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Kritische Stimme

"Das ist ein großer Fehler": Joelina Drews enttäuscht über das "Immer wieder sonntags"-Aus

Veröffentlicht:

von C3 Newsroom

Schlagerstar Joelina Drews trat selbst schon bei "Immer wieder Sonntags" auf.

Bild: IMAGO/STAR-MEDIA


Nach der letzten Ausgabe von "Immer wieder sonntags" äußert sich Joelina Drews zur Entscheidung von ARD und SWR. Besonders das Argument, ein jüngeres Publikum erreichen zu wollen, überzeugt sie nicht.

Nach mehr als 30 Jahren ist "Immer wieder sonntags" Geschichte. Die letzte Ausgabe mit Moderator Stefan Mross lief am 06. September 2026. Auch Joelina Drews, die beim Finale auftrat, findet das Ende der ARD-Musikshow enttäuschend. Im Gespräch mit der "Abendzeitung" sagt die Sängerin deutlich: "Ich glaube, das ist ein großer Fehler."

Vor allem die Begründung, mit einem neuen Programm ein jüngeres Publikum für das lineare Fernsehen gewinnen zu wollen, kann sie nicht nachvollziehen. "Ich glaube, das Argument, dass sie jünger werden wollen und die jüngeren Zuschauer vor den Fernseher bekommen wollen - das wird nicht passieren", erklärt die 30-Jährige.

Das Erste zeigt noch ein "Immer wieder sonntags"-Special


Joelina Drews: "Der älteren Generation etwas weggenommen"

Drews bezweifelt, dass junge Menschen wegen einer abgesetzten Musikshow wieder häufiger klassisches Fernsehen einschalten. Ihrer Einschätzung nach orientiere sich die jüngere Generation längst stärker an Streamingangeboten. Die ARD riskiere deshalb aus ihrer Sicht eher, ihr bestehendes Publikum zu verlieren, als neue Zuschauer:innen zu gewinnen.

"Stattdessen hat man der älteren Generation etwas weggenommen, das essenziell war", moniert die Sängerin. Für sie war "Immer wieder sonntags" nicht einfach nur eine weitere Unterhaltungssendung, sondern ein fester Bestandteil des Wochenendes - mit Musik, vertrauten Gesichtern und einem Publikum, das dem Format über Jahrzehnte treu geblieben ist.

Die Entscheidung von ARD und SWR wurde unter anderem mit dem Rückgang des linearen Fernsehens und dem Spardruck begründet. Clemens Bratzler, SWR-Programmdirektor Unterhaltung, erklärte, die Quoten seien zwar bis zuletzt gut gewesen, hätten aber unter den Werten früherer Jahre gelegen.

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