Früher Job mit großer Wirkung
Dietmar Bär: Diesen ungewöhnlichen Beruf hatte der "Tatort"-Star vor der Schauspielerei
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von Lars-Ole GrapSowohl Kommissar Freddy Schenk als auch Schauspieler Dietmar Bär verbindet eine besondere Leidenschaft für die Oper.
Bild: WDR/Thomas Kost
Bevor "Tatort"-Star Dietmar Bär als Kommissar Freddy Schenk zu einer festen Größe im deutschen Fernsehen wurde, begann seine Karriere mit einem Nebenverdienst, der nur das Taschengeld aufbessern sollte, dann aber eine Leidenschaft entfachte, die bis heute spürbar ist.
Der "Tatort" im Ersten sonntags um 20:15 Uhr
"Tatort"-Star Dietmar Bär über seine Verbindung zur Oper
Während Kommissar Freddy Schenk Schlager allenfalls seiner Frau zuliebe erträgt, schlägt sein Herz für die große Bühne, für Pathos, Drama und starke Stimmen. Die Oper bietet für ihn genau jene Welt der Extreme, die auch kriminalistische Ermittlungen prägt: Liebe, Verrat, Macht und Abgründe. Für Dietmar Bär ist daher klar, dass dieser Schauplatz perfekt zu seiner "Tatort"-Figur passt - und auch der 64-jährige Schauspieler hat bis heute eine besondere Bindung zur Oper.
In einem Interview mit dem WDR anlässlich seines aktuellsten Kölner-"Tatort"-Falls beschreibt er, was die Oper für ihn so einzigartig macht: "Oper! Die Welt der großen Gefühle! Bombastische Musikerlebnisse, Bühnenbilder, Kostüme! Die Stimmen! Ein besseres Dreh-Motiv gibt's nicht. Und in Köln setzen wir noch einen drauf: Wir haben ja momentan zwei Opernhäuser!"
Dass der Schauspieler diese Leidenschaft so glaubwürdig im "Tatort: Die Schöpfung" verkörpert, kommt nicht von ungefähr. Denn schon als Gymnasiast in Dortmund verdiente er sich etwas Geld als Statist in eindrucksvollen Theaterproduktionen dazu. Dort kam es auch zu seinem ersten intensiven Kontakt mit der Oper. "In meiner mich vorprägenden Zeit als Statist an den Dortmunder Bühnen hatte ich den ersten Vollkontakt mit der Oper, als Tambourmajor in Puccinis 'La Bohème'; da war alles dabei: großartige Musik, ein kurzer, knackiger Auftritt, eigentlich 'Aufmarsch', in der Optik eines Schützenkönigs den Tambourstab schwingend und mit einer Musikkapelle hinter mir, am Ende des zweiten Aktes, auf dem sich drehenden Bühnenbild eines Pariser Weihnachtsmarkts! Fantastisch."
Schneller und schöner konnte man als Gymnasiast kein Geld dazuverdienen.
Kölner Oper als "Tatort"-Schauplatz
Die Dreharbeiten führten das "Tatort"-Team in die Kölner Oper im traditionsreichen Ripphahn-Bau. Das Haus, das über Jahre hinweg umfassend saniert wurde, diente dabei als besonderer Schauplatz: Noch vor der offiziellen Wiedereröffnung und dem ersten regulären Spielbetrieb standen Freddy Schenk und Max Ballauf auf der neuen Bühne.
Zwischen rotem Samt, moderner Technik und jahrzehntelanger Tradition lag eine besondere Spannung in der Luft. Gemeinsam mit seinem langjährigen "Tatort"-Partner Klaus J. Behrendt und Stephan Grossmann, der im "Tatort: Die Schöpfung" den Intendanten verkörpert, kostete er diesen besonderen Augenblick aus. Im Interview erzählt Dietmar Bär, wie besonders es für ihn war, als einer der ersten Schauspieler noch vor der Wiedereröffnung auf der Bühne zu stehen.
"Genau das habe ich am ersten Drehtag auf der Opernbühne im Ripphahn-Bau zu Klaus J. Behrendt und dem Kollegen Stephan Grossmann, der so wunderbar den Intendanten 'gibt', gesagt: Egal, mit welcher Oper dieses wunderbare, alte, neue Haus seine Wiedereröffnung feiern wird - wir drei waren die ersten hier on stage!"
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