Einmaliges Experiment
Dreharbeiten bei "Tatort"-Star Stefan Gubser zu Hause - Wie es dazu kam
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von C3 NewsroomDer frühere "Tatort"-Kommissar Stefan Gubser über einen Dreh mit besonderen Folgen.
Bild: Panthermedia
Acht Jahre lang war Stefan Gubser als Schweizer "Tatort"-Kommissar Reto Flückiger in Luzern zu sehen. In einem Interview verriet der Schauspieler, warum ein Film in seiner Karriere bei ihm zu Hause gedreht wurde - und warum er das nicht mehr wiederholen würde.
"Tatort"-Star Stefan Gubser in seinem letzten Fall als Kommissar Flückiger
"Der Elefant im Raum" - so lautet der Titel des letzten "Tatort"-Falls für das Duo Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer). 2019 verabschiedete sich der Luzerner Kommissar mit dieser Episode nach acht Jahren aus der ARD-Krimireihe.
In der "Tatort"-Episode, die am Montagabend (17. August, 23:45 Uhr) beim RBB ausgestrahlt wird, gerät Flückiger selbst unfreiwillig mitten in einen Kriminalfall. Als Luzerns Elite aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine Dinnerparty auf einem Schiff auf dem Vierwaldstättersee feiert, begleitet der Kommissar seine Freundin eher widerwillig zu dem Event. Doch der Abend nimmt eine dramatische Wendung.
"Tatort": Flückigers letzter Fall heute um 23:45 Uhr im RBB und hier im Live-Stream

Der Elefant im Raum
Auf dem Dampfer gibt es offenbar einen Anschlag - der Kapitän stirbt, an Bord bricht Panik aus. Ein bekannter Kantonsrat verschwindet. Ist er Täter oder wurde er selbst Opfer? In ihrem letzten Fall müssen Flückiger und seine Kollegin Liz Ritschard einen Kriminalfall lösen, bei dem sie auf viele Intrigen auch in den höchsten Ebenen stoßen.
Dieser Film wurde bei Stefan Gubser daheim gedreht
Bevor er als "Tatort"-Kommissar startete, war Schauspieler Stefan Gubser, unter anderem in dem Schweizer Drama "Hello, Goodbye" zu sehen. In dem Film aus dem Jahr 2007 spielte er nicht nur die Hauptrolle, sondern war als Co-Autor für das Drehbuch mitverantwortlich - und er war auch Produzent des Films. Darin spielt er einen unheilbar an Krebs erkrankten Mann, der beschlossen hat zu sterben und seine Tochter bittet, ihn dabei zu begleiten.
Das Außergewöhnliche an diesem Projekt: Der Film wurde im Haus von Stefan Gubser gedreht. Auf die Frage, ob er das so noch einmal wiederholen würde, fiel seine Antwort 2016 im Interview mit "Schweiz Heute" deutlich aus: "Auf gar keinen Fall! Uns stand für den Film damals sehr wenig Geld zur Verfügung." Sie hätten das geringe Budget, das ihnen damals zur Verfügung gestanden habe, nicht in eine teure Location investieren wollen, begründete er die Entscheidung, den Film damals bei ihm zu Hause gedreht zu haben.
Der "Tatort" im Ersten sonntags um 20:15 Uhr
Warum Stefan Gubser das Experiment nicht wiederholen würde
"Als Produzent sagte ich spontan: Lasst uns das hier bei mir machen. Aber eigentlich sagt jeder Filmschaffende, der schon lange im Geschäft ist: Man kann überall drehen, nur nicht bei sich zu Hause", betont der heute 69-Jährige.
Das begründete Gubser so: "Da schleppt dann eine 40-köpfige Crew tonnenweise Material ins Haus und wieder raus. Und dementsprechend sieht's danach dann auch aus."
Nach dem Dreh habe er nicht nur den Boden neu abschleifen lassen müssen, sondern auch die Wände mussten neu gestrichen werden, verriet der Schauspieler. Bei künftigen Projekten werde er sein Haus also nicht mehr als Location zur Verfügung stehen.
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