"Klar dachte ich mal, ich will das nicht"
ChrisTine Urspruch über ihre Kleinwüchsigkeit: So sehr kämpfte der "Tatort"-Star mit Selbstzweifeln
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von teleschau"Ich bin zufrieden mit mir, so wie ich bin", stellt ChrisTine Urspruch klar.
Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz
In ihrer Rolle als Fabelwesen "Sams" wurde ChrisTine Urspruch bekannt. Seit über zwei Jahrzehnten lieben Fans sie zudem als Rechtsmedizinerin Alberich im Münsteraner "Tatort". In einem Interview verriet die Schauspielerin nun, warum sie mit ihrer Körpergröße nicht (mehr) hadert.
"Vielleicht für einen Moment am Tag" denke sie darüber nach, größer zu sein, verriet die 1,32 Meter große Schauspielerin ChrisTine Urspruch (55) kürzlich in einem Interview mit "Bild". "Aber nicht ernsthaft. Ich bin zufrieden mit mir, so wie ich bin." Und das strahlt sie auch aus.
"Eine Laune der Natur"
Zu dieser Akzeptanz hat sicher beigetragen, dass ihre Körpergröße in ihrer liebevollen Familie "nie ein Problem darstellte" und einfach als "selbstverständlich" wahrgenommen wurde. Dass sowohl ihre Eltern als auch ihre geliebte "Oma Wauwau" (eine zweifache Dackel-Besitzerin) sich nach ihrer Diagnose große Sorgen gemacht hatten, erfuhr ChrisTine erst vor einigen Jahren. Gezeigt hätten sie ihr das nie. Sie möge den Ausdruck "Spontan-Mutation", den die Ärztinnen und Ärzte seinerzeit benutzt hätten. "Also eine Laune der Natur. Ein schöner Begriff. Ich wollte wohl einfach anders sein als die anderen", erklärte sie der Reporterin strahlend.
"Warum bin ausgerechnet ich so klein?"
Nach einer schmerzhaften Operation, die sie als Sechsjährige wegen ihrer O-Beine auf sich nehmen musste, habe sie sich weiterhin entwickelt wie "ein ganz normales Kind. Nur eben immer die Kleinste von allen." In der Pubertät habe sie dann zwar hin und wieder mit ihrer Größe gehadert, gab sie zu. Aber es sei ja "ohnehin normal, dass man sich als junger Mensch selbst infrage stellt. Klar dachte ich mal, ich will das nicht, ich packe das nicht. Warum bin ausgerechnet ich so klein?"
Auch in der Liebe habe sie Misserfolge mitunter auf ihre Körpergröße geschoben, dann aber schnell festgestellt, dass es auch "viel größere Freundinnen" gab, "die ebenfalls unglücklich verliebt waren". Und so hat sie die Selbstzweifel inzwischen längst hinter sich gelassen, habe auch nie Angst gehabt, ihre (1,68 Meter große) Tochter könne kleinwüchsig zur Welt kommen.
ChrisTine Urspruch im "Tatort: Münster"
Das große T in ihrem Vornamen
Ihr "spielerischer Umgang mit dem Groß und dem Klein", drücke sich auch in der ungewöhnlichen Schreibweise ihres Vornamens aus, so ChrisTine Urspruch. Diese benutze sie schon seit der Abiturzeit: "Meine Mutter sagt Christine, viele meiner Freunde nennen mich Tine. Ich habe beides vereint", erklärt sie. Der Name sei überdies auch "Ausdruck meines Gefühls, dass man nicht alles so ernst nehmen muss".
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