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Eine Region als Protagonist

"Erzgebirgskrimi": Diese Drehorte kannst du besuchen!

Aktualisiert:

von Nicola Schiller

Hier werden die beliebten Krimis mit Lara Mandoki (l.) und Kai Scheve (r.) gedreht.

Bild: picture alliance / Shotshop | Karin Jähne; picture alliance / ZB/euroluftbild.de | Sebastian Theilig; ZDF/ Uwe Frauendorf


Im "Erzgebirgskrimi" übernimmt die sächsische Region selbst die Hauptrolle. Diese Schauplätze geben den Fällen von Szabo und Winkler die besondere Atmosphäre.

Alle "Erzgebirgskrimi"-Drehorte auf einen Blick

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1. "Der Tote im Stollen" (2019)

Darum geht's: Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach) findet in einem alten Stollen die Leiche eines Freiberger Uni-Professors. Damals ermittelt noch Kriminalhauptkommissar Ralf Adam (Stephan Luca) und seine frischgebackene Assistentin Kriminalkommissarin Karina Szabo (Lara Mandoki).

Der allererste "Erzgebirgskrimi" wurde vor allem im Stadtzentrum von Schwarzenberg gedreht. Die kopfsteingepflasterten Gassen, durch die Ralf nachts der mysteriösen Weißen Frau hinterherjagt, befinden sich in der Nähe von Schloss Schwarzenberg. Praktischerweise sind auch die anderen Locations der Story in einer Straße: Der Handwerksladen, in dem die studentische Affäre des Toten arbeitet, und die Kneipe "Freie Republik", in der sie mit dem SpuSi-Kollegen Maik (Adrian Topol) anbandelt, in der gleichen Straße (siehe Foto).

Da es sich bei dem Toten um den renommierten Uni-Professor Hellmann handelt, wurde außerdem viel an der Technischen Universität Bergakademie im knapp 90 Kilometer entfernten Freiberg gedreht.

Im ersten "Erzgebirgkskrimi"-Film ermittelte Karina Szabo (Lara Mandoki, r.) noch mit Ralf Adam (Stephan Luca, l.).

Bild: picture alliance/dpa


Dieses Holzbildhauer-Geschäft in der Oberen Schlossstraße diente als Laden des fiktiven Verdächtigen Erich Fichtner.

Bild: picture alliance / imageBROKER



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2. "Tödlicher Akkord" (2020)

Darum geht's: Die Landschaftsarchitektin Katja Hartmann wird tot im Wald gefunden. Schnell fällt der Verdacht für Karina und ihren neuen Chef Kriminalhauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve) auf die Mitglieder der Bergmannskapelle Schneeberg, in der auch das Mordopfer aktiv war. Die Ermittlungen führen die beiden mit Pauken und Trompeten bis in den tschechischen Kurort Karlsbad.

Auch in diesem "Erzgebirgskrimi" wurden diverse Szenen in mittelalterlich anmutenden Stadtkernen gedreht - dieses Mal vor allem in der Bergstadt Schneeberg. Wie die Macher:innen immer wieder betonen, wollen sie das Erzgebirge so authentisch wie möglich darstellen, dazu gehören auch die Bergbautraditionen.

Für die Dreharbeiten marschierte deswegen im Sommer 2019 die originale Besetzung des sächsischen Landesbergmusikkorps durch die Schneeberger Altstadt. Einige Mitglieder übernahmen auch Komparsenrollen im Krimi.

Regisseur Ulrich Zrenner während der Dreharbeiten in Schneeberg.

Bild: imago images / Uwe Meinhold


Das Elisabethbad im tschechischen Kurort Karlsbad diente in der Episode "Erzgebirgskrimi: Tödlicher Akkord" als Kulisse einer Kinderwunschklinik.

Bild: picture alliance / imageBROKER


Als sich die Indizien verdichten, geht es für Szabo und Winkler sogar über die Landesgrenzen hinaus. Das tschechische Karlsbad (Karlovy Vary) gehört zu den bekanntesten Kurorten der Welt und ist gerade mal 60 Kilometer von Schneeberg entfernt.

