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Weniger Krimis, weniger Radio

MDR-Sparmaßnahme: Drei Jahre Pause für neue "Tatort"-Produktionen

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Aufgrund von Sparmaßnahmen müssen "Tatort"-Fans in den nächsten Jahren auf neue Produktionen verzichten.

Bild: Future Image


Aufgrund eines Streits um die Erhöhung des Rundfunkbeitrages muss der MDR sparen und setzt verschiedene Produktionen aus. Was das für Zuschauer:innen und die Hörerschaft bedeutet und wie es mit dem Rundfunkbeitrag weitergeht, erfährst du hier.


Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) setzt wegen des Streits um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ein umfangreiches Sparpaket um. So sollen neue MDR-Produktionen für "Tatort" und "Polizeiruf 110" drei Jahre lang pausieren. Für die Reihen "Tatort" und "Polizeiruf 110" verfüge der Sender zwar bereits über fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen für die kommenden Jahre, teilte der Sender mit. Neue Produktionen sollen jedoch zunächst drei Jahre lang ausgesetzt werden. Außerdem will der Sender seine Jugendwelle "MDR Sputnik" ab 2027 nicht mehr über UKW verbreiten.

MDR-Intendant Ralf Ludwig informierte den Rundfunkrat am Montag über die Maßnahmen. Die bislang nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit Anfang 2025 bedeute für den MDR eine umfangreiche Budgetkürzung, teilte der Sender mit. Ludwig erklärte, die ausgebliebene Beitragsanpassung erzeuge eine "erhebliche Finanzlücke". Deshalb müsse der MDR ab 2027 mit einer Absenkung seines Etats reagieren.

Bereits seit Freitag war bekannt, dass sich der MDR zudem von der Produktion des ARD-"Mittagsmagazins" trennen will. Der Sender bestätigte nun erneut Gespräche innerhalb der ARD über eine Abgabe der Sendung ab 2027. Übernehmen soll voraussichtlich der Norddeutsche Rundfunk (NDR).

Tauziehen um höheren Rundfunkbeitrag

Die Umstrukturierungen beim MDR erfolgen vor dem Hintergrund der Hängepartie um den künftigen Rundfunkbeitrag. ARD und ZDF hatten im November 2024 Verfassungsbeschwerde eingereicht, weil die Bundesländer die ursprünglich empfohlene Erhöhung von derzeit 18,36 Euro auf 18,94 Euro zum 1. Januar 2025 nicht beschlossen hatten.

Im Februar hat die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) nun eine neue Empfehlung abgegeben: Ab 2027 soll der Beitrag demnach auf 18,64 Euro steigen – also 30 Cent weniger als ursprünglich vorgeschlagen.


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