TV-Aus und Neuanfang
Stefan Mross: Nach "Immer wieder sonntags"-Aus flossen Tränen - "Das war eiskalt"
Aktualisiert:
von C3 NewsroomStefan Mross moderiert seit 2005 "Immer wieder sonntags" - 2026 endet die beliebte ARD-Show.
Bild: Imago Images / pictureteam
Nach mehr als zwei Jahrzehnten endet "Immer wieder sonntags". Nun spricht Stefan Mross erstmals offen darüber, wie ihn die Entscheidung des SWR getroffen hat, warum Tränen flossen und weshalb Partnerin Eva Luginger ihm in dieser schweren Zeit besonderen Halt gibt.
"Immer wieder sonntags" am 31. August ab 10 Uhr
+++ Update vom 20. Mai +++
Der Schock über das Aus von "Immer wieder sonntags" sitzt bei Stefan Mross noch immer tief. Nachdem der SWR im Januar 2026 angekündigt hatte, die beliebte Live-Show nach über zwei Jahrzehnten einzustellen, spricht der Moderator nun erstmals ausführlich über den Moment, der sein Leben verändert hat. Gegenüber der "Bild" erklärt er:
Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
Er hatte erwartet, gemeinsam mit den Verantwortlichen über die Zukunft der Sendung zu sprechen. Als ihm dann die Unterhaltungschefin des SWR und ein ihm unbekannter Mann gegenübersaßen, scherzte der Moderator noch darüber, dass es so aussehe, als wolle man ihn jetzt kündigen. Dass genau das kurz darauf tatsächlich passieren würde, hätte Stefan Mross jedoch nie gedacht.
Das war eiskalt.
Mross sollte vorbereitete Statements freigeben
Besonders belastend war für ihn, wie kurzfristig und nüchtern die Entscheidung kommuniziert wurde. Noch heute erinnert sich der Moderator an die angespannte Atmosphäre während des Gesprächs mit dem Sender. Dass bereits vorbereitete Statements für die Öffentlichkeit vorlagen, hat ihn zusätzlich schockiert. Der "Bild" erzählte er, wie der Moment für ihn war:
Die beiden haben allen Ernstes von mir verlangt, dass ich innerhalb von zehn Minuten Zitate freigeben soll, die sie für mich formuliert hatten.
Für Stefan Mross fühlte sich die Situation so an, als sollte das Aus der Sendung wie eine einvernehmliche Entscheidung wirken. Der Moderator war nach eigenen Angaben völlig geschockt und weigerte sich zunächst, die vorbereiteten Unterlagen zu unterschreiben. Gemeinsam mit seiner Partnerin Eva Luginger, die bei dem Gespräch dabei war, verließ er den Raum, um draußen erst einmal wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
"Immer wieder sonntags" am 31. August ab 10 Uhr
Für den beliebten Sänger endet damit nicht nur ein langjähriger TV-Job, sondern ein bedeutender Lebensabschnitt. Seit 2005 war er das Gesicht von "Immer wieder sonntags" und für viele Zuschauer:innen fest mit der ARD-Show verbunden. Umso emotionaler fiel die Reaktion hinter den Kulissen aus. Laut dem 50-Jährigen sind nicht nur bei ihm und Partnerin Eva Luginger Tränen geflossen, sondern auch bei vielen Mitarbeiter:innen der Produktion.
+++ Ursprüngliche Meldung +++
Vorbei nach 378 Folgen
Schon beim Betreten des Studios muss Stefan Mross gespürt haben, dass etwas anders ist. Jahrzehntelang gehörte "Immer wieder sonntags" zu seinem Leben wie die Bühne, die Musik und der direkte Draht zu Millionen Schlager-Fans. Doch diesmal wartete keine neue Saisonplanung auf ihn - sondern das Ende einer TV-Ära.
Der SWR bestätigte im März 2026 offiziell, dass die ARD-Unterhaltungsshow nach der laufenden Saison eingestellt wird. Seit 1995 liefen insgesamt 378 Folgen der beliebten Musiksendung. Erst führte Max Schautzer durch das Format, seit 2005 ist Stefan Mross das Gesicht der Show.
"Immer wieder sonntags": Stefan Mross wurde vom Aus überrascht
Für den Moderator kam die Nachricht völlig unerwartet. Gegenüber der "Freizeit Revue" schildert er den Moment offen:
Ich war schockiert. Damit hatten meine Freundin Eva und ich nicht gerechnet.
Besonders bitter: Für Stefan Mross war "Immer wieder sonntags" offenbar weit mehr als ein gewöhnlicher Fernsehjob. Über Jahre hinweg prägte er die Sendung mit seiner lockeren Art, seinen Gesprächen mit Gäst:innen und seiner Nähe zum Publikum.
"Immer wieder sonntags" am 31. Mai 2026 wieder im Free-TV
Stefan Mross: "Dass man sich so trennt, ist nicht fair"
Offiziell begründet der SWR das Ende der Show mit wirtschaftlichen Gründen. Programmdirektor Clemens Bratzler sprach laut Pressemitteilung selbst von einer "schmerzhaften Entscheidung".
Bei Stefan Mross sitzt der Frust dennoch tief. Vor allem die Art der Trennung scheint ihn zu beschäftigen. Gegenüber der "Freizeit Revue" sagt er deutlich:
Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair.
Nach außen versucht der Schlagerstar Haltung zu bewahren. Der "Süddeutschen Zeitung" erklärte er: "Ich bin kein Mensch, der sagt: Ich bin jetzt traurig." Trotzdem wird spürbar, wie emotional das Ende für ihn ist.
Das Finale von "Immer wieder sonntags" steht schon fest
Ganz vorbei ist die Reise noch nicht. Für die letzte Saison von "Immer wieder sonntags" sind zwölf Live-Ausgaben, eine Extra-Show und ein großes Best-of geplant. Das Finale soll am 13. September 2026 über die Bühne gehen.
Und auch danach könnte es für Stefan Mross weitergehen. Erst vor wenigen Wochen stand er noch mit seiner Konzerttour "Sternstunde der Schlagerstars" auf der Bühne - gemeinsam mit Eva Luginger. Außerdem soll er bereits Gespräche mit Privatsendern führen.
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