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Bekannt aus dem Kinohit

"Dr. Nice"-Star Hedi Kriegeskotte: Sie war Hape Kerkelings "Omma Änne"

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von teleschau

Hedi Kriegeskotte war in ihrer TV- und Kino-Karriere bisher an über 90 Produktionen beteiligt.

Bild: 2018 Getty Images/Andreas Rentz


In "Dr. Nice" spielt Hedi Kriegeskotte die hilfsbereite Doris Stecker. Doch viele kennen die Schauspielerin aus einem ganz anderen Kinoerfolg: In "Der Junge muss mal an die frische Luft" verkörperte sie Hape Kerkelings geliebte "Omma Änne". Ihre Karriere begann schon Jahrzehnte zuvor.


Die neuen Folgen der 4. Staffel "Dr. Nice" sonntags um 20:15 Uhr im ZDF


In "Dr. Nice" ist sie für den typisch norddeutschen Charme zuständig. Doris Stecker ist eine waschechte, bodenständige Anwohnerin an der Förde in Flensburg, die fest in der dortigen Gemeinschaft verwurzelt ist. Das kommt, auch weil Doris äußerst hilfsbereit und versiert in "Schreibkram" ist, nicht nur dem Titelhelden der Serie Dr. Moritz Neiss (Patrick Kalupa), genannt "Dr. Nice", immer wieder sehr gelegen. Bisher war Kriegeskotte an allen 15 Folgen beteiligt.

In der einzigen Serienrolle, die Hedi Kriegeskotte bislang länger spielte, verkörperte sie eher das Gegenteil: In der Serie "Magda macht das schon" agierte die gebürtige Oberhausenerin 46-mal als pflegebedürftige und vor allem miesepetrige Großmutter Waltraud. Grummelig war sie bisher auch dreimal als Frau Jessen in der ARD-Serie "Mord oder Watt?" unterwegs. 14-mal war sie zudem in der Rolle der Martha Schönfeldt in vier Staffeln der ZDF-Serie "Professor T" mit Matthias Matschke zu sehen.

Am Sonntag läuft eine neue Folge von "Dr. Nice" - im ZDF-Livestream auf Joyn


Sönke Wortmann förderte ihre Kinokarriere

Ihre vielleicht bekannteste Rolle spielte sie 2018. Da verkörperte die gebürtige Oberhausenerin in der Verfilmung von Hape Kerkelings autobiografischem Roman "Der Junge muss mal an die frische Luft" die "Omma Änne" des kleinen Hans-Peter (Julius Weckauf), die sein humoristisches Talent erkannte und förderte und ihm kurz vor ihrem eigenen Tod eine große Karriere vorhersagte.

Aber diese Leistung, für die Kriegeskotte 2019 für den Deutschen Schauspielpreis nominiert wurde, ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn Kriegeskotte stand schon seit Jahren auf den Theaterbühnen, bevor sie 1988 in "Drei D" von Regisseur Sönke Wortmann vor der Kamera debütierte.

Sie absolvierte von 1968 bis 1972 ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und erhielt Engagements an mehreren Häusern, darunter am Nationaltheater Mannheim, am Schauspielhaus Bochum und am Münchner Residenztheate, spielte später auch in Stuttgart, Heidelberg, Leipzig und Hamburg. Noch bevor das Fernsehen rief, begann sie 1979 mit dem Einsprechen von Hörspielen.

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Mit "Dr. Nice" gibt's bald ein "Weihnachtswunder"

Am Anfang ihrer TV- und Filmkarriere war Sönke Wortmann ein fördernder Wegbegleiter. Sie spielte in mehreren Filmen, die er entweder inszenierte ("Der bewegte Mann", "Kleine Haie") oder produzierte ("Lammbock - Alles in Handarbeit"). Seit 2007 stand Kriegeskotte in jedem Jahr mindestens für ein Projekt vor der Kamera - trotz weiterer Theaterengagements.

Sie war in vielen bekannten Krimi-Serien in Episodenrollen zu sehen, unter anderem bereits fünfmal im "Tatort", außerdem in "Morden im Norden" und mehreren "SOKO"-Formaten. Sie bewies aber, etwa in der SAT.1-Serie "Pastewka" oder im Kinofilm "Vorwärts immer!", in dem sie die Rolle der Margot Honecker spielte, auch komödiantisches Talent.

Zuletzt war sie in "Behringer und die Toten. Ein Bamberg Krimi - Rivus" zu sehen. Kriegeskotte, Jahrgang 1949, ist anhaltend viel beschäftigt. Sie hat eine neue Folge von "Mord oder Watt?" abgedreht und stand für die Folgen der fünften "Dr. Nice"-Staffel vor der Kamera. Außerdem wartet eine Zusammenarbeit mit Axel Milberg auf die Veröffentlichung. Wann die Komödie mit dem Arbeitstitel "Risotto brutale (aka Risotto mit Dame)" gesendet wird, steht noch nicht fest.

Eins steht fest: Wenn die Folgen der vierten "Dr. Nice"-Staffel gesendet sein werden, wird es noch in diesem Jahr ein Wiedersehen mit Kriegeskottes Charakter Doris Stecker geben. Denn natürlich ist sie auch beim Weihnachtsspecial mit dem Titel "Dr. Nice - Das Weihnachtswunder" dabei. Sendetermin ist Sonntag, 20. Dezember, um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn.

Über ihr Privatleben sagt Hedi Kriegeskotte nichts

Hedi Kriegeskotte hat sich nie ins Rampenlicht oder die Spotlights auf den roten Teppichen gedrängt. Über ihr Privatleben spricht sie nur selten öffentlich. Über Eltern oder Geschwister ist ebenso wenig bekannt wie über eigene Kinder. Bei der Premiere des ZDF-Films "Bring mich nach Hause" beim Filmfest Hamburg trat Hedi Kriegeskotte im Oktober 2021 zusammen mit ihrem Ehemann Daniel Suter auf den roten Teppich. Es war eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen sich das Paar gemeinsam öffentlich zeigte.

Kriegeskotte kann Klavier spielen, hält sich mit Qigong, Tai Chi und Yoga fit und spricht neben Englisch auch verschiedene Dialekte. Neben dem Slang ihrer Heimat, dem Ruhrpott, führt sie in ihrer Vita auch Berndeutsch und Schweizerdeutsch an, nennt auch Bern als eine ihrer regelmäßigen Wohnmöglichkeiten. Hauptsächlich lebt sie allerdings in Hamburg.


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