Fun Fact: Die Kapelle, in der das Mordopfer das Horn spielt, gibt es wirklich! Sogar die Outfits im Film sind realitätsgetreu, wie im Foto.

Im "Erzgebirgskrimi: Tödlicher Akkord" ist Saskia Bergelt (Teresa Weißbach, r.) Teil der Bergmannskapelle Schneeberg, die es auch in der Realität gibt (l.).

Bild: picture-alliance/ ZB | Wolfgang Thieme; ZDF/ Uwe Frauendorf


3. "Der Tote im Burggraben" (2021)

Darum geht's: In Hartenstein, in der Nähe von Zwickau, wird bei Bauarbeiten eine Leiche gefunden. Szabo und Winkler müssen dieses Mal einen Mord aufklären, der mehrere Jahrzehnte zurückliegt. Die Ermittlungen führen sie in die NS-Vergangenheit der Region und sogar ein beliebter Lokal-Politiker gerät unter Verdacht.

In diesem Teil werden die meisten Drehorte praktischerweise direkt genannt. Zum einen wären da die Schlossruine Hartenstein, die Talsperre Sosa und zum anderen die Innenstadt von Schneeberg, wo auch schon frühere "Erzgebirgskrimis" gedreht wurden.

An der Talsperre Sosa wird in "Der Tote im Burggraben" eine zweite Leiche gefunden.

Bild: picture alliance / Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB


Übernachten dürfen Szabo und Winkler dieses Mal im "Hotel Jagdschloss", wie sie es im Film nennen. Im echten Leben ist das altehrwürdige Gebäude das Jagdhaus Waldidyll in Hartenstein.

Und auch den Biergarten, in dem Bürgermeister Gerd Steigerwald (Thomas Thieme) so gern Karten spielt und nebenbei dubiose Pläne schmiedet, gibt es wirklich. Allerdings steht die Gaststätte "Edelhof" nicht in Hartenstein, sondern knapp sieben Kilometer südlich in Aue-Bad Schlema.

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4. "Der letzte Bissen" (2021)

Darum geht's: Richter und Freizeit-Jäger Dr. Drösse (Christoph Müller) wird erschossen im Wald aufgefunden. Verdächtige gibt es viele, in seiner Karriere hat sich Drösse mehr als nur einen Feind gemacht. Da es sich bei der Mordwaffe um ein antikes Jagdgewehr handelt, kommt bei den Einheimischen schnell die alte Sage vom "Stülpner Karl" auf - ein erzgebirgischer Volksheld, der auch als "sächsischer Robin Hood" bezeichnet wird. Wollte sich jemand an dem Richter rächen, wie es Karl schon vor hunderten Jahren mit den verhassten Obrigkeiten tat? Oder ist die alte Legende womöglich lebendiger, als man denkt?

Auch der vierte Krimi aus dem Erzgebirge wurde zum großen Teil in Schneeberg gedreht. Als neue Kulisse kommt dieses Mal das Naturtheater Greifensteine hinzu, eine Freilicht-Felsenbühne inmitten des Greifensteingebietes in Ehrenfriedersdorf.

Auf der Suche nach dem Richter-Mörder führt es das Ermittlerteam in "Der letzte Bissen" zu einer Theatergruppe an der Naturbühne Greifensteine.

Bild: picture-alliance / DUMONT Bildarchiv/Johann Scheibner


5. "Verhängnisvolle Recherche" (2022)

Darum geht's: Dieses Mal geht es um den Tod einer jungen Journalistin. Kurz nach einem Telefonat mit Hauptkommissar Robert Winkler verschwindet Kirsten Reichenbach (Fine Belger) und wird wenig später tot aufgefunden. Wie sich herausstellt, setzte sich Reichenbach gegen eine Wasserstofftechnologie-Firma ein. Und das ist nicht die einzige verhängnisvolle Recherche. Weitere Ermittlungen zeigen, dass die Forschungsleiterin Prof. Dr. Kathrin Rothe (Katja Weitzenböck) etwas mit einem einschneidenden Moment im Leben von Robert Winkler zu tun hat, zeitweise wird er sogar selbst zum Mordverdächtigen.

