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Insiderwissen

"Die Eberhofer-Krimis": 10 Fakten über die Kult-Reihe, die du garantiert noch nicht kennst

Veröffentlicht:

von Antje Wessels

Vaterfreuden am Esstisch: Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel, Mitte) mit Paul (Luis Sosnowski, r.) und Hund Ludwig.

Bild: picture alliance / Constantin Film Verleih GmbH | Bernd Schuller


Vom niederbayerischen Dorfpolizisten zum Publikumsliebling: Franz Eberhofer und seine nunmehr zehn Krimis sind unglaublich beliebt. Wenn auch du zu den Fans gehörst, werden dich diese überraschenden Hintergründe garantiert interessieren!

Die "Eberhofer"-Filme sind ihr eigenes, kleines Universum. Und ganz nebenbei auch noch wahnsinnig erfolgreich! Was 2013 mit "Dampfnudelblues" begann, wurde zu einer der erfolgreichsten deutschen Krimireihen und lockt aktuell auch noch mit dem zehnten Film "Steckerlfischfiasko" ein großes Publikum ins Kino. Gehörst auch du zu den zahlreichen Fans der Reihe? Dann herzlich willkommen! Aber wie gut kennst du Niederkaltenkirchen wirklich? Hinter den Filmen verbergen sich zahlreiche kuriose Details, überraschende Verbindungen und kleine Geschichten rund um ihre Entstehung. Zeit also, zehn Fakten genauer unter die Lupe zu nehmen, die selbst "Eberhofer"-Fans vielleicht noch nicht kennen.


Spannendes über die Besetzung

1. Romanautorin Rita Falk wollte Sebastian Bezzel als Eberhofer

Es fällt schwer, sich heutzutage noch einen anderen Hauptdarsteller in der Rolle des Franz Eberhofer vorzustellen, als Sebastian Bezzel. Und tatsächlich hatte ihn auch Autorin Rita Falk beim Schreiben ihrer Romane von Anfang an vor Augen. Sie kannte den Schauspieler unter anderem aus der Serie "Franzi" und fand, dass er genau die richtige Mischung für ihren lustlos-lakonischen Dorfpolizisten mitbringt. Als es schließlich an die Verfilmung ging, setzte sich Falk dafür ein, Bezzel für die Rolle zu besetzen. Eine ziemlich gute Entscheidung, wie sich rückblickend feststellen lässt.

2. Sebastian Bezzel und Simon Schwarz kannten sich bereits vor den "Eberhofer"-Filmen

Die Chemie zwischen Franz Eberhofer und seinem besten Freund Rudi Birkenberger sucht ihresgleichen und ist für viele Fans einer der Hauptgründe, der nächsten "Eberhofer"-Geschichte entgegenzufiebern. Kein Wunder: Denn die Schauspieler Sebastian Bezzel und Simon Schwarz kannten sich bereits vor ihrer "Eberhofer"-Zeit. Beide standen bereits für andere Produktionen gemeinsam vor der Kamera und brachten so eine gewisse Vertrautheit mit. Und vielleicht ist das ja auch das Geheimnis hinter ihrer ganz besonderen Leinwand-Freundschaft.

3. Enzi Fuchs spielte Oma Eberhofer nicht von Anfang an

Wenn wir heute an Oma Eberhofer denken, dann auch automatisch an die kongeniale Verkörperung durch Schauspielerin Enzi Fuchs. Dabei war sie im ersten Film noch gar nicht dabei. In "Dampfnudelblues" wurde die resolute Oma nämlich noch von Ilse Neubauer gespielt. Enzi Fuchs war für die Rolle zwar bereits angefragt worden, hatte zu diesem Zeitpunkt aber keine Zeit. Erst ab "Winterkartoffelknödel" übernahm sie die Figur und blieb ihr anschließend über die Filme hinweg treu. Heute ist der Wechsel fast schon vergessen, weil Fuchs die Rolle der Oma so nachhaltig geprägt hat.

Enzi Fuchs als "Kult-Oma" Eberhofer

Oma Eberhofer (Enzi Fuchs, Mitte) hat Guglhupf gebacken - da ist die Welt in Niederkaltenkirchen noch einigermaßen in Ordnung. Aber bald schon wird auf den leckeren Kuchen geschossen ...

Bild: ARD Degeto/BR/Constantin Film/Bernd Schuller


Hier siehst du Enzi Fuchs in "Der Bulle von Tölz"

Skurriles vom Set

4. Der "Eberhofer"-Hof musste nach fünf Filmen umziehen

In allen zehn Filmen wirkt der "Eberhofer"-Hof wie ein und dieselbe Kulisse. Doch seit "Leberkäsjunkie" ist der Drehort ein anderer. Der ursprüngliche "Eberhofer"-Hof in Eutenhausen stand nach einem Verkauf und Umbau nicht mehr zur Verfügung, weshalb die Produktion für den sechsten Film einen möglichst ähnlichen Ersatz in der Nähe von Frontenhausen suchte. Für die Zuschauer:innen sollte der Wechsel natürlich möglichst unsichtbar bleiben. Und tatsächlich dürfte den meisten Fans kaum aufgefallen sein, dass Franz und seine Familie plötzlich in einem neuen Zuhause wohnen.

