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Vom Lockenschopf zum Charakterkopf

Vor über 50 Jahren: So sah "Der Zürich-Krimi"-Star Christian Kohlund zum Beginn seiner Karriere aus

Veröffentlicht:

von Johanna Beißel

Christian Kohlund verkörpert seit zehn Jahren den knorrigen Anwalt Thomas Borchert im "Zürich-Krimi". War der Schauspieler zu seinen Anfängen auch schon so charismatisch?

Bild: ARD Degeto/Graf Film/ Sava Hlavacek/United Archives


Als Thomas Borchert gehört Christian Kohlund fest zum "Zürich-Krimi". Der Schweizer Schauspieler blickt allerdings auf mehr als fünf Jahrzehnten vor der Kamera zurück - eine Zeit, in der er sich auch optisch deutlich gewandelt hat.

Heute sind seine grauen Haare und die markanten Gesichtszüge längst zu seinem Markenzeichen geworden. Als Christian Kohlund in den 1970er-Jahren seine ersten größeren Rollen übernahm, zeigte er sich dagegen noch mit dunkler Lockenpracht. Mehr als 50 Jahre später hat sich der Schauspieler optisch deutlich verändert. Seine unverwechselbare Ausstrahlung ist ihm jedoch geblieben.

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Christian Kohlund: So begann seine Karriere

Seine erste kleine Schauspielrolle übernahm Christian Kohlund bereits im Alter von acht Jahren. An der Seite seines Vaters Erwin Kohlund spielte er in der Romanverfilmung "Die Käserei in der Vehfreude" einen Schüler. Dass er später selbst einmal zu einem der bekanntesten Gesichter im deutschsprachigen Fernsehen werden würde, war damals allerdings noch nicht abzusehen.

In den 1970er-Jahren legte Kohlund den Grundstein für seinen beruflichen Durchbruch. Nach seiner Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien war er zunächst am Theater zu sehen. Gleichzeitig übernahm er erste Filmrollen. 1973 wirkte er etwa in Maximilian Schells Drama "Der Fußgänger" mit, 1975 folgte eine Hauptrolle im Kriegsfilm "Die Brücke von Zupanja". Zwei Jahre später war er dann in "Das chinesische Wunder" an der Seite von Heinz Rühmann und Senta Berger zu sehen.

Auf Aufnahmen aus dieser Zeit wirkt das Gesicht unter der dichten Lockenmähne des heutigen "Zürich-Krimi"-Stars noch deutlich weicher. Die markanten Züge, die heute zu seinem Wiedererkennungsmerkmal zählen, deuten sich aber bereits an.

So sah Christian Kohlund 1976 aus

Christian Kohlund mit Schauspielkollegin Senta Berger beim Deutschen Filmball 1976 in München.

Bild: United Archives



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Vom jungen Charmeur zu gefragten Schauspielstar

Mit seinem eleganten Auftreten und seiner dunklen Lockenpracht wurde Christian Kohlund im deutschen Fernsehen schon bald zu einem gefragten Darsteller. In Krimi-Klassikern wie "Derrick" oder "Der Alte" übernahm er über Jahre hinweg verschiedene Rollen.

Einem breiten Publikum blieb er vor allem als Professor Alexander Vollmers in "Die Schwarzwaldklinik" in Erinnerung. Von 1986 bis 1989 spielte er den Mediziner in der erfolgreichen ZDF-Serie. Die dunklen Locken wirkten zu dieser Zeit bereits deutlich gezähmter. Dafür rückten seine markante Stimme und seine souveräne Ausstrahlung immer stärker in den Mittelpunkt.

Christian Kohlund in den 1980er-Jahren

Christian Kohlund wurde in den 1980er-Jahren vor allem durch seine Rolle als Alexander Vollmers in der ZDF-Serie "Die Schwarzwaldklinik" bekannt.

Bild: STAR-MEDIA


Mit der "Schwarzwaldklinik" begann die Fernseh-Karriere von Christian Kohlund

"Das Traumhotel" machte ihn zum weltgewandten Publikumsliebling

Eine weitere Rolle, die Christian Kohlunds Image nachhaltig prägte, folgte Anfang der 2000er-Jahre. In "Das Traumhotel" spielte er Markus Winter, den Generalmanager einer internationalen Hotelgruppe. Von 2004 bis 2014 reiste seine Figur an exotische Schauplätze und kümmerte sich nicht nur um luxuriöse Hotels, sondern auch um die persönlichen Probleme der Gäst:innen.

Optisch näherte sich Kohlund in dieser Zeit bereits dem Erscheinungsbild an, das viele Zuschauer:innen heute mit ihm verbinden. Seine Haare waren inzwischen grau, seine Gesichtszüge kantiger. Die Rolle des erfahrenen Hotelmanagers passte perfekt zu seiner ruhigen, weltgewandten Präsenz. Der frühere Lockenkopf war endgültig zum souveränen Charakterdarsteller geworden.

Daneben war Kohlund unter anderem in "Das Traumschiff", "Rosamunde Pilcher", "Inga Lindström" und zahlreichen Krimiformaten zu sehen.

Anfang der 2000er-Jahre spielte Christian Kohlund beim "Traumhotel" mit

Schauspieler Christian Kohlund anlässlich eines Pressetermins zur Kultreihe "Das Traumhotel" in Hamburg.

Bild: Strussfoto


Als Thomas Borchert zeigt Christian Kohlund seine kantige Seite

Seit 2016 verkörpert Christian Kohlund im "Zürich-Krimi" den Anwalt Thomas Borchert. Die Figur wirkt deutlich rauer als viele seiner früheren Rollen.

Mit grauem Haar, Bart und markanten Gesichtszügen unterstreicht Christian Kohlunds heutiges Erscheinungsbild diese kantigere Seite. Von dem jungen Schauspieler mit dunkler Lockenmähne aus den 1970er-Jahren hat er sich damit auch optisch weit entfernt. Gerade der Vergleich zeigt, wie sehr sich sein Auftreten parallel zu seinen Rollen über die Jahrzehnte verändert hat.


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