Wie immer gönnen sich die beiden Ermittler:innen einen Hotelaufenthalt. Das fiktive "Schlosshotel" ist im echten Leben eine Kombination aus zwei Drehorten. Für die imposanten Außenaufnahmen diente das Schloss Wolkenstein. Da zwischen Schaukästen und Kunstausstellungen aber keine gute Hotel-Atmosphäre aufkommt, wurden die Innenraum-Szenen in der Baldauf-Villa, im acht Kilometer entfernten Marienberg, gedreht.

Schloss Wolkenstein dient dem Ermittlerteam im Film "Verhängnisvolle Recherche" als fiktives "Schlosshotel".

Bild: picture alliance / ZB/euroluftbild.de


Auch den Firmensitz der Familie Uhlig gibt es wirklich. Die "Villa Esche" im Chemnitzer Stadtteil Kapellenberg ist eine mietbare Eventlocation. Für diesen Film wurde das Anwesen sowohl für Innen- als auch Außenaufnahmen genutzt.

"Villa Esche" in Chemnitz: Hat Kommissar Robert Winkler hier einen Mord begangen?

Bild: picture alliance / akg-images


6. "Tödliche Abrechnung" (2022)

Darum geht's: Durch Zufall beobachtet Altförster Georg Bergelt (Andreas Schmidt-Schaller), wie ein Kletterer eine steile Felswand hinabstürzt und zu Tode kommt. Er will aber auch eine zweite Person gesehen haben. Der Tote ist Dr. Lenhard Hellmann (Robin Sondermann), der Gründer eines innovativen Textil-Start-ups aus Chemnitz. Seine Lebensgefährtin und Geschäftspartnerin Julia Jacobi (Julia Hartmann) und der gemeinsame Geschäftspartner Philipp Mertens (Tobias Schormann) zeigen sich erschüttert. Aber sind sie das wirklich?

Der sechste "Erzgebirgskrimi" ist ein echtes Heimspiel für die Kommissar:innen der Kripo Chemnitz. Bis auf ein paar kurze Ausflüge zu dem Bergelt-Hof und der Geyersche Binge (Felsformation) wurde der Film größtenteils in Chemnitz gedreht. Auch das Wohnhaus von Kommissarin Karina Szabo liegt im Norden der Stadt.

Ein weiterer zentraler Handlungspunkt ist die Technische Universität Chemnitz. Immer wieder fahren Szabo und Winkler zur Uni, um mit den Verdächtigen zu sprechen. Ein Glück, dass sie dieses Mal keine langen Arbeitswege haben und in ihren eigenen Wohnungen übernachten dürfen. Wo die Kommissar:innen wohnen, erfahren wir übrigens in späteren Filmen.

Das Hörsaalgebäude der TU Chemnitz wird auch "Orangerie" genannt.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild


7. "Ein Mord zu Weihnachten" (2022)

Darum geht's: Darauf mussten Fans lange warten! Endlich sehen wir das Erzgebirge, die Heimat von Räuchermännchen, Schwippbögen und Nussknackern im Winter! Kurz vor Weihnachten hat Saskia Bergelt, dieses Mal plus Papa, mit ihrer Kapelle einen Auftritt im Bergwerk. Dort wird Bernhard Markert, Chef einer Holzfiguren-Manufaktur, von einer Grubenbahn überfahren. Schnell wird klar, das war kein Unfall. Steckt sein eigener Bruder hinter dem heimtückischen Mord?

Keine Szene aus dem Krimi, sondern echt: Musiker des Bergmanns-Blasorchesters im Bergwerk Pöhla.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild


Wieder einmal geht es nach Schwarzenberg und Umgebung. Dieses Mal sind die Gassen im Stadtkern festlich geschmückt, auch die Weihnachtsmarktbuden stehen schon. Das Ermittlerteam ist aber nicht - nur - zum Glühweintrinken da, es werden auch fleißig Zeugen befragt.