5. Für die Dreharbeiten wird Frontenhausen ein bisschen hässlicher gemacht

Der echte Marienplatz dient als Zentrum von Niederkaltenkirchen. Doch bevor die Kameras laufen, wird der Ort regelrecht abgeschminkt. Die Geranien vor den Fenstern des Rathauses werden abgenommen, Blumentröge verschwinden und sogar die Rattanstühle der örtlichen Pizzeria werden gegen weniger hübsche Plastikstühle ausgetauscht. Der Grund: Niederkaltenkirchen soll eben nicht wie die perfekte bayerische Postkartenidylle aussehen. Sondern einfach ein bisschen "verlebter"…

6. Das "Wolfi" ist ein echtes Wirtshaus

Die Kneipe, in der Franz, Rudi und Co. regelmäßig ihre Abende verbringen, heißt im echten Leben Gasthaus Peiß und steht in Deutenhausen bei Dachau. Das denkmalgeschützte Wirtshaus wurde bereits für andere Filmproduktionen genutzt und dient der "Eberhofer"-Reihe als Kulisse für das legendäre "Wolfingers". So mancher vermeintlich künstlich für den Film geschaffene Ort ist bei den "Eberhofern" also tatsächlich schon mal ein ganz normales bayerisches Wirtshaus.

Einer von vielen Kult-Drehorten

Im August 2018 wurde der Verkehrskreisel bei Frontenhausen offiziell in "Franz-Eberhofer-Kreisel" umbenannt. Anwesend waren unter anderem auch die Darsteller Sebastian Bezzel (dritter von rechts), Simon Schwarz (rechts), Lisa Maria Potthoff (zweite von rechts) und Daniel Christensen (dritter von links) sowie Rita Falk, die Autorin der Romane.

Bild: © Markt Frontenhausen


Ein Blick hinter die Kulissen

7. Die "Eberhofer"-Filme haben den Erfolg der Bücher angekurbelt

Ganz unbekannt war Rita Falks Krimireihe zwar schon vor dem ersten Kinofilm nicht. "Winterkartoffelknödel" landete beispielsweise bereits 2010 auf Platz sechs der "Spiegel"-Bestsellerliste. Auch "Dampfnudelblues" und "Schweinskopf al dente" gelang der Sprung in die Top 10. Doch mit "Dampfnudelblues" kam 2013 ein zusätzliches Publikum hinzu, das Franz Eberhofer zunächst auf der Leinwand kennenlernte und anschließend auch zu den Büchern greifen konnte. Auffällig ist, dass Falk mit "Sauerkrautkoma" im selben Jahr erstmals Platz eins der Bestsellerliste erreichte und auch die folgenden "Eberhofer"-Romane mittlerweile regelmäßig ganz oben landeten.

8. Die Reihenfolge der Filme entspricht nicht der Reihenfolge der Bücher

Als erster Eberhofer-Roman erschien 2010 "Winterkartoffelknödel". Trotzdem machte 2013 "Dampfnudelblues" den Anfang im Kino. Der Grund dafür ist simpel: Studio Constantin Film gefiel der zweite Roman einfach besser. Also wollte man mit diesem Favoriten starten und zunächst abwarten, wie das Publikum auf die Verfilmung reagiert. Erst danach kam mit "Winterkartoffelknödel" der eigentliche erste Fall ins Kino. Weil die Bücher bei Franz' Privatleben stärker aufeinander aufbauen, musste für die Filme an einigen Stellen entsprechend getrickst werden. Dass die Rechnung aufging, dürfte heute wohl kaum jemand bestreiten.

9. Ein (bislang) übersprungenes Buch lebt im Film trotzdem weiter

"Zwetschgendatschikomplott" wurde nie verfilmt. Und trotzdem hat es ein ziemlich markantes Detail aus dem Roman auf die große Leinwand geschafft. Im sechsten "Eberhofer"-Buch ist es eine Krähe, die Rudi einen abgetrennten Frauenfinger vor die Füße legt. Die Geschichte wurde für die Filme übersprungen, unter anderem weil die Handlung um Susis Schwangerschaft und Franz' Weg zum Vater stark gestrafft werden musste. Ganz vergessen hat man den Roman aber offenbar trotzdem nicht: In "Rehragout-Rendezvous" taucht erneut eine Krähe mit einem menschlichen Körperteil auf. Diesmal ist es allerdings ein Ohr statt eines Fingers.

Star-Autorin Rita Falk

Ob "Sauerkrautkoma" oder im "Gugelhupfgeschwader": Rita Falks Krimis kommen seit Jahren gut an.

Bild: Polaris / ddp; picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt


Noch was ganz Verrücktes zum Schluss

10. Ein Wildschwein namens Eberhofer

Man kann es sich eigentlich nicht besser ausdenken: Im Wildpark Waldhaus Mehlmeisel läuft tatsächlich ein Wildschwein namens Eberhofer herum. Ursprünglich hörte es auf den Namen "Putin" und trug diesen Namen mehrere Jahre lang. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wollten die Betreiber den Namen jedoch ändern und riefen zu einer Abstimmung auf. Aus rund 2700 Vorschlägen setzte sich schließlich "Eberhofer" durch. Und weil das Ganze offenbar noch nicht skurril genug war, wurde der neue Namensgeber 2022 bei einer offiziellen "Schweinetaufe" sogar mit Maggi-haltigem Wasser getauft. Wenn das kein würdiger Abschluss für zehn Eberhofer-Fakten ist!?


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