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Erste Rolle im Grundschulalter

Vor 40 Jahren! In dieser Show hatte Ruth Moschner ihren ersten TV-Auftritt

Veröffentlicht:

von teleschau

Ruth Moschner gehörte jahrelang zum festen Rateteam von "The Masked Singer". Doch wie kam sie eigentlich ins Fernsehen?

Bild: ProSieben/Willi Weber


Sie war bei den "Freitag Nacht News", moderierte "Big Brother" und war Rate-Expertin bei "The Masked Singer". Doch Ruth Moschners TV-Karriere begann bereits vor 40 Jahren - mit einer tragischen Rolle.


Ruth Moschner war jahrelang die Ratequeen bei "The Masked Singer"


Im April feierte Ruth Moschner ihren 50. Geburtstag. Und bald kann die TV-Moderatorin, Schauspielerin und Buchautorin ihr 40-jähriges TV-Jubiläum feiern. Denn so lange ist sie schon im Show-Geschäft.

Es war ein Freitag, der 5. Dezember 1986, als Ruth Moschner ihre TV-Premiere feierte. Aber nicht als Moderatorin, wie man die gebürtige Münchnerin kennt. An diesem Abend hatte Ruth Moschner ihr TV-Debüt in einer außergewöhnlichen Rolle - als Mordopfer.

Es war der dritte und letzte große Fall des Abends bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" (ZDF), und Moderator Eduard Zimmermann war besonders betroffen. Denn das Mordopfer im Fall "Nesthäkchen" war die zehnjährige Martina M., die am 20. Mai 1986 in Neukirchen-Vluyn von einem Unbekannten entführt, sexuell missbraucht und getötet wurde. Der tragische Fall ließ den Zuschauer:innen den Atem stocken. Ruth Moschner, damals zehn Jahre alt, spielte das Mordopfer.


Das "Buchstaben Battle" mit Ruth Moschner


Für ihre Rolle als Mordopfer erhielt Ruth Moschner 150 Mark

"Ja, aber ich will jetzt nach Hause." Viel Text hatte Ruth Moschner damals nicht. Aber sie spielte - natürlich - die Hauptrolle. In Szenen wurde das Familienleben daheim geschildert ("Jetzt wird erst mal Suppe gegessen!") und dann versucht, die letzten Stunden in Martinas Leben nachzuzeichnen. Ihre Eltern wurden vom Schauspielerehepaar Horst und Irmhild Reichel gespielt. Deren Sohn Robinson Reichel spielte Martinas älteren Bruder.

Für die Rolle bekam Moschner, wie sie 2020 in einem Interview verriet, 150 D-Mark, die damals übliche Aufwandsentschädigung für Laiendarsteller:innen bei "Aktenzeichen".

Leider konnte der Mordfall damals nicht geklärt werden. Zwar wurde einige Jahre später ein Hausmeister wegen eines anderen Mordes verurteilt. Trotz geografischer Parallelen und ähnlicher Tatausführung konnte er aber nicht des Mordes an Martina überführt werden. Im XY-Spezial "Cold Case" vom 4. November 2020 wurde der Fall noch einmal thematisiert, die Belohnung auf 25.000 Euro erhöht. Dennoch blieb der Status des Falles bis heute "ungeklärt".

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