Fun Fact: Die Dreharbeiten für diesen Teil fanden 2022 statt, eine Zeit, in der es wegen der Corona-Pandemie keine öffentlichen Veranstaltungen gab. Der Schwarzenberger Weihnachtsmarkt wurde im Februar extra für die Dreharbeiten aufgebaut. Außerdem riefen lokale Medien die Bewohner:innen dazu auf, ihre Weihnachtsdekorationen in Fenstern, Türen et cetera hängen zu lassen.

Eine weitere Kulisse war die Firma Hubrig Volkskunst in Zschorlau und das Besucherbergwerk in Pöhla. Kurz vor Weihnachten dürfen Szabo und Winkler auch wieder im Hotel schlafen. Als fiktives Hotel diente die Gaststätte Neu Friedrichsruh, ebenfalls in Zschorlau.

Teresa Weißbach (v. l.), Kai Scheve, Uwe Preuss und Lara Mandoki auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild


8. "Familienband" (2023)

Darum geht's: Wieder ist es Försterin Saskia Bergelt, die den neuen Fall ins Rollen bringt. In einem Stollen findet sie ein nur wenige Tage altes Baby. Von der Mutter fehlt jede Spur. Zeitgleich geht bei Hauptkommissar Robert Winkler und Kollegin Karina Szabo die Vermisstenmeldung eines 16-jährigen Mädchens ein. Gibt es da einen Zusammenhang?

Saskia Bergelt bringt das unterkühlte Baby in das nächstgelegene Krankenhaus, Drehort hierfür sind Teile der Kliniken Erlabrunn in der Gemeinde Breitenbrunn.
Abgesehen von diesem sehr präsenten Drehort spielt "Familienband" zum großen Teil in Aue-Bad Schlema und Umgebung - auch für den "Erzgebirgskrimi" ein sehr "ländlicher Raum", wie Hauptdarsteller Kai Scheve in einem Interview mit Kultur Blog-Berlin sagt.

Den sonst so typischen Hotel-Aufenthalt gibt es für das Kommissaren-Team in diesem Film nicht. Karina Szabo hat nach eigenen Worten die "muffigen, biederen Hotelzimmer satt" und sich stattdessen ein uriges Wohnmobil besorgt. Und auch Kollege Winkler muss ausweichen. Wegen der Pandemie sei der einzige Gasthof im Ort geschlossen. Saskia Bergelt organisiert ihm stattdessen eine Gartenlaube.

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9. "Die Tränen der Mutter" (2024)

Darum geht's: Mal wieder ist es Försterin Bergelt, die den neuen Fall ins Rollen bringt. Sie findet die Leiche von Timo Barthel aufgebahrt und geschmückt im Wald. Team Szabo-Winkler findet schnell heraus, dass es sich bei dem jungen Mann um einen Clubbetreiber und nebenberuflichen Drogendealer handelt. Sie verdächtigen zunächst Pavel Svoboda (Raphael Keric), dann sogar einen engen Freund von Timo und das "Holzweibel", eine mysteriöse Einsiedlerin.

Der neunte "Erzgebirgskrimi" wurde zum größten Teil in und um Altenberg gedreht. So steht das Wohnhaus von Timo und seiner Mutter in der Arthur-Thiermann-Straße im Nordwesten des Ortes.

Als fiktive Polizeistation dient der ehemalige Bundespolizeistützpunkt Altenberg/ Zinnwald an der deutsch-tschechischen Grenze. Im realen Leben wird dort allerdings nicht mehr ermittelt. Der Stützpunkt wurde bereits vor einigen Jahren geschlossen.

Der Ortsteil Lauenstein in Altenberg war einer von vielen Drehorten im neunten "Erzgebirgskrimi".

