Intensive Performance
Doppelleben im 17. Jahrhundert: Dieser Challenge hat sich Sandra Hüller in "Rose" gestellt
Aktualisiert:
von BuzzwooHöhepunkt der Berlinale: Sandra Hüller glänzt in Historien-Drama und zeigt sich von einer neuen Seite.
Bild: picture alliance / Captital Pictures
Für ihre Rolle in "Rose" hat Sandra Hüller alles gegeben. Die Schauspielerin schlüpfte in die Haut einer Frau, die sich im 17. Jahrhundert als Mann ausgibt, und erlebte dabei überraschende körperliche Veränderungen. Am Ende wurde ihr Einsatz mit dem Silbernen Bären belohnt.
"Rose" lief beim Wettbewerb der 76. Berlinale und gehörte zu den heiß diskutierten Titeln. Sandra Hüller konnte die Jury überzeugen und erhielt den Silbernen Bären als beste Schauspielerin. Damit fügte sie ihrer bereits glanzvollen Karriere einen weiteren Höhepunkt hinzu. Schon vor der Preisverleihung war ihr Name als Favoritin gefallen.
Ein körperliches Abenteuer
Die 47-Jährige hat sich für das Historiendrama "Rose" einer körperlichen Herausforderung gestellt. Sie spielt eine Frau im 17. Jahrhundert, die sich als Mann ausgeben muss, um in einem Dorf zu überleben. "Ich habe schon gemerkt, dass sich meine Körperlichkeit in dieser Zeit verändert hat", verriet Hüller im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Schweres Schuhwerk, eine Rüstung und eine auffällige Narbe zwangen sie, sich anders zu bewegen und jede Bewegung bewusst zu steuern.
Training für die Rolle
Regisseur Markus Schleinzer verlangte von der Schauspielerin ein spezielles Trainings-Programm. Kraft- und Kampf-Training standen auf dem Plan. "Natürlich nicht so, dass ich tatsächlich in einem Actionfilm mitspielen könnte, aber ich hätte gewusst, wie ich mich verteidigen kann. Das fand ich eigentlich nicht so schwer", so Hüller.
Mentale Höchstleistung
Noch größer als die körperliche Anstrengung war für sie jedoch die ständige Anspannung, die Rolle glaubhaft zu spielen. Die 47-Jährige musste immer wachsam sein: Wer nähert sich von wo? Wer sieht was? Wann kann sie unbemerkt sein? Die Rolle verlangte einen Rundumblick und ein präzises Timing, um die Identität der Figur zu schützen.
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