Linda Zervakis

Hightech-Laserfusion und Biogas-Speicher: So könnten innovative Ideen unsere Energieversorgung sichern

Aktualisiert:

von Claudia Frickel

Hightech-Kernfusion und neue Methoden zur Gas-Speicherung: Diese Technologien könnten künftig eine wichtige Rolle in der Strom- und Wärmeversorgung spielen.

Bild: ProSieben


Wie sichern wir die Energie von morgen? Deutsche Start-ups und Unternehmen tüfteln an ganz unterschiedliche Ansätze. Linda Zervakis besucht zwei Projekte: Eines setzt auf eine neuartige Fusions-Technologie, das andere auf smarte Speicherlösungen für erneuerbare Gase.

Mit Hightech-Lasern und Kernfusion zur Stromversorgung

Gerade mal so groß wie ein Buch ist der Laser-Kristall - aber teuer "wie ein Reihenhaus", erklärt Dr. Stefan Karsch von der Münchner Universität. Laserstrahlen können in Bruchteilen von Sekunden für extreme Hitze von 100 Millionen Grad sorgen. Damit wollen der Laserphysiker und sein Team eine Kernfusion erzeugen - und die wiederum könnte Energie liefern.

Karsch arbeitet mit dem 2019 gegründeten Start-up Marvel Fusion daran, eine solche lasergetriebene Fusionsenergie zu entwickeln. Noch befindet sich die Anlage in der Nähe von München im Forschungsstadium. Doch das Ziel ist klar: ein kommerzielles Kernfusionskraftwerk entwickeln, das Strom ins Netz liefern kann.

Wir könnten die dringend benötigte Energie für die Industrie erzeugen - zu bezahlbaren Preisen.

Heike Freund, CCO bei Marvel Fusion

Nach Auskunft von Marvel-Fusion-Managerin Heike Freund wäre diese Art der Energieerzeugung "CO₂-frei, sauber und sicher". Aber bis dahin dürfte noch Zeit vergehen: "Ich bin optimistisch, dass wir solche Kraftwerke in zehn Jahren sehen werden", so die CCO.

Marvel Fusion und das Forscherteam sind aber nicht allein - und sie befinden sich im Wettlauf mit der Zeit. Weltweit arbeiten weitere Teams an kommerzieller Kernfusion, mit verschiedenen Technologien, wie Magnetfeldern oder Pulslasern.

Für ihre neue Reportage "LINDA ZERVAKIS. Made in Germany - zurück an die Weltspitze?" besucht die Reporterin die Hochleistungs-Forschungsanlage bei München. Sie sieht sich die futuristische Fertigungstechnik an und ist beeindruckt:

Deutschland ist ganz vorn dabei beim Wettrennen um die Entwicklung einer revolutionären Technologie.

Linda Zervakis

Flexibler und klimafreundlicher Stromspeicher - mit Biogas

Martin Laß arbeitet ebenfalls daran, die Energieversorgung in Deutschland sicherzustellen - mit einem ganz anderen Konzept. Der Energielandwirt aus Schleswig-Holstein produziert seit Jahren Strom und Wärme über eine große Biogasanlage.

Diese hat er um flexible Gas- und Wärmespeicher erweitert. So kann die Anlage je nach Bedarf Strom ins Netz einspeisen, wenn Wind- und Sonnenenergie gerade nicht ausreichen.

Damit bietet die Anlage eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Kraftwerken:

Wir können 5.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Martin Laß, Energielandwirt

Die Abwärme der Motoren landet in gigantischen Speichern mit Wasser. Laut Laß reicht das aus, um im Winter ein ganzes Dorf zu heizen.

Der Energielandwirt versorgt mit seinem Fernwärmenetz Haushalte in der Region - seit Jahren mit nahezu stabilen Preisen. Linda Zervakis geht der Frage nach, welche Rolle solche dezentralen Lösungen in Zukunft spielen könnten und welche Hürden es dafür gibt. Außerdem begleitest du sie beim Rundgang über Martin Laß' Hof.

Für ihre neue Reportage "LINDA ZERVAKIS. Made in Germany - zurück an die Weltspitze?" reist die Reporterin quer durch Deutschland. Du erfährst, welche Start-ups noch an spannenden Innovationen arbeiten, etwa zu Batterierecycling und Weltraumraketen. Den Beitrag kannst du kostenlos bei Joyn streamen.


Hier siehst du alle Folgen von "LINDA ZERVAKIS."


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