Neue Folgen des Freitagskrimis
"Jenseits der Spree"-Star Aybi Era war Scheidungskind: Das erzählt sie über ihre Kindheit
Aktualisiert:
von teleschau / Martin MeyerSeit 2022 ein Team: Aybi Era (als Mavi Neumann) und Jürgen Vogel (als Robert Heffler) ermitteln in "Jenseits der Spree" in Berlin.
Bild: ZDF/Christiane Pausch
Aybi Era scheint eine besondere Verbindung zu Wasser zu haben. Beruflich bescherte es ihr die größten Erfolge. Mit Rollen erst in "Notruf Hafenkante" und danach in "Jenseits der Spree". Doch die Schauspielerin hat noch eine andere Seite.
"Hauptsache raus ins Grüne oder ans Wasser." Das sagt Aybi Era darüber, wo und wie sie am besten entspannen kann. Im Interview mit der "Berliner Zeitung" erklärte sie 2022: "Außerhalb meiner Wohnung zieht es mich ... in die Natur, das kann der Liepnitzsee sein oder der Grunewald, dann am Wannsee vorbei bis nach Potsdam. Mit dem Fahrrad zum Beispiel." Damals war sie gerade, nach Jahren in Hamburg, in ihre Geburtsstadt Berlin zurückgekehrt. Sie wuchs in Charlottenburg auf, jetzt wohnt sie in Weißensee.
Seit Mitte Oktober ist die Schauspielerin wieder in ihrer Rolle als Kriminalhauptkommissarin Mavi Neumann zu sehen. Die sechste Staffel des ZDF-Freitagskrimis "Jenseits der Spree" läuft aktuell. Die fünf neuen Folgen sind immer freitags um 20:15 Uhr im ZDF und im Livestream auf Joyn zu sehen.
Neue Folge "Jenseits der Spree": Am Freitag um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn

Der Pakt
Nach "Notruf Hafenkante" zog es sie zu neuen Ufern
Ab Juni 2018 gehörte Aybi Era als Pinar Aslan fest zum Ermittlerteam des fiktiven Polizeikommissariats 21 in "Notruf Hafenkante" und bildete dort mit Marc Barthel als Kristian "Kris" Freiberg das neue Ermittler-Duo. Ihren ersten Einsatz hatten sie zum Auftakt der 14. Staffel im September 2019 in der insgesamt 329. Episode der Serie mit dem passenden Namen "Erster Einsatz". Zwei Jahre später wurde bekannt, dass Era die Hamburger Polizei verlassen würde. Ihren Abschied nahm sie in der Folge "Letzte Warnung" im April 2022.
Danach zog es sie auf zu neuen Ufern, und zwar wörtlich. Noch 2022, am 14. Oktober, debütierte sie in der Folge "Zwischen den Welten" in "Jenseits der Spree". Die Serie spielt in Treptow-Köpenick und wird dort auch gedreht. Der Berliner Bezirk liegt am Zusammenfluss von Spree und Dahme und ist auch für den Müggelsee bekannt.
Nach ihrem Start bei "Jenseits der Spree" drehte die Schauspielerin den Kinofilm "Im toten Winkel", war in Episodenrollen in Serien wie "Morden im Norden" und "Tatort: Unter Feuer" zu sehen und drehte drei Fernsehfilme. Zuletzt stand sie für die Miniserie "Wake Up" vor der Kamera - wie bei "Jenseits der Spree" mit ihrer im Mai unerwartet verstorbenen Kollegin Luna Jordan.
Aybi Era in einer ihrer ersten Rollen vor ihrem großen Durchbruch
Als Scheidungskind kam sie mit 14 Jahren nach Hamburg
Era wuchs in Charlottenburg und später Spandau auf. In einem Beitrag von "hallo deutschland" erzählt die Schauspielerin im Oktober 2026, welcher Ort ihr dort besonders viel bedeutet hat: Die Stadtbibliothek in Berlin-Spandau. Es sei ein "Safe-Space" für sie gewesen. "Die Ruhe, das Alleine-Sein. Das gab's nicht so viel bei mir", berichtet die 36-Jährige. Sie las dort besonders gern die "Gänsehaut"-Bücher, Gruselgeschichten für Kinder.
Noch heute versucht Aybi Era sich ihre Kindlichkeit zu bewahren. "Das ist das, was mich gerettet hat. Was mich bis heute rettet. So naiv, ehrlich, gutgläubig wie möglich - die größte Hoffnung in die Welt, in die Menschen und mich haben zu können. Das ist mein Ziel", erzählt sie im Beitrag. Es ist ein sehr positiver Blick auf ihre Kindheit, obwohl die Ehe ihrer Eltern zerbrach.
Nach der Scheidung ihrer Eltern zog Aybi Era mit 14 Jahren zur Mutter nach Hamburg. Nach der Schule machte sie dort zunächst eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und arbeitete eine Zeitlang in dem Beruf. Dann aber schulte sie um: Von 2014 bis 2017 besuchte sie die Schule für Schauspiel Hamburg und hatte schon während der Ausbildung die ersten Theaterauftritte.
Aybi Era liebt Kampfsport und hinterfragt sich permanent neu
Era liebt Sport, vor allem Kampfsport, und hält sich mit Aikido und Jiu Jitsu fit, macht aber auch Pilates und Yoga. Sie sieht sich als "ziemlich spirituellen Menschen", sagte sie in einem Interview mit der Agentur teleschau. Deshalb könne sie "viel mit dem Spruch anfangen, dass sich erst, wenn eine Tür zugeht, eine andere öffnen kann." Das Credo machte sie sich auch bei ihrem Abschied von "Notruf Hafenkante" zu eigen: "Ich gehe mittlerweile immer nach meinen Bedürfnissen und Sehnsüchten und erlaube mir, total im Wandel sein zu dürfen. Wir Menschen sind ja Gewohnheitstiere." Während der Coronazeit habe sie sich "neu gefragt, worum es mir in der Branche eigentlich geht: Wohin will ich wachsen?"
Sie will nicht nur beruflich wachsen. "Ich lege Wert auf ständige Persönlichkeitsentwicklung", sagte sie im teleschau-Interview. "Bin ich festgefahren oder offen für Neues? Welche Schablonen kann ich ablegen, um meine Welt größer zu machen? Der berühmte 'Tellerrand' sind ja die eigenen Grenzen, die es einerseits zu beschützen und andererseits zu erweitern gilt. In der ständigen Veränderung weich bleiben und die Selbstachtung erhalten: schon wieder ganz schön spirituell, oder?"
Lust auf spannende Krimi-Highlights?
Mehr entdecken

Voting in der Joyn App
Wer gewinnt die Staffel? Fan-Voting zeigt klaren Favoriten

Erziehung ohne perfekte Lösungen
Carolin Kebekus über das Muttersein: "Lüge, Erpressung und Bestechung"

Helene Fischer und das "WIR"-Gefühl

Familie beim Konzert
Süße Liebeserklärung an Nico Santos von seiner Schwester

Stars reagieren
Tränen: Johanna Graen nimmt in Video Abschied von "Sturm der Liebe"

Endlich geht es weiter
"American Horror Story"-Staffel 13: Alle Infos zur neuen Season

ARD-Star im Porträt
Moderator Kai Pflaume privat: Das ist die Frau an seiner Seite

Private Einblicke
"Die Millionenidee": Ralf Dümmels Leben in einer Patchworkfamilie

Dunkle Vergangenheit
"Die drei schwersten Jahre": Giovanni Zarrella über schlimme Zeit
