Auch nach dem Dreh Besties
"Ich dachte, er ist ein Prolet": Wie zwei "In aller Freundschaft"-Stars Freunde wurden
Veröffentlicht:
von Sylvia LothVerstehen sich nicht nur vor der Kamera richtig gut: "In aller Freundschaft"-Stars Tan Çağlar (l.) und Jascha Rust (r.).
Bild: MDR/Saxonia Media/Sebastian Kiss
Tan Çağlar und Jascha Rust sprechen erstmals über ihre Freundschaft hinter der Kamera. Dabei hatten sie nicht gerade einen angenehmen Start.
Ab 1. September läuft dienstags eine neue Folge "In aller Freundschaft"
Trügerischer erster Eindruck
Jascha Rust (35) und Tan Çağlar (46) quatschen im Podcast "Freundschaft auf Rezept" über die kleinen und großen Dinge des Lebens. In der allerersten der bisher neun erschienenen Folgen, mit dem Titel "Kleiner Bruder, großer Bruder", wird schnell klar, dass die beiden mehr sind als nur Kollegen. Sie sind richtig gute Freunde, die auch tiefgründige Gespräche führen und nicht nur an der Oberfläche kratzen. Doch das war nicht immer so. Denn Liebe auf den ersten Blick war es bei den beiden ganz und gar nicht.
Tan will wissen, wie Jaschas erster Eindruck von ihm war - und der hatte es in sich. Mein erster Gedanke war: "Was für ein Prolet", gesteht Jascha Rust. Ist ja jetzt schon etwas länger her, aber ich dachte mir, dass du etwas prollo unterwegs bist. "Ein Prollstuhlfahrer", ergänzt Tan und schmunzelt.
"Proll bedeutet für mich nicht unsympathisch!" Es war einfach das Auftreten von Tan: seine gezupften Augenbrauen und sein weißer Audi Q8. "Beim Drehen war für mich dann klar, dass du wirklich ein Proll bist. Aber ein total liebenswerter!", betont Jascha. Andersherum war der erste Eindruck auch etwas assi. Während Jascha die weiße Karre etwas übel aufgestoßen ist, fand Tan es total krass, dass Jascha geshuttelt wird. "Da hab ich mich gefragt: Warum muss ich eigentlich mit meinem eigenen Auto hierherkommen?", erinnert er sich. Auch der erste Satz, den er von seinem Kollegen gehört hat, hat Tan aus den Socken gehauen. "Du hast gesagt: 'Boah, ich bin noch voll fertig, ich hab gestern auf der Party voll viel gekifft'", erzählt Tan. Da habe er sich schon gewundert, wo er jetzt gelandet sei und habe sich gefragt, was das jetzt für ein "Junkie" wäre. Heute können sich die beiden darüber schlapp lachen. Und sind sich einig, dass der erste Eindruck eben manchmal trügt. Jascha ist sich auch nicht sicher, ob er das wirklich behauptet hat und gesteht, dass er vielleicht nur cool rüberkommen wollte, denn eigentlich sei er ja sehr introvertiert.
Wie aus Kollegen Freunde wurden
Mit einer Aktion hat Jascha aber gleich zu Beginn bei Tan gepunktet. "Du warst der Einzige der neuen Kollegen, der mir im Vorfeld auf Instagram eine Nachricht geschickt hat und mir viel Spaß beim ersten Drehtag gewünscht hat", erinnert sich Tan. Das fand er sehr, sehr cool. Jascha weiß noch genau, wie das damals war: "Das Ding war, du warst krank. Du hättest deinen ersten Drehtag gehabt und hattest Corona." Tan ergänzt, dass es sich um die allererste Variante gehandelt hat, die ihn damals noch ungeimpft voll erwischt hat. Daraufhin kam ein Gute-Besserungs-Wunsch von Jascha und er hatte sozusagen einen Stein bei Tan im Brett.
Anfangs sei er trotzdem skeptisch gewesen, wie ehrlich Jascha es mit der Freundschaft meint. Tan gesteht, dass er sich unsicher war, ob die Sympathie am Set vielleicht nur simuliert wäre, um bei der Arbeit besser zu harmonieren. Er habe sich unsicher gefühlt, da er im Gegensatz zu Jascha, der schon jahrelange Dreherfahrung bei "GZSZ" und "In aller Freundschaft" hatte, ein TV-Neuling war. Doch irgendwann kam der Punkt, wo Tan Jascha in sein Herz schloss: "Ich hab mich in dich verliebt als Freund." Ausschlaggebend dafür sei eine Übernachtung bei Tan gewesen und die tolle Beziehung zu seinen Eltern. "Ich war ganz überrascht, als ich zum Frühstück runterkam und du mit meinen Eltern bei einem Spiegelei gequatscht hast", erklärt er seinem Freund. Seitdem steht fest: Diese Freundschaft ist echt!
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