Frischer Blick auf frühere Fälle
"Aktenzeichen XY" bekommt neuen Ableger: Alle Infos zum Start von "XY Spuren des Verbrechens"
Aktualisiert:
von C3 NewsroomHelene Reiner übernimmt künftig die Moderation des neuen ZDF-Formats "XY Spuren des Verbrechens".
Bild: ZDF und Tobias Schult
Die ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" erweitert ihr Format: In der neuen Reihe stehen ungelöste Fälle und bislang unbekannte Details im Fokus. Moderiert wird es von Helene Reiner.
6 Folgen "XY Spuren des Verbrechens" laufen ab 6. Mai um 19:25 Uhr wöchentlich im ZDF
Konzept und visuelle Umsetzung
In "XY Spuren des Verbrechens" werden bereits bekannte Fälle aus "Aktenzeichen XY… Ungelöst" erneut aufgegriffen, wie es in einer Presserklärung des ZDF heißt. Dabei verbindet das Format Originalmaterial aus der Rudi-Cerne-Sendung mit neuen Rechercheergebnissen und polizeilichem Fachwissen. Die Zuschauer:innen erhalten zusätzliche Einblicke in Tatmotive, Ermittlungsansätze sowie gesellschaftliche Hintergründe.
Zur Veranschaulichung zentraler Ermittlungsschritte und neuer Hinweise setzt "XY Spuren des Verbrechens" auf eigens entwickelte Graphic-Novel-Sequenzen. Diese finden dann Verwendung, wenn kein originales Bildmaterial vorliegt oder aus Opferschutzgründen auf Nachstellungen verzichtet wird.
Die nächste Folge "Aktenzeichen XY... Ungelöst" läuft am 8. April im ZDF
Fokus auf gesellschaftlichen Fragen
Inhaltlich greifen die sechs monothematischen Folgen unter anderem Themen wie Morde an Prostituierten und Femizide auf. Moderatorin und Journalistin Helene Reiner spricht dazu mit Betroffenen, Angehörigen sowie Expert:innen. Regelmäßig als Studiogast zur Seite steht ihr Fabian Puchelt vom Landeskriminalamt Bayern, bekannt aus "Aktenzeichen XY … ungelöst". Er wird die Fälle aus polizeilicher Sicht einordnen.
Für Helene Reiner liegt der Reiz des Formats vor allem darin, genauer hinzuschauen. "Am Genre True Crime interessiert mich vor allem der Blick auf die Hintergründe der Tat. […] Warum ist etwas passiert? Wie arbeiten Ermittler? Und was bedeutet ein Verbrechen für die Menschen, die zurückbleiben?", erklärt sie. Ihre Rolle innerhalb der Sendung definiert sie so: "Ich verstehe mich vor allem als Fragestellerin." Ziel sei es, bisherige Erkenntnisse einzuordnen und offene Fragen zu klären.
Besonders bewegend war für Reiner etwa die Begegnung mit dem Entführungsopfer Achim H., der 1993 eine Woche lang in einer Holzkiste gefangen gehalten wurde. Im Dezember desselben Jahres griff "Aktenzeichen XY… Ungelöst" den Fall auf: "Zu hören, wie sehr diese Erfahrung sein Leben bis heute prägt, war sehr eindrücklich". Gleichzeitig habe der Austausch mit Ermittler:innen gezeigt, "wie komplex kriminalistische Arbeit tatsächlich ist". Im Unterschied zu vielen anderen True-Crime-Formaten setzt "XY Spuren des Verbrechens" auf eine journalistische Perspektive. Reiner betont: "Unser Fokus liegt klar auf Aufklärung und Einordnung." Es gehe "nicht um Sensation", sondern darum, die Entstehung von Verbrechen verständlich zu machen und strukturelle Zusammenhänge aufzuzeigen.
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