Die Zuschauer:innen haben entschieden

Streamerin Rose Mondy ist Miss Germany 2026 geworden

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von Peter Falan Picha

Rose Mondy hat den Sieg im Finale der Miss Germany 2026 erringen können.

Bild: IMAGO / Matthias Wehnert


Gegen rund 2.600 Bewerberinnen hat sich die Streamerin Rose Mondy durchsetzen können: Im Finale am 7. März bekam sie die meisten Stimmen des TV-Publikums und ist nach Valentina Busik nun die neue Miss Germany.

2.600 Bewerbungen - doch nur neun Frauen zogen ins Finale ein. Und sie zeigten, wie sehr sich der Wettbewerb verändert hat: Unter ihnen waren beispielsweise Anne Bäumler, die ein Team von über 800 Menschen managed, sowie Amelie Reigl, die im Labor an gezüchteter Haut als Alternative zu Tierversuchen forscht. Unternehmerinnen wie Büsra Sayed und Amina Ben Bouzid brachten zusätzlich wirtschaftliche Power auf die Bühne - und sorgten als erste Finalistinnen mit Hijab für Schlagzeilen. Den Titel der Miss Germany 2026 hat jedoch eine andere Person erhalten.

Rose Mondy begeisterte das sixx-Publikum

Jede der neun Finalistinnen brachte eine eigene Geschichte mit auf die Bühne - in drei Kategorien mussten sie sich beweisen. Letztendlich hat Streamerin Rose Mondy die meisten Stimmen vor den Bildschirmen bekommen. Die 26-Jährige überzeugte mit ihrer Geschichte als Frau in der männerdominierten Gaming-Szene.

Ich musste doppelt so hart arbeiten für die halbe Anerkennung. Ich musste mich erst beweisen, um überhaupt respektiert zu werden.“

Rose Mondy beim Finale von Miss Germany 2026

Die Bühne nutzte die 26-Jährige auch für eine klare Ansage. Sie sprach über den Druck sozialer Medien und darüber, wie unterschiedlich Ehrgeiz bei Männern und Frauen bewertet wird. Während Männer als "Big Boss" gelten, würden Frauen schnell in die "Diva"-Schublade gesteckt werden. Am Ende brachte sie ihre Botschaft auf den Punkt: Noch immer entscheidet viel zu oft das Aussehen darüber, wie Frauen beurteilt werden. "Wisst ihr, was wir Frauen sind? Wir sind stark. Wir arbeiten hart. Wir schenken Leben und geben alles. Und wofür? Wir werden nicht mal nach unserer Leistung bewertet, sondern anhand unseres Aussehens", kritisierte die gebürtige Syrerin.

Wir kämpfen nicht nur für unsere Träume, sondern gleichzeitig gegen Frauenhass und Sexualisierung.

Rose Mondy

Die Streamerin kehrte zur Show zurück

Als Gaming-Streamerin auf Twitch hat sich Rose Mondy längst eine treue Community aufgebaut. Dort spielt sie nicht nur Games wie "Fortnite" oder "Minecraf"t, sondern spricht dort ebenfalls offen über persönliche Erfahrungen mit Rassismus und ihre Sprachprobleme.

Nach einem krankheitsbedingten Aus im Finale 2024 kehrte sie 2026 zum Wettbewerb Miss Germany zurück. Heute will sie ihre neue Rolle nutzen, um für junge Frauen ein Vorbild zu sein.

Ich zeige, dass man nicht perfekt sein muss, um Erfolg zu haben.

Rose Mondy im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur

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