Klare Haltung gegen Rechts
Streit zwischen Peter Maffay und Gloria von Thurn und Taxis: "Dorthin gehen, wo es brennt"
Aktualisiert:
von Jan IslingerAuf Joyn ansehen
5 Geheimnisse über Peter Maffay
Videoclip • 02:38 Min • Ab 12
Rocklegende gegen Skandal-Fürstin? Zwischen Peter Maffay und Gloria von Thurn und Taxis ist ein waschechter Promi-Eklat entstanden. Nach dem Spott-Video der Adeligen legt der 76-Jährige nun nach - und zeigt klare Kante.
Eigentlich hatte alles ganz harmlos angefangen. Am 16. Juli machte Peter Maffay im Rahmen seiner "Love Places 2026"-Tour bei den Schlossfestspielen auf Schloss St. Emmeram in Regensburg halt. Business as usual, sollte man meinen, für den Routinier mit über 50 Jahre Bühnenerfahrung.
Doch der 76-Jährige nutzte seinen Auftritt nicht nur für die Darbietung seiner größten Hits, sondern auch, um eine klare Botschaft gegen Hass, Ausgrenzung und Extremismus zu senden.
Die begehrte Spielstätte gehört dem Fürstenhaus Thurn und Taxis - und ist damit unweigerlich mit dessen Oberhaupt Gloria von Thurn und Taxis verknüpft. Die Fürstin steht seit Jahren durch populistische Äußerungen und ihre Nähe zur AfD und zu deren Vorsitzenden Alice Weidel in der Kritik.
Klare Aussprache für Demokratie und Inklusion
In diesem Zusammenhang bezeichete Peter Maffay zu Beginn seines Auftritts die Spielstätte als wunderschönen, aber auch "belasteten" Ort. Denn von hier kämen "einige Äußerungen, Positionierungen und Meinungen, die wir nicht teilen". Stattdessen sprach sich der Alt-Rocker für Demokratie, Inklusion und Menschenwürde aus. Vom Publikum gab es dafür tosenden Applaus.
Spott und Häme für Peter Maffay
Doch die Ansprache schmeckte nicht jedem. Vor allem nicht der Schirmherrin der Veranstaltung, Gloria von Thurn und Taxis. Diese schlägt nun Wochen später zurück, indem sie ein Video über den Instagram-Account ihres Bruders, Carl Graf von Schönburg Glauchau, veröffentlichte. Dort äffte sie die Aussagen Maffays nach, imitierte dabei seinen Dialekt und sein rollendes R.
Irritierend ist nicht nur die Art der Häme, sondern auch, der Grund, warum die Fürstin ihn verlacht: Seine Aussagen für Toleranz und Diversität.
Kalte Schulter vom Alt-Rocker
Doch Peter Maffay zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von dem Video. Auf die Frage, warum er überhaupt im Schloss von Thurn und Taxis aufgetreten sei, antwortet er gefasst, aber bestimmt.
Ein Feuer löscht man nur, wenn man dorthin geht, wo es brennt.
Das habe er bereits bei einer "Rock gegen Rechts"-Veranstaltung 2011 zuammen mit Udo Lindenberg so gesagt - und zu dieser Aussage stehe er noch heute.
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