentlichkeit heraushält

Seit 2003 ist Herbig mit seiner Frau Daniela verheiratet, sieben Jahre später kam der gemeinsame Sohn zur Welt. Über den Familienalltag gibt der Entertainer nur selten Details preis. Eine Ausnahme machte er im Interview mit der "Abendzeitung": Seit seiner Hochzeit versucht er, sich den Sonntag konsequent freizuhalten.

Dass aus dem Radiomoderator eines Tages einer der erfolgreichsten TV-Entertainer werden würde, hat damals vermutlich niemand ahnen können. Auch wenn die langen Haare aus den 90ern längst Geschichte sind, sind Bullys Gespür für Comedy und sein Talent, Figuren mit Wiedererkennungswert zu erschaffen, bis heute geblieben.

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