Traumjob?

Gibt es Navy CIS wirklich?

Veröffentlicht:

von Anna Tiefenbacher

Wie real ist der Job der "Navy CIS"-Crew?

Bild: satisfied_stock.adobe.com; CBS Broadcasting Inc.


Die Special Agents des NCIS haben den vielleicht spannendsten Job der Welt - und noch dazu Kollegen wie Jimmy, Torres und Jessica! Gut, ganz so glamourös wie in der Serie ist die Arbeit beim echten NCIS vielleicht nicht. Aber viel basiert auf der Realität.


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Was sind die Aufgaben des echten NCIS?

Innerhalb des US-Marineministeriums ist der Naval Criminal Investigative Service die zivile Bundesermittlungsbehörde, die speziell für die Aufklärung schwerer Straftaten, Terrorismusprävention und den Schutz sensibler Informationen der US-Navy und des Marine Corps zuständig ist. Sie bekämpft Bedrohungen an Land, zur See und im Netz. Ihr Ziel ist es, die Sicherheit der US-Seestreitkräfte auf der ganzen Welt zu gewährleisten.

Eine Besonderheit des NCIS: Anders als viele militärische Ermittlungsorganisationen wird die Behörde zivil geführt. An ihrer Spitze steht ein ziviler Strafverfolgungs-Experte, der direkt dem US-Marineminister unterstellt ist.

NCIS arbeitet an 191 Standorten in 41 Ländern. Die Zusammenarbeit mit anderen Sicherheits-Organisationen spielt daher eine zentrale Rolle. Ermittler:innen kooperieren regelmäßig mit nationalen und internationalen Behörden.

Denjenigen dienen, die schützen – und diejenigen schützen, die dienen.

Slogan des echten NCIS

Ist Abby (Pauley Perrette) etwa einer realen Person nachempfunden?

Bild: picture alliance / Mary Evans Picture Library


Zwischen Fiktion und Realität

Das echte NCIS hat keinen eigenen Gerichtsmediziner (sorry, Ducky und Jimmy). Stattdessen arbeiten die Agents mit militärischen sowie staatlichen oder regionalen Gerichtsmedizinern zusammen und nehmen an Obduktionen teil. Die forensische Autopsie spielt tatsächlich eine zentrale Rolle, weshalb das NCIS auch forensische Berater einstellt.

Als die Serie startete, betrieb das echte NCIS noch eigene Labore. Die Serienfigur Abby basiert teilweise auf einer realen NCIS-Laborleiterin; Schauspielerin Pauley Perrette besuchte im Juli 2003 sogar ein NCIS-Labor in San Diego zur Vorbereitung auf ihre Rolle. Heute nutzt die Behörde für ihre gesamte forensische Arbeit jedoch das U.S. Army Criminal Investigation Laboratory (USACIL) in Fort Gillem, Georgia.

"NCIS" in Realität vs. Serie: So unterschiedlich arbeiten echte Teams

Echte NCIS-Ermittler:innen arbeiten ähnlich wie zivile Kriminalbeamt:innen – allerdings mit militärischem Schwerpunkt. Anders als in der Serie sind sie selten die Ersten am Tatort, meist ist das die Militärpolizei oder die lokale Polizeibehörde. Apropos, die dramatisch-unterhaltsamen Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Behörden sind in der Realität selten, die NCIS sind auf gute Kooperation angewiesen.

Viele Figuren und Abläufe der Serie sind natürlich stark überzeichnet. Auch ikonische Momente wie der berühmte "Gibbs-Klaps" wären im echten Dienst kaum denkbar. Die Serie ist schließlich als Unterhaltung gedacht, nicht als Doku. Aber Funfact: Das reale NCIS steht den Serienmachern gelegentlich beratend zur Seite, damit grundlegende Abläufe zumindest eine gewisse Authentizität behalten. Gleichzeitig hat die Serie die internationale Bekanntheit der Behörde enorm gesteigert, auf eine offene Stelle als Special Agent bewerben sich heute mehr als hundert Personen!

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