It's Superhero Monday!
Geliebt und gehasst: Die Tops und Flops im MCU
Veröffentlicht:
von Antje WesselsAntje Wessels liebster Held: Spider-Man, gespielt von Tom Holland.
Bild: 2021 Columbia Pictures Industries, Inc. and Marvel Characters, Inc. All Rights Reserved. ; privat (bearbeitet mit KI).
Am Ostermontag ist "Superhero Monday" bei ProSieben! Die perfekte Gelegenheit für Filmkritikerin Antje, ihre drei liebsten und meistgehassten Charaktere des Marvel Cinematic Universe vorzustellen.
Kaum ein anderes Franchise hat die Popkultur der letzten Jahre so nachhaltig geprägt wie das Marvel-Universum. Seine Figuren sind längst mehr als bloße Superheld:innen. Im Laufe der MCU-Jahre sind viele von ihnen zu festen Bezugspunkten geworden, die weit über das Kino hinaus wirken. Ob auf Social Media, in Memes oder in alltäglichen Gesprächen: Charaktere wie Iron Man oder Captain America sind so präsent, dass sie fast schon als moderne Mythen funktionieren.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum Diskussionen darüber, wer wirklich überzeugt und wer eher überschätzt wird, nie abreißen. Passend zum "Superhero Monday" am Ostermontag bei ProSieben nehme ich das zum Anlass, einmal ganz persönlich auf meine drei liebsten Figuren - und auf drei, mit denen ich bis heute nicht warm werde - zu schauen.
Das sind meine Marvel-Favoriten
Für mich ist Spider-Man bis heute die greifbarste Figur im gesamten Marvel-Kosmos. Vielleicht gerade deshalb, weil er nie wie ein fertiger Held wirkt. Ich habe bei Peter Parker immer das Gefühl, jemandem zuzusehen, der noch herausfinden muss, wer er eigentlich sein will, und der dabei zwangsläufig Fehler macht. Diese Unsicherheit und dieses ständige Abwägen zwischen Verantwortung und Überforderung fühlen sich für mich total nachvollziehbar an. Während viele andere Figuren längst wissen, wofür sie stehen, ist Spider-Man noch unterwegs. Und genau das macht ihn für mich so glaubwürdig.
Unter den Kleinen der Größte: Ant-Man
Zwei Superhelden zum Preis von einem in "Ant-Man And The Wasp": Evangeline Lilly und Paul Rudd (v.l.) sind ein wahres Superhelden-Traumpaar.
Bild: picture alliance / COLLECTION CHRISTOPHEL
Ant-Man mochte ich anfangs ehrlich gesagt gerade wegen seines Humors. Inzwischen schätze ich ihn aber vor allem, wie unheroisch er eigentlich ist. Scott Lang ist keiner, der große Reden schwingt oder moralische Maßstäbe setzt. Er stolpert eher durch die Ereignisse, versucht "mit den Großen" mitzuhalten und macht dabei nicht selten alles ein bisschen komplizierter. Aber gerade dieses Unperfekte gibt ihm etwas Sympathisches. Ich habe nie das Gefühl, dass er größer (haha!) gemacht wird, als er ist. Eher im Gegenteil: Er bleibt jemand, der sich seinen Platz erst noch verdienen muss.
Die bis heute interessanteste Figur ist für mich Loki, weil ich ihm nie ganz traue. Selbst in den Momenten, in denen er sich verändert oder verletzlich zeigt, bleibt immer ein Zweifel. Und genau das hält die Figur lebendig. Ich finde es spannend, wie stark sein Handeln von Unsicherheit und dem Wunsch nach Anerkennung geprägt ist, auch wenn er das selten offen zeigt. Loki funktioniert für mich weniger als Held oder Bösewicht, sondern als jemand, der irgendwo dazwischen feststeckt.
Perfekt vorbereitet für den Superhero Monday
Gar nicht meins: Mit diesen drei Figuren werde ich einfach nicht warm
Mit Star-Lord hatte ich von Anfang an meine Schwierigkeiten. Auch wenn die "Guardians of the Galaxy"-Filme für mich funktionieren (ein riesiger Fan war ich trotzdem nie). Was mich stört, ist weniger sein Humor als die Art, wie er inszeniert wird. Vieles wirkt bewusst lässig und ironisch gebrochen, aber genau das nimmt der Figur für mich an Gewicht. Entscheidungen, die eigentlich Konsequenzen haben müssten, werden oft mit einem Augenzwinkern relativiert. Dadurch bleibt fast alles, was er tut, folgenlos. Ich habe selten das Gefühl, dass wirklich etwas auf dem Spiel steht, wenn er handelt. Das macht es für mich schwer, emotional mitzugehen.

Guardians Of The Galaxy Vol. 2

Guardians of the Galaxy Vol. 3
Captain Marvel ist für mich ein anderes Problem. Ihre Stärke steht außer Frage, was an sich kein Nachteil sein müsste. Trotzdem fehlt mir bei ihr oft eine klare Fallhöhe. Konflikte wirken weniger wie echte Herausforderungen, sondern eher wie Stationen auf dem Weg zur nächsten Demonstration ihrer Fähigkeiten. Ich finde es schwierig, eine Verbindung zu einer Figur aufzubauen, die kaum ins Wanken gerät. Ein bisschen wie bei Superman im DC-Universum. Gerade im Vergleich zu anderen Marvel-Charakteren, die stark über ihre Brüche funktionieren, bleibt Captain Marvel für mich distanziert.
Und dann ist da noch Kang, der Eroberer. Eine Figur, die eigentlich enormes Potenzial hätte, mich bisher aber eher kalt lässt. Und vermutlich auch nicht mehr umstimmen kann, jetzt, da sie im MCU keine Rolle mehr spielen wird. Die Idee eines vielschichtigen, zeitreisenden Antagonisten klingt spannend, verliert für mich jedoch in der Umsetzung an Kontur. Statt einer greifbaren Bedrohung wirkt Kang oft wie ein Konzept, das mehr behauptet als tatsächlich zeigt. Seine Präsenz soll Größe vermitteln, bleibt für mich aber eher abstrakt. Dazu ist seine Motivation schwer zu fassen, sodass er für mich nie Gefahr ausgestrahlt hat.
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