Nein heißt Nein
Neue Stalking-Sorge: Lola Weippert spricht im "Schön Laut"-Podcast Klartext
Aktualisiert:
von Lars-Ole GrapLola Weippert macht erneut eine beunruhigende Erfahrung. In der aktuellen Folge ihres gemeinsam mit Vanessa Mai produzierten Podcasts "Schön Laut" berichtet die Moderatorin von einem Mann, der ihr offenbar wiederholt nachgestellt habe.
Lola Weippert von Stalker verfolgt: Moderatorin berichtet von beunruhigendem Vorfall
"Ich habe einen neuen Stalker" - mit diesem Satz eröffnet Lola Weippert die aktuelle Folge ihres Podcasts "Schön Laut", den sie gemeinsam mit Vanessa Mai betreibt. Es ist nach eigenen Angaben nicht das erste Mal, dass die Moderatorin mit einer solchen Situation konfrontiert ist.
Bereits Wochen bevor die Lage eskaliert, gibt es laut Weippert erste Auffälligkeiten. Bei einem gemeinsamen Werbedreh mit Mai habe der Mann bereits ungewöhnliche Sprachnachrichten geschickt - ein Detail, das Mai im Rückblick als deutliches Warnsignal einordnet. Kennengelernt hätten sich Weippert und der Mann demnach zuvor auf einem Festival und seien danach in Kontakt geblieben. Zunächst habe sie ihn "noch ganz süß" gefunden, doch dieser Eindruck habe sich "enorm schnell abgebaut".
Ihre aktuelle Haltung zu neuen Bekanntschaften beschreibt die Moderatorin im Podcast mit einem bildlichen Vergleich: Sie sei aktuell "eine Hummel", die nicht im "Nest bauen"-Modus sei, sondern zwischen verschiedenen "Blüten" umherfliege. Sprich: Sie habe von Anfang an klargemacht, nichts Ernstes zu suchen.
Schön laut
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Sie stehen im Rampenlicht, sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und polarisieren die Massen. Über Vanessa Mai und Lola Weippert wird viel geredet – Zeit, dass sie das Mikro selbst in die Hand nehmen.
Lola Weippert von Stalker bedrängt: "Du überschreitest gerade viele Grenzen"
Der Kontakt mit ihrer Bekanntschaft bleibt zunächst bestehen, bis sich die beiden auf einem weiteren Festival wiedersehen. Der Mann sei eigens aus London angereist, nur um sie zu sehen. Doch bereits am ersten von insgesamt fünf Festivaltagen kippt die Stimmung: Nachts habe er sie angerufen, weil er mit seinem Zeltplatz unzufrieden gewesen sei und nicht schlafen könne.
Zuvor habe er ihr bereits nahegelegt, früh ins Bett zu gehen, schließlich sei das Wochenende noch lang - ein Verhalten, das Mai als "Fathering" bezeichnet. Gemeint ist damit ein väterlich anmutendes, ungefragtes Einmischen in persönliche Entscheidungen. Auch Weippert lässt sich nicht bevormunden und bleibt bewusst länger wach. Über den nächtlichen Anruf wegen des Zeltplatzes sagt sie rückblickend, was ihr in diesem Moment durch den Kopf gegangen sei: "Junge, du bist 40 Jahre alt."
Danach antwortet sie ihm nicht mehr. Doch der Mann lässt nicht locker: Nach ihrer Schilderung schickt er ihr nun im Stundentakt lange Nachrichten und versucht zusätzlich, über ihre Begleiter:innen herauszufinden, wo sie sich aufhält. Für die Moderatorin ist damit endgültig die Grenze überschritten und aus einer unangenehmen Situation wird Stalking.
Am nächsten Morgen verschärft sich die Situation weiter. Der Mann steht unangekündigt vor dem Camper, in dem Weippert mit Freund:innen untergebracht ist, obwohl der Bereich eigentlich nur mit Zugangsbändchen erreichbar ist. Wie er ihren Aufenthaltsort herausfindet, habe er über Umwege bei anderen Festival-Besucher:innen erfragt. Weippert konfrontiert ihn direkt: "Du überschreitest gerade viele Grenzen." Doch selbst nach mehrfacher Aufforderung, sie in Ruhe zu lassen, taucht er im Laufe des Tages immer wieder an verschiedenen Stellen des Festivalgeländes auf.
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Lola Weippert und Vanessa Mai über Stalking: "Was kann man an einem 'Nein' nicht verstehen?"
Aus der Schilderung entwickelt sich im Podcast ein grundsätzlicheres Gespräch über Grenzen und Verantwortung. Mai stellt unmissverständlich klar, dass ab dem Moment, in dem Weippert Nein sage, jeder dies zu akzeptieren habe - unabhängig davon, was zuvor zwischen den beiden gelaufen sei. Zugleich betont sie ausdrücklich, dass Weippert keine Schuld an der Situation trage. Die Verantwortung für sein Verhalten liege allein bei demjenigen, der diese Grenze überschreite.
Beide sprechen zudem darüber, wie sehr Frauen darauf angewiesen seien, ständig eine Art inneres Frühwarnsystem für mögliche Gefahren zu entwickeln. Das führe zugleich dazu, grundsätzlich misstrauischer durchs Leben zu gehen, als es eigentlich nötig wäre. Mai schlägt schließlich vor, ein gemeinsames Codewort einzuführen, um ähnliche Situationen künftig vermeiden zu können. Am Ende bringt Weippert die entscheidende Frage auf den Punkt: "Was kann man an einem 'Nein' nicht verstehen?"
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