Serien-Ende nach 46 Jahren
"Sichere Einnahmequelle, die nun wegfällt": Antoine Monot Jr. spricht über das Aus von "Ein Fall für zwei"
Aktualisiert:
von C3 Newsroom"Ein Fall für zwei" endet für für Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr., l.) und Leo Oswald (Wanja Mues, r.).
Bild: ZDF und Bettina Müller
46 Jahre lang war die ZDF-Krimiserie "Ein Fall für zwei" fester Bestandteil des Senders. Doch die Fälle mit dem ungleichen Ermittler-Duo gehören bald der Vergangenheit an. Das Format wird eingestellt. Offen spricht Hauptdarsteller Antoine Monot Jr. darüber, was das Aus für ihn bedeutet.
Die letzte Staffel: ZDF beendet "Ein Fall für zwei"
Der Freitagabend im ZDF verliert einen Klassiker. Nach insgesamt 46 Jahren verabschiedet sich "Ein Fall für zwei" endgültig vom Bildschirm. Bevor die Lichter ausgehen, erwartet die Zuschauer:innen jedoch ein letzter gemeinsamer Fall: Eine finale Staffel mit vier Episoden und ein großer Spielfilm sollen die Geschichte würdig abschließen.
Letzte Fälle für Leo Oswald und Benni Hornberg
Seit 2014 stehen Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot Jr. als Rechtsanwalt Benni Hornberg gemeinsam vor der Kamera. Während Hornberg die Mandanten vertritt, liefert Oswald die entscheidenden Hinweise - oft zur Überraschung von Staatsanwältin Claudia Strauss, gespielt von Bettina Zimmermann.
Schon im September zeigt das ZDF die vorletzte Staffel des Duos. Im kommenden Jahr folgt dann die 13. und zugleich letzte Staffel. Den endgültigen Schlusspunkt setzt anschließend ein 90-minütiger Spielfilm, der 2027 produziert werden soll.
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ZDF erklärt das Aus der Kult-Reihe
Dem Sender fällt der Abschied nach eigenen Angaben alles andere als leicht. "'Ein Fall für zwei' hat den ZDF-Freitagskrimi über mehr als vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern begleitet."
Umso schwerer fällt nach reiflicher Überlegung die Entscheidung, die Reihe zu beenden.
Der Freitagskrimis bleibt dem Programm dennoch erhalten. Künftig will sich das ZDF nach eigenen Angaben stärker auf weniger Formate auf dem Sendeplatz konzentrieren - darunter fallen beispielsweise "Der Alte", "Die Chefin" und das neue Format "Mordufer".
Hauptdarsteller verabschieden sich emotional
Auch Wanja Mues blickt mit Wehmut auf das Ende.
Das tut mir leid für die vielen Millionen treuer Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben.
Sein Kollege Antoine Monot Jr. richtet den Blick dagegen nach vorn: "Unser ganz persönlicher 'Fall für Mues und Monot' ist noch lange nicht vorbei: Wir stehen gemeinsam mit dem Live-Hörspiel Pater Brown auf der Bühne und drehen 2027 den 90-Minüter 'Ein Fall für zwei', der dann als Abschluss im ZDF ausgestrahlt wird. Darauf freuen wir uns", sagt er gegenüber dem ZDF.
Eine Reihe, die Fernsehgeschichte schrieb
Als am 11. September 1981 die erste Folge über die Bildschirme flimmerte, ahnte wohl niemand, dass daraus eine der langlebigsten Krimi-Reihe Deutschlands werden würde. Damals traf der spätere Kult-Ermittler Josef Matula, gespielt von Claus Theo Gärtner, erstmals auf Rechtsanwalt Dieter Renz (Günter Strack).
Vor allem Matula entwickelte sich über Jahrzehnte zum Gesicht der Reihe. Lederjacke, markante Stimme und sein unnachahmlicher Ermittlungs-Stil machten ihn für viele Zuschauer:innen zum Inbegriff des ZDF-Freitagskrimis. Nach 300 Folgen verabschiedete sich Gärtner 2013 schließlich - und damit endete bereits eine prägende Ära.
Ein Jahr später wagte das ZDF einen Neuanfang. Trotz des bekannten Titels sprach der Sender damals von einer "vollkommen neuen Serie". Mit Wanja Mues und Antoine Monot erhielt "Ein Fall für zwei" ein neues Gesicht. Seit 2014 entstanden bis heute insgesamt 46 Folgen mit den beiden.
"Sichere Einnahmequelle, die nun wegfällt": Das sagt Antoine Monot Jr. zum Aus
Auf das nun angekündigte Ende reagiert Monot enttäuscht. "Natürlich bin ich darüber total traurig. Ich habe meine Rolle wahnsinnig gern gespielt und es hat mir großen Spaß gemacht, die Figur Benni Hornberg in 13 Jahren immer weiterzuentwickeln", sagt er der "Bild"-Zeitung. Den Anruf mit der Nachricht, dass "Ein Fall für zwei" eingestellt wird, habe er ein paar Tage vor Bekanntwerden des Serien-Aus erhalten.
Der Schauspieler hing nicht nur an seiner Rolle, sie war auch finanziell von Bedeutung für ihn. "Natürlich war ,Ein Fall für zwei‘ seit 2013 auch immer eine sichere Einnahmequelle für mich, die nun wegfällt. Da macht man sich schon Gedanken, wie man das entstandene Loch füllt", berichtet er offen.
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Monot: "Hatte immer im Hinterkopf, dass dieser Anruf irgendwann kommen wird"
Wie jede:r andere auch, müssten auch TV-Darsteller ihre laufenden Rechnungen bezahlen. Glücklicherweise laufe aber noch seine Krimireihe "Behringer und die Toten" weiter. Er wolle auch künftig in Serien und Reihen spielen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.
Unerwartet kam die Nachricht vom Aus für ihn nicht: "Ich hatte immer im Hinterkopf, dass dieser Anruf vom Sender irgendwann kommen wird." Er wisse, dass heute "nichts mehr für die Ewigkeit ist". Es sei seine erste Rolle gewesen, die er 13 Jahre lang gespielt habe, und das werde wohl auch so bleiben. "Dafür bin ich sehr dankbar, aber eben auch wehmütig. Ich hätte die Rolle gern noch ein paar Jahre weitergespielt", betont Monot.
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