Bild: picture alliance / ZB/euroluftbild.de


10. "Mord auf dem Jakobsweg" (2024)

Darum geht's: Unter dem Hetzdorfer Viadukt, einer historischen Eisenbahnbrücke, finden Pilger eine männliche Leiche. Was zunächst nach Selbstmord aussieht, entpuppt sich schnell als Verbrechen. Auch der Tote war auf dem sächsischen Teil des Jakobsweges unterwegs. Verdächtige gibt es viele, der Dresdner Sägewerkbesitzer hat sich nicht nur in seinem Berufsleben Feinde gemacht.

Hetzdorfer Viadukt: Hier wurde die Leiche von Matthias Langer gefunden.

Bild: picture alliance / ZB/euroluftbild.de


Gleich zu Beginn des Films fährt Szabo für eine Zeugenbefragung zur "Pilgerherberge Chemnitz". Das gemütliche Bauernhaus gibt es zwar wirklich, aber es ist weder in Chemnitz, noch ist es eine Pilgerherberge. Als Location diente das Gasthaus "Alte Apotheke" in Neukirchen.

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Auch die nächste Film-Unterkunft gibt es wirklich. Das "Pilgerhotel zum Falken" heißt aber eigentlich Restaurant und Hotel "Zur Falkenhöhe" und befindet sich in der Großen Kreisstadt Flöha.

Wie der Titel schon vermuten lässt, spielt der Glaube und die Kirche eine große Rolle im Film. Benedict Wagner (Max Herbrechter) sucht immer wieder Gotteshäuser der Region auf, um zu beten oder das Grab seines Sohnes zu besuchen. Für Außenaufnahmen und Schnittbilder wurde hierfür die St. Jakobi Kirche in Stollberg genutzt. Später suchen Szabo und Winkler ihn in einer weiteren Kirche auf, dabei handelt es sich allerdings um die St.-Jakobus-Kirche in Reinsdorf, etwa 20 Kilometer westlich von Stollberg.

Die St.-Jakobi-Kirche in Stollberg wurde im zehnten "Erzgebirgskrimi" für Außenaufnahmen genutzt.

Bild: Zoonar


11. "Wintermord" (2025)

Darum geht's: Auslöser der Ermittlungen des elften Filmes ist ein als Unfall getarnter Mord. Das Opfer: Franz Kofler, Lobbyist einer Seilbahngesellschaft. Der abergläubische Waldbesitzer Friedrich Lieberwirth weigerte sich, sein Grundstück für diese Zwecke zu verkaufen. Reicht das schon als Motiv? Als Winkler und Szabo den kauzigen Alten befragen wollen, fehlt von ihm jede Spur.

Der elfte Sachsen-Krimi wurde in erster Linie in Oberwiesenthal und am Fichtelberg gedreht. Immer wieder wird das Fichtelberghaus und die Skisprungschanzen als Schnittbilder gezeigt. Später im Film ist Szabo sogar für eine Zeugenbefragung auf einer Piste am Fichtelberg unterwegs.

Das Fichtelberghaus ist immer wieder in Schnittbildern zu sehen.

Bild: picture alliance/dpa


Das Kommissarenteam übernachtet dieses Mal im Rathaushotel in Oberwiesenthal, direkt gegenüber der bekannten Ortspyramide.

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12. "Die letzte Note" (2025)

Darum geht's: Chemnitz ist die Kulturhauptstadt des Jahres 2025. Bei den Feierlichkeiten soll das Orchester rund um die angesehene Musikpädagogin Marianne Bach einen großen Auftritt haben. Eine Woche vorher wird Bach tot in ihrer Wohnung gefunden. War ihre wertvolle Violine der Grund für den Mord? Die Ermittlungen führen Szabo, Bergelt und Winkler in die DDR-Vergangenheit der Stadt.

Die meisten Drehorte dieses Filmes befinden sich in Chemnitz und Umgebung. Der Pavillon, unter dem auch der Orchester-Auftritt stattfindet, steht auf der Schlossteichinsel. In Drohnenaufnahmen sind außerdem die Schlosskirche und der "Schorch", ein bunt gestalteter Schornstein des Heizkraftwerkes Nord zu sehen.

