zur Joyn Startseite

Letzte Kletterpartie

"Die Bergretter": Welche Stars die Serie verlassen haben und warum

Veröffentlicht:

von Filiz Tamara Boga

"In höchster Not - Bergretter im Einsatz" Staffel 2. Rettungskräfte der Bergwacht Ramsau im Einsatz.

Bild: BR/Timeline Production/Montage:


Bei "Die Bergretter" gehörten nicht nur spektakuläre Rettungseinsätze, sondern auch einschneidende Abschiede zur Seriengeschichte. Immer wieder verließen zentrale Figuren die ZDF-Serie. Diese Serienausstiege sind uns besonders in Erinnerung geblieben.

1. "Bergdoktor" Andreas Marthaler: Martin Gruber

Knapp 5 Jahre verkörperte Hans Sigl die Rolle von Andreas Marthaler bei "Die Bergretter". Auch wenn der Schauspieler die Serie mit seiner Figur wesentlich prägte, war seine Familie immer noch die größere Priorität. "Die Rolle war super und die Dreharbeiten gehörten zu den spannendsten überhaupt. Aber ich habe auch noch eine Familie, die ich sehr liebe", erzählte er der "BUNTE". Zu dieser Zeit sei erst kürzlich sein 14-jähriger Sohn aus erster Ehe zu ihm nach München gezogen und auch um seine Tochter wollte er sich mehr kümmern. Dazu kam das Bedürfnis nach mehr Rollendiversität. "Ich bin Schauspieler geworden, damit ich in verschiedene Rollen schlüpfen kann." Die Rolle sei weitestgehend auserzählt und hatte nach all den Jahren ihren Höhepunkt erreicht, heißt es weiter. Der Leiter der Bergrettung verstarb schließlich bei einem Einsatz den bekannten Serientod. Die "Bergretter"-Ära ließ Gruber hinter sich und nahm seitdem, wie angekündigt, verschiedene Rollen an, unter anderem in "SOKO München", "Das Traumschiff" oder auch "Die Chefin". Heute ist der 56-Jährige im Ermittlerteam "SOKO Wien" zu sehen.

Andreas Marthaler (Martin Gruber) war über sechs Staffeln der Leiter der Bergrettung in "Die Bergretter".

Bild: Sven Simon


2. Tobias Herbrechter: Markus Brandl

2019 entschied sich das "Bergretter"-Urgestein Markus Brandl nach knapp neun Jahren für eine Auszeit. "Ich hatte auch eine neue Agentur, war in einem guten Alter und hatte viele Angebote, die ich vorher nie annehmen konnte", so der Schauspieler gegenüber "Closer". Jedoch kam ihm, wie vielen anderen, die Pandemie dazwischen und durchkreuzte sämtliche Pläne. Im Jahr 2022 entschied sich der 51-Jährige dann für ein Special zur Rückkehr zu den Bergrettern. Anschließend folgte dann doch wieder eine feste Integration ins Ensemble, die er auch nicht mehr missen möchte. "Ich habe gemerkt, dass ich endlich akzeptieren muss, dass das, was ich hier mache, gut ist." Auch wenn Brandl sich einen Ausstieg nicht mehr vorstellen kann, malte er sich dennoch, wie der ideale Heldentod seiner Figur aussehen könnte: "Mit 99 Jahren beim Geschlechtsverkehr auf dem Gafstein-Gipfel." Na, wenn das kein Serientod ist, der in die Geschichte eingehen würde.

Für Tobi (Markus Brandl, l.) und Markus (Sebastian Ströbel, r.) von "Die Bergretter" steht ein ganz besonderer Einsatz bevor.

Bild: ZDF und Barbara Bauriedl



Mehr von dem, was du liebst – direkt auf Google

Mit nur einem Klick kannst du "Joyn - Behind The Screens" auf Google als bevorzugte Quelle hinzufügen. So bekommst du mehr spannende News, Insider-Infos und Storys rund um deine Lieblingssendungen und Promis.


3. Maxi Warwel: Jessica Pollath

Mit dem Tod der Polizistin Jessica Pollath endete 2023 Maxi Warwels Zeit bei den "Bergrettern" nach fünf Jahren offiziell. Die Schauspielerin hatte ihren Ausstieg selbst gewollt, auch wenn sie sich für ihre Figur ein weniger endgültiges Ende vorgestellt hatte, als den eines Absturzes. Im Gespräch mit "BUNTE" betont die Schauspielerin, dass auch ihr der Abschied "alles andere als leicht gefallen" sei. In einem Instagram Post zeigte sie ebenfalls ihr Bedauern über den Serienausstieg: "Fünf Jahre 'Die Bergretter'. Fünf Jahre Jessica Pollath. Fünf Jahre mit den besten Kollegen. Fünf Jahre mit dem besten Team. Fünf Jahre mit den allerbesten Fans", schrieb sie dort. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren für sie neue berufliche Perspektiven sowie der Wunsch nach mehr Zeit mit ihrer Familie in Berlin. Tatsächlich kehrte Warwel anschließend zwar ins TV zurück, allerdings nicht vor, sondern hinter der Kamera: Nach ihrer Weiterbildung zur Intimitätskoordinatorin unterstützt sie Produktionen bei der Umsetzung sensibler Szenen und war unter anderem für Sky und das ZDF im Einsatz.

Maxi Warwel (43) lernte 2009 am Pilcher-Set ihren heutigen Partner Bernhard Piesk kennen.

Bild: imago images/Future Image


4. Simon Plattner: Ferdinand Seebacher

Mit Maxi Warwel verabschiedet sich kurze Zeit später auch Ferdinand Seebacher von der ZDF-Serie. Ein Doppelausstieg, wie er nur selten vorkommt. Simon, gespielt von Seebacher, wurde Zeuge von Jessicas Sturz in den Tod. Dieser verkraftet den Tod seiner Geliebten nur schwer und verlässt Ramsau. In einem Instagram-Livestream äußerten die beiden Schauspieler gemeinsam, dass der Wunsch auszusteigen bereits 2021 bestand: "Weil da war klar, es werden die Bücher für das Folgejahr geschrieben, die dann gedreht werden", so verließ Seebacher die Serie also freiwillig, aber dennoch nur schweren Herzens. In einem Interview mit dem Kanal "Webtalkshow" verriet er dazu: "Ich habe das Team sehr gemocht. Ich habe die Kollegen sehr gemocht. Die Fans sind einfach großartig. Es wird etwas fehlen, auf alle Fälle. Dementsprechend sind meine Gefühle gemischt, muss ich gestehen." Ein Comeback würde er demnach nicht vollends ausschließen. Der Österreicher nahm nach dem Ausstieg weitere Rollen an, wie eine der Hauptrollen in der Neuauflage der Kult-Serie Kommissar Rex.

Ferdinand Seebacher als Inspektor Felix Burger

Bild: Joyn


Mehr entdecken