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Porträt

Birge Schade früher: So sah der "In aller Freundschaft"-Star vor 32 Jahren aus

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Birge Schade ist seit Jahrzehnten in Fernsehen, Kino und Theater zu sehen.

Bild: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON


1994 spielt Birge Schade die Lehrerin Christine Wissmann in "Wie Pech und Schwefel". Mehr als 30 Jahre später ist sie als Petra Minou in "In aller Freundschaft" zu sehen.


"In aller Freundschaft" läuft dienstags um 21 Uhr


"In aller Freundschaft": Birge Schade als Petra Minou

Birge Schade ist seit Jahren ein vertrautes Gesicht im deutschen Fernsehen. In der ARD-Serie "In aller Freundschaft" spielt sie Petra Minou, die Mutter von Nina Minou und neue Partnerin von Dr. Martin Stein. Die Figur sorgt dabei für eine ungewöhnliche Konstellation: Martin war zuvor mit Petra Minous Tochter Nina liiert.

In der aktuellen Episode "Am Limit" wird es für Petra Minou ernst. Beim Einkaufen bricht sie zusammen. In der Sachsenklinik stellt sich heraus, dass sie dringend eine neue Herzklappe braucht. Doch zwischen Martin Stein und dem behandelnden Arzt Benno Nowak gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die weitere Behandlung.

Wer Birge Schade heute vor allem aus der ARD-Serie kennt, dürfte sie auf einem Foto aus dem Jahr 1994 kaum mit ihrer aktuellen Rolle verbinden. Damals steht die Schauspielerin noch am Anfang ihrer Karriere.

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Birge Schade 1994: Ihre Rolle in "Wie Pech und Schwefel" und der Start am Theater

1994 ist für Birge Schade ein wichtiges Jahr. Sie gehört zum Ensemble der ZDF-Familienserie "Wie Pech und Schwefel". Darin spielt sie Christine Wissmann, eine Lehrerin. Die Serie erzählt von sechs erwachsenen Geschwistern, die die heruntergekommene Villa ihrer verstorbenen Eltern wieder herrichten. Christine verliebt sich im Verlauf der Geschichte in einen verheirateten Mann. Die 17-teilige Serie läuft von 1994 bis 1997.

Parallel dazu übernimmt sie weitere Rollen. Im Selbstjustiz-Drama "Amok" ist sie an der Seite von Helmut Zierl zu sehen, außerdem spielt sie in Serien wie "Die Wache", "Happy Holiday" und "Die Männer vom K3". Auch in den Komödien "Affären" und "Der Leihmann" gehört sie zur Besetzung. 1994 beginnt für Birge Schade auch ihre Zeit am Theater: Sie bekommt ihr erstes festes Engagement bei der Bremer Shakespeare Company, der sie bis 1997 angehört.

Birge Schade im Februar 1994: Damals stand sie noch am Anfang ihrer Fernseh- und Theaterkarriere.

Bild: picture alliance / teutopress | -



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Birge Schade: Vom Ballett zur Schauspielerei - trotz fünf Absagen

Der Weg auf die Bühne und vor die Kamera war für Schade keineswegs geradlinig. Geboren wurde sie 1965 in Wilster in Schleswig-Holstein. Als sie sechs Jahre alt ist, zieht ihre Familie nach Bayern in die Nähe von Ingolstadt. Als Jugendliche arbeitet sie zunächst als Komparsin am Theater. Eigentlich hat sie zu dieser Zeit andere Pläne: Erst träumt sie von einer Karriere als Zirkusakrobatin, später möchte sie Primaballerina werden.

Nach dem Abitur beginnt sie in München zunächst eine Tanzausbildung. Doch schon nach einem Jahr schlägt sie einen anderen Weg ein und entscheidet sich für die Schauspielerei. Bei den Aufnahmeprüfungen an fünf staatlichen Schauspielschulen erhält sie zunächst nur Absagen. Davon lässt sie sich nicht entmutigen: Sie absolviert ihre Schauspielausbildung an einer privaten Einrichtung in München und vertieft sie später in New York.

Ihr Filmdebüt gibt sie 1988 in Joseph Vilsmaiers "Herbstmilch". Schon Anfang der 1990er-Jahre ist sie regelmäßig in unterschiedlichen Fernsehproduktionen zu sehen. Während dieser Zeit übernimmt sie auch ihre ersten festen Serien- und Theaterengagements. 2000 spielt sie in dem zweiteiligen ZDF-Film "Die Wüstenrose" die Ärztin Klara von Sellin, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Deutsch-Südwestafrika geht. In Christopher Roths Kinofilm "Baader" ist Birge Schade 2002 als Ulrike Meinhof zu sehen.

2005 erhält sie den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin in einer Nebenrolle. Ausgezeichnet wird sie für ihre Leistungen in "Hotte im Paradies", "Katzenzungen" und "Delphinsommer".

Birge Schade engagiert sich für Alphabetisierung: Warum ihr das Thema wichtig ist

Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin engagiert sich Birge Schade seit mehreren Jahren für Alphabetisierung. Sie ist Schirmherrin von "KOPF, HAND + FUSS" und unterstützt die App "IRMGARD", die Erwachsenen beim Lesen- und Schreibenlernen helfen soll.

Der persönliche Bezug dazu entstand auch durch ein Theaterstück: Schade war mit "Licht im Dunkel" unterwegs, einer Geschichte über die Lehrerin Annie Sullivan und die taubblinde Helen Keller. Auf der Website der App erklärt die Schauspielerin, warum ihr das Thema wichtig ist: Lesen und Schreiben seien grundlegend, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

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