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Abschied nach 23 Jahren

"Rosenheim-Cops"-Produzentin spricht Klartext: Darum sind die Schauspieler:innen gegangen

Aktualisiert:

von Jan Islinger

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Die emotionalsten Abschiede der Rosenheim-Cops

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


Nach Marisa Burger verließen mit Christian K. Schaeffer und Isabel Mergl gleich zwei weitere Urgesteine den Cast. Nun räumt Produzentin Marlis Moosauer mit den Gerüchten auf und stellt klar, weshalb die Schauspieler:innen wirklich gegangen sind.


"Die Rosenheim-Cops" siehst du am Dienstag um 19:25 Uhr


+++ Update, 29. September 2026 +++

Produzentin äußert sich zu Abgängen

Im Oktober 2025 fiel die letzte Klappe für Marisa Burger bei den "Rosenheim-Cops". Als Kult-Sekretärin Miriam Stöckl verzauberte sie Jahrzehnte lang das Publikum mit Sprüchen wie "Es gabat a Leich!" Doch nach 24 Jahren war dann vergangenen Herbst Schluss.

Offiziell hieß es, Marisa Burger wolle die Serie verlassen, um sich selbst noch einmal auszuprobieren und neue kreative Wege einschlagen. Doch das schien nur eine Seite der Medaille zu sein.

"Die Rosenheim-Cops" heute Abend im Livestream


Mehrere Abgänge und hörbare Kritik

Bereits vor ihrem Abschied beklagte die in Altötting gebürtige Schauspielerin die zunehmend schwierigen Arbeitsbedingungen innerhalb der Produktion. Eingedampfte Drehzeiten, gekürzte Gehälter und fehlende Wertschätzung gehörten zur Kritik. Alles also gar nicht so rosig bei den "Rosenheim-Cops"?

Mit Christian K. Schaeffer (als Kult-Wirt Ignaz "Jo" Casper) und Isabel Mergl (als Hilde Stadler) kündigten im Sommer 2026 direkt zwei weitere Urgesteine der Serie ihren Abschied an. Alles nur Zufall oder ist was dran an der Kritik? Nun spricht Produzentin Marlis Moosauer Klartext.

Die Nachmittags-Folge der "Rosenheim-Cops" im Stream


Eine gesunde Mischung aus neu und altbewährt

Im Interview mit "Digital Fernsehen" sprach Executive Producerin Marlis Moosauer nun über die Veränderungen im Cast. Ihr Grundton: Veränderung gehöre bei einer so langlebigen Serie wie den "Rosenheim-Cops" zwangsläufig dazu. Es sei sogar wichtig, neben den vertrauten Gesichtern immer wieder neue Charaktere zu etablieren, die den Kosmos bereichern.

Diese Mischung ist eine große Stärke der Serie.

Marlis Moosauer

Mit Christin Lange im Sekretariat und Yasmin Rabe als neuer Barfrau im "Rosi" entstünden jetzt neue Erzählstränge, ohne die Essenz der Serie zu verwässern.


Welche Rolle spielt der Kostendruck der Produktion?

Auch auf die gestiegenen Kosten und die gleichzeitigen Sparzwänge deutscher Produktionen ging Marlis Moosauer ein. Einen Zusammenhang mit den aktuellen Abgängen weist die Produzentin klar zurück.

Die aktuellen Veränderungen haben persönliche beziehungsweise dramaturgische Gründe.

Marlis Mossauer

"Bei einer Serie, die seit mehr als zwei Jahrzehnten produziert wird, verändern sich natürlich auch Lebenswege und Planungen. Für uns besteht die spannende Aufgabe darin, solche Entwicklungen in die Geschichten aufzunehmen und daraus neue Konstellationen entstehen zu lassen", erklärt die Münchnerin weiter.

Ob damit jegliche Kritik vom Tisch ist, sei mal dahingestellt. Schließlich hat die ZDF-Frau ein berechtigtes Interesse daran, jeglichen Schaden und schlechte Presse von der Kultserie fernzuhalten.

