Exklusives Interview
Sven Hannawald verrät vor "Schlag den Star"-Duell mit Jan Ullrich: Vor diesem Spiel hat er Bammel
Aktualisiert:
von Martin HaldenmairSven Hannawald macht sich kampfbereit. Am 25. Oktober tritt er gegen Jan Ullrich an.
Bild: picture alliance / Wagner
Zum zweiten Mal tritt Sven Hannawald an diesem Samstag bei "Schlag den Star" an, diesmal gegen Ex-Profisportler Jan Ullrich. Wie sich der ehemalige Skispringer für diese Begegnung bereit macht und was er dabei am meisten fürchtet, verrät er im exklusiven Interview.
Herr Hannawald, am Samstag sind Sie bei "Schlag den Star" dabei. Was machen Sie gerade zur Vorbereitung?
Sven Hannawald: Körperlich schaue ich, dass ich meinen Grundlevel halte. Gleichzeitig versuche ich mein Gedächtnis zu trainieren. Mein Bammelspiel ist nämlich "Blamieren oder kassieren". Also lese ich mehr als sonst und versuche, mir viel zu merken. Bei Texten konzentriert zu bleiben, ist schwer für mich, das war auch schon damals zu meiner Schulzeit so.
Nun, da ich meinen Kindern bei den Hausaufgaben helfe, muss ich sowieso mehr lesen. Ich bin von Grund auf einfach kein Leser oder Bücherwurm. Dementsprechend merke ich jetzt vor der Sendung natürlich, dass mich das schon vor Herausforderungen stellt.
Mein Bammelspiel ist 'Blamieren oder kassieren'.
Wie halten Sie den körperlichen Grundlevel?
Zur Zeit mache ich ein- bis zweimal die Woche Krafttraining. Ich möchte verhindern, auf den Gelenken zu gehen. Das sieht man leider öfter bei älteren Menschen, dass die Muskelmasse weggeht und die Gelenke belastet werden.
Fußballspielen fehlt mir, aber das ist zeitlich schwierig. Bei Fußball kann man sich auch mal schön auspowern.
Stichwort "zeitlich schwierig": Sie hatten vor Jahren einen Burn-out. Wie gestalten Sie nun Ihren Alltag?
Zwei- bis dreimal in der Woche ist Zeit nur für mich im Kalender gesetzt. Wenn sich der Kalender zu sehr füllt, versuche ich, Anfragen auf einen anderen, noch freien Zeitpunkt zu schieben. Wenn das nicht geht, sage ich sie ab.
Mein Inneres, dem ich wieder vertraue, sagt mir, wenn es zu viel ist.
Sven Hannawalds Gegner im Interview
Besteht umgekehrt die Gefahr, das Grundtraining zu vernachlässigen oder kommt das bei Ihnen nicht vor?
(lacht) Den Schweinehund bei mir, den kenne ich schon. Meine Karriere hindurch, 40 Prozent eher, musste ich mich zusammenreißen und einfach trainieren gehen, obwohl das Gefühl sagte: "Komm ey, lass es doch einfach mal!" Aber dann fängst du mit dem Training an und nach zehn Minuten, 15 Minuten ist es wieder okay.
Den Schweinehund bei mir, den kenne ich schon.
Was fürchten Sie beim "Bammelspiel" "Blamieren oder kassieren"?
Ich muss zugeben, dass ich mich früher immer amüsiert habe, wenn sie für die Show auf der Straße nachgefragt haben, wer Bundeskanzler, wer Außenminister ist und so weiter und so fort, und die Protagonisten das nicht wussten. Aber in der aktuellen politischen Situation lese ich dazu auch nichts, weil es mich einfach runterzieht.
Deswegen wird es auch mir passieren, dass ich den einen oder anderen oder die eine oder andere nicht kenne.
Und auf welche Spiele freuen Sie sich?
Alles, was mit Bewegung zu tun hat. Generell alles, bei dem man irgendwie ein Gefühl entwickeln kann, wie was funktioniert, das sollte passen.
Ich bin absoluter Fan der Sendung und freue mich, dass es endlich wieder klappt. Ich schaue alte Folgen, um zu sehen, was schon mal gemacht wurde. Und ich gehe bewusster durch den Alltag. Vielleicht kommt ja ein Geschmackspiel oder ein Riechspiel, also schmecke ich zum Beispiel bewusster.
Ich gehe jetzt aber nicht extra in den Laden und mache mir den Einkaufswagen mit allen Obst- und Gemüsesorten voll. (lacht)
Bei der Sendung werden Sie auf Jan Ullrich treffen …
Ich freue mich, dass ich Jan nach vielen, vielen Jahren wiedersehen kann. Er hat ja auch schwierige Zeiten hinter sich. Ich habe immer wieder die Hoffnung gehabt, dass er für sich den Weg findet, dass er wieder zurück ins Leben kommt, weil auch er, neben Michael Schuhmacher, eines meiner Idole war.
Jan Ullrich war eines meiner Idole.
Was erwarten Sie von der Show?
Sie werden sich wieder viele Gedanken gemacht haben, wie sie uns beide gleichzeitig fordern können. Und ich gehe davon aus, dass Jan genauso ist wie ich, dass Aufgeben kein Thema ist. Das wird bitter für uns beide. Das gibt Muskelkater!
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