Am Musik-Pavillon finden immer wieder öffentliche Veranstaltungen statt.

Bild: imago images/HärtelPRESS


Eine weitere markante Szenerie ist das Opernhaus und der dazugehörige Vorplatz. Hier sehen wir Robert Winkler beim Joggen. In diesem Teil sehen wir auch zum ersten Mal, wo der Kommissar lebt - nämlich zirka vier Kilometer von der Oper entfernt.

Der Chemnitzer Opernplatz: Die Jogging-Route von Robert Winkler.

Bild: blickwinkel


Sein Wohnhaus steht im Stadtteil Kaßberg, dem Nobelviertel von Chemnitz. Als Location diente ein markantes Turm-Haus in der Ulmensraße. Für die Dreharbeiten stellte die reale Mieterin auch die Innenräume zur Verfügung. Auch die Wohnung des Mordopfers befindet sich auf dem Kaßberg.

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13. "Über die Grenze"

Darum geht's: Bei Bauarbeiten wird ein Leichnam freigelegt, der schon seit mehreren Jahrzehnten begraben war. Der Mann war offenbar erschossen worden. Als kurz nach dem Fund der Leiche auch der Zwillingsbruder des Opfers getötet wird, bekommen es Winkler und Szabo mit einem ungewöhnlichen Doppelmord zu tun.

Im dreizehnten "Erzgebirgskrimi" führt der Fund eines Skeletts das Kommissar:innen-Team erneut in den Luftkur- und Wintersportort Altenberg. Ein besonderer Drehort ist das Hotel: Ein imposantes Gebäude inmitten bewaldeter, hügeliger Landschaft. Im Film heißt die Gästeherberge laut Schild zwar "Hotel Steinhof". In Wahrheit handelt es sich um das reale, fast 900 Meter hoch gelegene Hotel Lugsteinhof in Altenberg. Für den Krimi hat man lediglich den Wortteil "Lug" auf dem Schild überdeckt.

Ein Drehort mit Geschichte, die auch Kommissar Winkler kennt. So erklärt er seiner jüngeren Kollegin Szabo: "Was für eine Ironie: Die sächsische Polizei übernachtet im ehemaligen Ferienheim der Stasi. Das normale Volk kam hier gar nicht rein. Nur treue Mitarbeiter des MfS, hohe Offiziere der NVA und des KGB. Angeblich hatten die sogar unterm Klodeckel Wanzen."

Das heutige Hotel war früher ein Ferienheim der Staatssicherheit (Stasi).

Bild: picture alliance / ZB/euroluftbild.de


14. "Mordholz" (2025)

Darum geht's: Der "Holzbaron" Karl Zenker ist tot. Holz ist das große Oberthema dieses Filmes. Während ihrer Ermittlungen decken Szabo, Winkler und Bergelt dunkle Geschäfte rund um den Rohstoff auf.

Das "Sägewerk Zenker" des Mordopfers ist eigentlich das Sägewerk Weber und steht in Zwönitz, Ortsteil Dorfchemnitz.

Protagonist ist in diesem "Erzgebirgskrimi" aber definitiv die Stadt Annaberg-Buchholz. Als fiktiver Gasthof diente das Technische Museum Frohnauer Hammer. Außerdem gibt es viele Drohnenaufnahmen des Ortes, unter anderem vom Marktplatz und der St. Annenkirche.

Für die Szenen in der Pathologie wurde wieder in den Räumlichkeiten der Kliniken Erlabrunn gedreht.

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"Erzgebirgskrimi": Wann kommt der neue Teil?

Der Ausstrahlungstermin des neuen Filmes "Hexenjagd" ist noch unklar (Stand 17. September 2026). Allerdings wird es wohl der letzte "Erzgebirgskrimi" mit dem Szabo-Winkler Duo sein. Für Karina kommt eine neue Kollegin frisch aus Berlin: Neuzugang im "Erzgebirgskrimi": Mathilda Switala ist jetzt Kommissarin.


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