Sicher ist allemal, dass sich die Zuschauer:innen auf ein paar spannende neue Kapitel bei den "Rosenheim-Cops" freuen dürfen.

+++ Original-Meldung, 8. September 2025 +++

"Rosenheim-Cops"-Liebling Marisa Burger mit Kritik am ZDF: "War sehr einengend"

Serien-Aus für Kultsekretärin: Schauspielerin Marisa Burger wird "Die Rosenheim-Cops" nach 24 Jahren verlassen.

Bild: Imago Images / Sven Simon


Am 17. Oktober 2025 fällt für Marisa Burger die letzte Klappe. Seit dem Serienstart im Jahr 2002 spielte sie die Sekretärin Miriam Stockl - und wurde mit ihrem legendären Spruch "Es gabat a Leich!" zum unverwechselbaren Markenzeichen der beliebten Krimireihe. Der Ausstieg sei keine spontane Entscheidung gewesen. "Ich habe jetzt noch die Kraft, andere Dinge in die Hand zu nehmen, und möchte mich selber noch mal ausprobieren", erklärt Burger im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Drei Jahre habe sie mit sich gerungen, ehe sie den Entschluss fasste. Schließlich habe Burger den Zeitpunkt bewusst gewählt, weil sie die Figur nach so langer Zeit mit Würde abschließen und nicht einfach weitermachen wollte, nur weil es erwartet wurde.

Die Nachfolge ist bereits geklärt: Schauspielerin Sarah Thonig, seit 2015 als Empfangsmitarbeiterin Christin Lange in der Serie bekannt, wird ab der 26. Staffel ins Sekretariat einziehen.

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Marisa Burger will Neues ausprobieren

Schon bei der Vorbereitung auf ihre letzten Folgen wurde es für Burger emotional: "Das Schlimme war schon das Drehbuchlesen. In den letzten Folgen bespielen wir ja meinen Abschied … Ich musste trotzdem beim Drehbuchlesen schon ganz furchtbar heulen." Dabei wäre sie "vom Kopf her" klar, "doch die Gefühle kann man nicht steuern." Besonders betont Burger den Zusammenhalt und die "innige Bindung" im Ensemble: "Bei den 'Rosenheim-Cops' wird man gut aufgenommen."

Marisa Burger bleibt auch zukünftig der Schauspielerei treu, möchte jedoch noch keine konkreten Projekte benennen. Gemeinsam mit Kollegin Solveig Duda startet sie den Podcast "Abendkasse - Kultur in der Clutch", in dem es um Theater, Bücher und die Münchner Kulturszene gehen soll.

Kritik an Arbeitsbedingungen klingt an

Bei ihrer Entscheidung für den Abschied spielte die Entwicklung der Arbeitsbedingungen eine untergeordnete Rolle. "Die Drehzeiten werden wie überall immer kürzer, das Pensum ist wahnsinnig hoch", erklärt sie. "Es ist eine paradoxe Branche: Bei den 'Rosenheim-Cops' gibt es trotz großen Erfolgs und sehr guter Einschaltquoten de facto Gagenkürzungen, weil etwa kein Inflationsausgleich berücksichtigt wurde."

Auch dass es vom ZDF bislang keine offizielle Reaktion auf ihren Abschied gab, habe Burger irritiert: "Wir leben ja in einer Branche, in der es heißt: Solange man funktioniert … Das ist auch ein Statement unserer Branche, was Wertschätzung betrifft."

"Ich war sehr eingespannt in dem Leben, das ich für die 'Rosenheim-Cops' gelebt habe … Das war schon auch sehr einengend", meint Marisa Burger, die im Juli ihren 52. Geburtstag gefeiert hat. Sie habe gemerkt, dass sie ein Freigeist sei - und diesem wolle sie nun Raum geben, auch wenn das bedeutet, ihre Komfortzone zu verlassen.

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