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Die überraschende Macht unserer Mimik

Neues "JENKE. Experiment": Warum wir das Lachen verlernt haben und wie wir unsere gute Laune zurückholen

Veröffentlicht:

von Johanna Beißel

Jenke von Wilmsdorff versucht verschiedene Methoden um die gute Laune zurückzuholen

Bild: Joyn


Kinder lachen bis zu 600-mal am Tag. Erwachsene nur noch 15- bis 18-mal. Im neuen "JENKE. Experiment" geht Jenke von Wilmsdorff der Frage nach, ob wir gute Laune tatsächlich trainieren können. Dabei entdeckt er, welchen Einfluss unsere Mimik auf unsere Gefühle haben kann - und warum sogar Botox eine Rolle spielt.

Haben wir das Lachen verlernt?

Ein lustiges Video, ein guter Witz oder ein Abend mit Freunden, an dem man vor Lachen kaum Luft bekommt: Eigentlich gibt es genug Gelegenheiten, um ausgelassen zu lachen. Trotzdem scheint uns genau diese Leichtigkeit im Alltag zu fehlen. Zwischen Terminen, Verpflichtungen und ständig kreisenden Gedanken bleibt für unbeschwerte Momente oft wenig Platz.

Dabei könnte ausgerechnet das Lachen selbst ein Schlüssel zu mehr Lebensfreude sein. Denn wir lachen nicht nur, wenn wir glücklich sind - möglicherweise funktioniert es auch umgekehrt. Im neuen "JENKE. Experiment. Gute Laune. Wie kommen wir raus aus dem Dauerfrust?" beschäftigt sich Jenke von Wilmsdorff mit ungewöhnlichen Methoden, die unsere Stimmung beeinflussen könnten.

Sieh dir das "JENKE. Experiment. Gute Laune" hier im Livestream an!

Kann man sich wirklich glücklich lachen?

Lachen, obwohl einem eigentlich gar nicht danach ist? Genau das probiert Jenke von Wilmsdorff beim Lachyoga mit Carmen Goglin aus.

"Wir holen uns die kindliche Verspieltheit zurück", erklärt Goglin. Denn ihrer Ansicht nach lässt sich gute Laune tatsächlich trainieren. Selbst mechanisches, zunächst künstliches Lachen könne etwas im Körper auslösen. "Das Gehirn kriegt das Signal: 'Oh, mir geht's gut'", erklärt sie.

Studien aus Japan deuten darauf hin, dass spielerisches Verhalten, Albernheit und Lachen helfen können, Stress abzubauen und die psychische Widerstandsfähigkeit zu stärken. Beim Lachen spielen möglicherweise auch Botenstoffe wie Endorphine und Dopamin eine Rolle, die unser Wohlbefinden beeinflussen und zur Schmerzlinderung beitragen können.

Unsere Mimik und unsere Gefühle sind eng miteinander verbunden. Wir lächeln also nicht nur, wenn wir glücklich sind - auch umgekehrt kann ein Lächeln unsere Stimmung beeinflussen.

Botox gegen schlechte Laune?

Botox gegen Falten ist längst nichts Ungewöhnliches mehr. Aber Botox gegen schlechte Laune? Tatsächlich untersuchen Forschende, ob das Nervengift nicht nur unseren Gesichtsausdruck, sondern auch unsere Gefühle beeinflussen kann.

Dahinter steckt die sogenannte Facial-Feedback-Theorie. Sie besagt, dass unser Gesicht nicht nur zeigt, wie wir uns fühlen, sondern auch unsere Emotionen beeinflussen kann.

Psychiater Prof. Dr. Tillmann Krüger und Prof. Dr. Axel Wollmer beschäftigen sich mit der Frage, ob sich dieser Effekt sogar zur Behandlung von Depressionen nutzen lässt. Ein untersuchter Ansatz besteht darin, Botulinumtoxin in die sogenannte Zornesfalte zu spritzen. Die Region zwischen den Augenbrauen spielt eine wichtige Rolle beim Ausdruck negativer Gefühle. Wird die Muskulatur dort vorübergehend gelähmt, könnte das auch die Wahrnehmung negativer Emotionen beeinflussen und depressive Symptome lindern.

Doch die Veränderung unserer Mimik könnte auch eine Kehrseite haben. Denn wenn Gesichtsmuskeln durch Botox eingeschränkt werden, kann das möglicherweise auch beeinflussen, wie wir positive Gefühle ausdrücken und erleben. Wie stark dieser Effekt tatsächlich ist, wird noch erforscht.

Jenke weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr sich das Gesicht durch solche Eingriffe verändern kann. Für ein früheres Experiment ließ er sich unter anderem Botox und Filler spritzen und seine Lippen behandeln. Heute, sechs Jahre später, sind seine Falten, seine natürliche Mimik und sein Lächeln zurück.

Sieh dir "JENKE. Das Schönheits-Experiment" kostenlos auf Joyn an

Warum uns echte Begegnungen glücklicher machen können

Doch auf seiner Suche nach Lebensfreude beschäftigt sich Jenke nicht nur mit dem eigenen Gesichtsausdruck. Auch soziale Kontakte können helfen, Stress abzubauen und sich besser zu fühlen.

Wie ungewohnt echte Nähe inzwischen für uns geworden ist, zeigt ein weiterer Versuch im "JENKE. Experiment": Zwei fremde Menschen schauen sich vier Minuten lang schweigend in die Augen. Was zunächst nach einer einfachen Aufgabe klingt, kann überraschend starke körperliche Reaktionen auslösen.

"Ich habe das zum ersten Mal in meinem Leben gemacht, jemanden so lange in die Augen zu schauen, weil normalerweise hat man immer wieder das Handy vorm Gesicht," erzählt einer der Teilnehmer.

Auch Jenke stellt sich dem Experiment. Dabei werden seine körperlichen Reaktionen gemessen. Das Überraschende: Der intensive Blickkontakt löst zunächst einmal Stress aus. Doch nach kurzer Zeit lässt die Anspannung nach und Jenke wird ruhiger.

Am Ende seines Experiments fasst Jenke von Wilmsdorff zusammen: "Wir haben das Lachen vernachlässigt und müssen uns das wieder zurückholen".


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