"Schmerzhaft"
SWR-Sparkurs betrifft jetzt auch "Schlagerspaß mit Andy Borg"
Veröffentlicht:
von Julia W.Der SWR will "Schlager-Spaß" mit Andy Borg künftig nicht mehr selbst produzieren.
Bild: Imago Images / Future Image
Der SWR will aus Spargründen mehrere beliebte Formate nicht mehr selbst produzieren. Betroffen sind unter anderem "Schlager-Spaß" mit Andy Borg und der Schwarzwald-"Tatort". Eingestellt werden sollen die Formate jedoch nicht.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sparen – das betrifft unter anderem auch den SWR. Um Kosten zu sparen, will der Sender künftig weniger eigene Studios betreiben und Produktionen teilweise auf externe Firmen übertragen. Das betrifft nun offenbar mehrere Formate, darunter den Schwarzwald-"Tatort" und Andy Borgs "Schlager-Spaß".
Externe Firmen übernehmen Produktion
Wie der SWR laut "t-online" in einer Presseerklärung bekannt gab, wird "Schlager-Spaß mit Andy Borg" bald nicht mehr vom Sender selbst, sondern von der Firma Kimmig Entertainment produziert. Aufgezeichnet wird die Show weiterhin in Baden-Württemberg, und zwar in einer Eventhalle des Europa-Parks Rust in Mahlberg.
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Ähnlich ergeht es auch dem Schwarzwald-"Tatort": Die Fälle von Tobler und Berg werden laut "t-online" bereits von der externen Ludwigsburger Produktionsfirma Giganten Film produziert. Die erste Folge unter neuer Zuständigkeit soll den Titel "Freund und Feind" tragen. Der Stuttgarter und der Ludwigshafener "Tatort" hingegen bleiben unter SWR-Regie.
Produktionsänderungen gibt es auch bei "Sag die Wahrheit" und "Tigerenten Club". Die beliebte Rateshow soll ab 2027 in Zusammenarbeit mit dem MDR produziert werden. Bei der Kindersendung wird die Produktion künftig aufgeteilt: Während Live- und Quizteil sowie Kinderreportagen der Sendung weiterhin vom SWR in Stuttgart produziert werden, sollen Show- und Spielelemente von Riverside Entertainment übernommen werden.
Qualität der Formate soll nicht leiden
An der Qualität der Formate soll sich dadurch "nichts verändern", sagte SWR-Intendant Kai Gniffke. Der Sender entscheide sich aus "Verantwortung für die anvertrauten Mittel" für die wirtschaftlich sinnvollsten Lösungen. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnete die Veränderungen bei der Produktion als "schmerzhaft", allerdings sei es vor dem Hintergrund finanzieller Unsicherheiten notwendig, den SWR "flexibler" aufzustellen.
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