„Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich”

Werden in Rumänien Welpen gezüchtet, um sie zu töten? Das enthüllt eine Tierärztin

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von Joyn Redaktion

Dieses schlimme Schicksal haben Welpen in Tötungsstationen in Rumänien.

Bild: Joyn


Sie sind eingesperrt. Sie sind ausgehungert. Sie haben Todesangst. Doch es kommt noch schlimmer: an machen Stationen werden Welpen nur für ihren Tod und den daraus entstehenden Profit gezüchtet. In der Investigativ-Doku von Nathan Goldblat erfährst du noch mehr über die schrecklichen Taten der Hunde-Mafia.

"Die Hunde werden vergiftet, teilweise erschlagen oder lebendig verbrannt, auf die einfachste und billigste Weise - vor den Augen der anderen Hunde", erklärt PETA-Funktionärin Jana Hoger Tierschutz-Creator Nathan Goldblat auf der Fahrt in eine der privaten Tiertötungsstationen in Rumänien in der Investigativ-Dokumentation "Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich".

Es ist ein perfides Millionengeschäft mit dem Tod, das sich in Rumänien in den letzten zwei Jahrzehnten etabliert hat. "Bisher wurden etwa zwei Millionen getötet und es sind immer noch so viele auf der Straße", sagt die rumänische Tierärztin und Stadträtin Emma Stratulat. Für jeden gefangenen und getöteten Hund kassieren die Betreiber privater Tiertötungsstationen bis zu 400 Euro.

Nathan Goldblat: "Das ist eine Geldruckmaschine. Und keiner, bis in die Politik, ist bereit, das zu verändern, weil alle mitverdienen." Die einzige Überlebenschance der Hunde: Sie werden innerhalb von 14 Tagen adoptiert. Wie sehr die Tiere leiden, macht Emma Stratulat am Beispiel einer Hündin deutlich: "Oft werden sie schwanger gefangen. Und was so traurig ist, ihr Nachwuchs wurde von Hunden aus der Station getötet, weil sie so ausgehungert waren, dass sie anfingen, die Welpen zu fressen."

Tierschutz Influencer Malte Zierden, der Nathan Goldblat bei einer Hunderettung für die Dokumentation in Rumänien begleitet, ist entsetzt: "Ich habe viele Dinge gesehen. Das ist echt der Abgrund." Und die Tierärztin Emma Stratulat erhebt einen weiteren, schwereren Vorwurf: "Es gibt eine weitere Horror Tötungsstation. Dort werden Tiere gezüchtet, nur um sie später töten zu können."

"Die Hunde-Mafia" – das Millionen-Geschäft mit dem Tod

Um das Problem der Straßenhunde einzudämmen, lässt Rumänien massenhaft Tiere einfangen, einsperren und alle töten, die nicht innerhalb von 14 Tagen adoptiert werden. Für das "Hundemanagement" kassieren die Betreiber der Auffang- und Tötungsstationen zwischen 200-400 Euro – für jedes gefangene Tier. Finanziert werden die Maßnahmen von den Kommunen durch öffentliche Mittel. "Ein Teil unserer Steuergelder fließt in die völlig unnötige Tötung von Straßenhunden. Hier wird im ganz großen Stil Profit gemacht. Und da die Hunde nicht sprechen können, gibt es leider keine Zeugen."

Tierschutz-Creator @Nathan.Goldblat will diese Praxis der Hundetötung beenden. In Rumänien deckt er das mafiöse System hinter den Tötungsstationen auf. Er sammelt Beweise für Verstöße gegen das Tierwohl, organisiert Hunderettungen mit namhaften Influencer:innen und spricht vor EU-Repräsentant:innen in Brüssel.

Mit Erfolg: Noch während der Dreharbeiten werden erste Tiertötungsstationen von den Behörden geschlossen, der rumänische Präsident schaltet sich ein, das Land diskutiert öffentlich über die fragwürdige Praxis und die EU beschäftigt sich inzwischen mit dem Thema.

Wie es dazu kommt, zeigt die Dokumentation "Die Hunde-Mafia: How to kill a puppy & get rich", die ab dem 15. April auf ProSieben läuft oder schon ab dem 8. April auf Joyn im Stream verfügbar ist.


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