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Entscheidung ist gefallen

Comeback beim "Tatort"? So steht Rick Okon zu einer Rückkehr von Jan Pawlak

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Rick Okon spielte über sechs Jahre Polizeihauptkommissar Jan Pawlak.

Bild: WDR/Stephan Pick


Rick Okon hat den Dortmunder "Tatort" vor zwei Jahren verlassen. Jetzt ist er wieder in einem Film zu sehen: Im ZDF-Film "Zwei am Zug" spielt er einen Single, der sich in eine verheiratete Mutter verliebt. Ob Kommissar Jan Pawlak jemals zurückkehrt, beantwortet er jetzt in einem Interview zum neuen Film.


Der "Tatort" im Ersten sonntags um 20:15 Uhr


ARD-"Tatort" hinter sich gelassen: Rick Okon spricht über seine Entscheidung

In "Zwei am Zug" spielt Rick Okon einen Single, der sich in eine verheiratete Mutter verliebt. Was ihn an dem Stoff gereizt habe, sei vor allem der Altersunterschied der beiden Hauptfiguren gewesen. "Alter spielt in der Liebe keine Rolle", sagt er gegenüber "t-online". "Es kommt vielmehr auf die Lebensumstände an." Den eigentlichen Kern des ZDF-Films sieht er weniger in der Romanze selbst als in dem, was sie auslöse: Zwei Menschen begegnen sich zufällig und beginnen, sich zu hinterfragen - plötzlich erkennen sie darin die Möglichkeit, etwas zu verändern.

Die Rolle ist ein deutlicher Bruch mit dem, wofür er einem breiten Publikum bekannt wurde. Von 2016 bis 2022 verkörperte der 37-jährige Schauspieler die Figur des Kommissars Jan Pawlak im Dortmunder "Tatort". Dann stieg er aus. Ein Comeback schließt er in dem Interview jetzt aus.

Ich habe mit meiner Figur Jan Pawlak abgeschlossen. Das ist alles fein.

Rick Okon

Die Entscheidung sei bewusst getroffen worden und er stehe auch zwei Jahre später noch voll dahinter. Die Zeit beim "Tatort" beschreibt er als "wunderschön", aber für ihn zeitlich begrenzt.

Mit seiner ehemaligen Kollegin Stefanie Reinsperger, die den Dortmunder "Tatort" inzwischen ebenfalls verlassen hat, verbinde ihn nach wie vor eine enge Freundschaft. Ob die erfolgreiche Krimireihe ambitionierten Schauspieler:innen zu wenig Entfaltungsraum lasse? Das könne er nicht pauschal sagen, so Okon. Das sei bei jedem individuell - bei ihm sei es schlicht an der Zeit gewesen.


ARD-"Tatort"-Star Rick Okon über Geld, Ausstieg und sein neues Leben

Dass ein langfristiges Engagement wie der "Tatort" finanzielle Stabilität bietet, streitet der Schauspieler nicht ab - man könne dort sicherlich besser planen, räumt er ein. Doch das grundlegende Gefühl der Ungewissheit, das Schauspiel als Beruf mit sich bringe, bleibe auch mit einem solchen Vertrag. Als Freiberufler sei er das Auf und Ab gewohnt: Ein Jahr könne arbeitsreich sein, das nächste kaum. Einen Einschnitt nach dem Ausstieg habe er nicht gespürt. "Ich bin schon jemand, der versucht, hauszuhalten mit dem, was er hat", sagt er - wer weniger habe, spare mehr; wer einen Puffer habe, gönne sich auch mal etwas.

Mit diesem Pragmatismus hat er sich längst neu aufgestellt. Nach Jahren im Serienbetrieb empfand er den Dreh von "Zwei am Zug" als willkommene Abwechslung - auch wegen des Tempos: Ein Fernsehfilm sei in rund sechs Wochen abgedreht, eine Serie könne Monate in Anspruch nehmen. Dazu kam ein persönlicher Bonus: Die Dreharbeiten fanden in Hamburg statt, wo ein Teil seiner Familie lebt.

Überhaupt scheint Rick Okon zu wissen, was ihm guttut. Privat schätzt der ehemalige "Tatort"-Star Struktur - auch wenn sein Beruf sie selten zulässt. Er besitzt eine Kinojahres­karte, schaut deutlich mehr Filme als Serien und freut sich nach langen Drehs auf das Unspektakuläre: früh aufstehen, Sport, selbst kochen. "Es sind die kleinen Sachen, die mich sehr glücklich machen", so der Schauspieler. Seine Figur Jan Pawlak braucht er dafür offenbar nicht mehr.


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