Zeitreise-Abenteuer

"Zurück in die Zukunft III": Das Ende erklärt

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von Antje Wessels

Zum Ende der "Zurück in die Zukunft"-Reihe gibt es viele Fan-Theorien - besonders zu Docs Reise mit der Dampflok.

Bild: IMAGO/EntertainmentPictures/Allstar/Adobe Stock/flashmovie


Vor allem für Kinder der Achtziger hat die "Zurück in die Zukunft"-Trilogie einen besonderen Stellenwert. Die Zeitreise-Abenteuer von Marty McFly und Dr. Emmett 'Doc' Brown haben bis heute nichts von ihrem Charme eingebüßt. Doch das Ende von Teil drei gibt vielen bis heute Rätsel auf.


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Die einzigartige Mischung aus aufregendem Zeitreise-Abenteuer, liebenswerten Figuren und beeindruckenden Bildern hat sich vielen Filmfans tief ins Gedächtnis gebrannt. Vom DeLorean über das Hoverboard bis hin zu Marty McFlys Gitarrensolo: "Zurück in die Zukunft" hat diverse ikonische Motive hervorgebracht.

Auf kongeniale Weise verbindet Regisseur Robert Zemeckis in seinem Film Humor, Spannung und Herz. Der charmante Achtzigerjahre-Look, die kreative Spielerei mit Vergangenheit und Zukunft sowie die perfekte Chemie zwischen Michael J. Fox und Christopher Lloyd machen die Trilogie zu einem generationsübergreifenden Erlebnis, das bis heute zitiert, gefeiert und immer wieder gern gesehen wird.

"Zurück in die Zukunft III": So endet die Trilogie

In "Zurück in die Zukunft III" reist Marty McFly ins Jahr 1885 zurück, um Doc Brown vor dem Revolverhelden Buford "Mad Dog" Tannen zu retten. Doch der defekte DeLorean zwingt beide, eine ungewöhnliche Rückreise-Methode zu finden, während Docs neue Liebe zu Clara Clayton ihren Plan erschwert. Schließlich setzen sie alles auf eine Karte und starten eine riskante Aktion, für die eine Dampflok - im wahrsten Sinne des Wortes - den entscheidenden Antrieb liefern soll.

Ebendiese Dampflok steht im Finale im Mittelpunkt: Sie soll den DeLorean auf die notwendigen 88 Meilen pro Stunde beschleunigen. Gleichzeitig muss Doc seine Angebetete Clara retten, die sich versehentlich auf der Lok befindet. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als die Maschine auf eine zerstörte Brücke zurast und Doc sich zwischen Clara und der Zeitreise entscheiden muss. Er springt mit ihr im letzten Moment ab, Marty wird ohne ihn zurück in die Zukunft geschleudert und der DeLorean wird endgültig zerstört.

Der Delorean bewegt sich dank einer Dampflok.

Bild: imago images/Mary Evans


"Zurück in die Zukunft III": Das Ende erklärt

Mit seiner Kombination aus Action, Emotionen und Symbolismus bringt das Ende von "Zurück in die Zukunft III" die Trilogie zu einem abschließenden Höhepunkt. Während Marty mithilfe der Dampflok den DeLorean auf die entscheidenden 88 Meilen pro Stunde bringt, steht Doc Brown vor seiner zentralen Wandlung: Er entscheidet sich nicht mehr allein für die Wissenschaft und seine Abenteuerlust, sondern für eine echte menschliche Bindung zu Clara. Die dramatische Rettungsszene auf der rasenden Lok spiegelt diesen Konflikt wider: Doc riskiert sein Leben, um Clara zu retten und verzichtet damit symbolisch auf sein bisheriges Dasein als isolierter, nur der Forschung verpflichteter Erfinder.

Martys Rückkehr in seine Zeit ohne Doc markiert derweil seinen Reifeprozess, da er nun selbstständig und verantwortungsbewusst handelt. Die anschließende Zerstörung des DeLorean beendet die Ära der unkontrollierten Zeitreisen und steht für den Abschied davon, Problemen durch Flucht in andere Zeiten zu entkommen.

Doch Docs spätere Rückkehr in einer selbstgebauten fliegenden Dampflok zeigt, dass Abenteuer und Neugier weiterhin ein wichtiger Teil seines Wesens bleiben. Ab sofort in einer Form, die menschliche Beziehungen nicht mehr ausschließt.

So wird das Ende zugleich zu einem gefühlvollen Abschluss und einem offenen Blick nach vorn: Die Figuren haben sich weiterentwickelt, die Freundschaft zwischen Marty und Doc bleibt bestehen und die Zukunft ist nicht mehr vorausbestimmt, sondern abhängig von verantwortungsvollen Entscheidungen.

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Das Ende von "Zurück in die Zukunft III": Die absurdesten Fan-Theorien

Es gibt eine ganze Reihe herrlich absurder Theorien zum Ende von "Zurück in die Zukunft III", die weit über das hinausgehen, was der Film zeigt. Eine der beliebtesten behauptet, Doc sei beim Sprung von der Lok tatsächlich gestorben und die fliegende Dampflok im Epilog sei eine Art "himmlische Erscheinung", in der er Marty ein letztes Mal besuchen darf. Doc wird quasi zu einem Zeitreise-Engel.

Eine andere Theorie dreht das Motiv um und behauptet, Clara sei in Wahrheit eine manipulative Zeitagentin. Sie soll Doc absichtlich davon abhalten, in die Zukunft zu reisen, da sein Wissen die Zeitlinie zerstören würde. Die Dampflok sei demnach ein Tarngefährt, mit dem sie Doc für immer aus der Zeit entfernt.

Noch wilder ist die Idee, Marty habe nie wirklich die Zeit gewechselt, sondern befinde sich seit dem Unfall am Anfang des ersten Films im Koma, während die gesamte Trilogie ein gigantischer Tagtraum ist. Das Auftauchen der fliegenden Lok am Ende wäre der endgültige Beweis, dass ihm die Realität vollständig entglitten ist.

Manche Fans gehen sogar noch weiter und behaupten, Doc habe durch seine Entscheidung für Clara einen alternativen Zeitstrahl erschaffen, in dem Marty in Wahrheit gar nicht zurückkehrt, sondern nur eine Kopie seiner selbst ankommt. Die "echte" Version bleibe hingegen in einem unendlichen Zeitparadox gefangen.

Und dann gibt es noch die Theorie, dass die fliegende Lok nicht nur eine Zeitmaschine, sondern ein dimensionsübergreifendes Lebewesen ist, das Doc "adoptiert" hat und selbst über die Zeitlinien wacht. All diese Fan-Theorien sind natürlich nicht ernst gemeint, aber gerade ihre Überdrehtheit macht sie so unterhaltsam und zu einem Teil des charmanten Kult-Mythos, der die Reihe bis heute begleitet.

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